Petition richtet sich an Umweltministerin Barbara Hendricks

Schluss mit der Becher-Vermüllung – Mehrwegsystem für Coffee to go-Becher einführen!

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Ich bin Georg Kössler, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und der Grünen Fraktion. Ich liebe Coffee to go. Aber ich habe die Vermüllung durch Coffee to go-Becher satt! Deswegen starte ich gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) diese Petition, um Bundesumweltministerin Barbara Hendricks aufzufordern, endlich ein Mehrwegsystem für Kaffeebecher einzuführen.

320.000 Becher pro Stunde!

Ich trinke selbst leidenschaftlich gerne Kaffee und das auch unterwegs. Auf meinen morgendlichen Coffee to go will ich eigentlich nicht verzichten. Aber die überquellenden Abfalleimer am Bahnhof, die vielen achtlos weggeworfenen Becher am Straßenrand und ganze Müllansammlungen von Bechern in den Parks machen mich einfach wütend! Allein in Berlin gehen jeden Tag mehr als 460.000 Becher über die Theke. Deutschlandweit sind es jährlich über 2,8 Milliarden Pappbecher. Das macht 40.000 Tonnen Müll nur durch Kaffeebecher. Das ist eine echte Abfallflut!

Schon nach 15 Minuten sind sie Müll.

Ein Pappbecher besteht nur aus Pappe?! Nein. Die meisten Coffee to go-Becher bestehen aus Pappe und einer Kunststoffschicht. Dazu kommen die Plastikdeckel, oft auch ein Rührstäbchen, Papiermanschetten und auch mal eine Tragehilfe aus Pappe. Was viele nicht wissen: die Innenbeschichtung aus Kunststoff macht das Recycling der Pappbecher nahezu unmöglich! Ganz abgesehen davon, dass der Großteil der Becher erst gar nicht im gelben Sack landet. Und so wird der riesige Müllberg einfach nicht recycelt – ein Wahnsinn.

Auch die Produktion der Becher ist schon ein Umweltproblem: zehntausende Tonnen Holz, Kunststoff sowie Milliarden Liter Wasser werden benötigt, um die Becher herzustellen. Mit der benötigten Energiemenge könnte man mehr als 100.000 Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgen. Und das alles für durchschnittlich 15 Minuten Trinkgenuss …

Ich persönlich nehme schon lange meinen eigenen Becher von zuhause mit und lasse ihn wieder befüllen. Leider ist es nicht immer praktisch, so einen Kaffeebecher den ganzen Tag mit sich herumzutragen. Und manchmal vergesse ich ihn auch einfach. Dabei könnte es so einfach sein.

Mehrwegsysteme für Getränke sind nichts Neues: fast jeder kennt Mehrwegflaschen für Mineralwasser, Bier und Brause. Das sollte doch auch für Kaffee klappen! Freiburg, Tübingen, Hamburg und viele andere machen es bereits vor: Kaffeetrinker zahlen ein Pfand auf den Mehrwegbecher und können diesen in allen teilnehmenden Filialen wieder abgeben. Ganz einfach. Auch wir in Berlin wollen das jetzt einführen.

Ich fordere mit der Deutschen Umwelthilfe die Umweltministerin Barbara Hendricks auf, endlich aktiv zu werden und bundesweit ein Mehrwegsystem für Coffee to go-Becher einzuführen. Der Gewinn für die Umwelt ist enorm und bei einem bundesweit einheitlichen Pfandsystem auch für mich als Coffee to go-Fan kein Problem. Ich kann meinen Becher dann überall abgeben.

Die Deutsche Umwelthilfe hat mit dem ProjektBecherheld schon einen Anfang gemacht, zahlreiche andere sind nachgezogen, auch einzelne Städte haben erste Mehrwegsysteme eingeführt. Die zunehmende Vermüllung unserer Städte und die Vergeudung wertvoller Ressourcen nehme ich so nicht hin! Mach auch du mit: Fordere mit der Deutschen Umwelthilfe und mir die Umweltministerin Barbara Hendricks auf: Frau Umweltministerin, Machen Sie dem Bechermüll in der Umwelt endlich ein Ende!

Ein Mehrwegsystem würde jährlich 87.000 Tonnen CO2-Emissionen, 1,2 Milliarden Liter Wasser, 280 Millionen kWh Strom und über 40.000 Tonnen Papier, Holz und Kunststoff einsparen. Die DUH hat alle Infos rund um die Umweltauswirkungen von Coffee to go-Bechern und alternative Mehrwegsysteme hier für euch zusammengefasst.

Sobald ich 50.000 Unterschriften mit meiner Petition gesammelt habe, werden ich gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe ein Gespräch mit Umweltministerin Hendricks führen, unsere Forderungen besprechen und eure Unterschriften überreichen. Mach auch du mit, denn je mehr wir sind, desto mehr Druck können wir ausüben!

Georg Kössler

PS:
NGOs, wie die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), sind auf Unterstützer angewiesen, um eine Vielzahl an Umwelt- und Verbraucherschutzthemen zu bearbeiten. Die DUH freut sich über eine Unterstützung ihrer Arbeit. Hier könnt ihr Fördermitglied werden, schon ab 5 Euro im Monat. DUH Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft Köln | IBAN: DE45 3702 0500 0008 1900 02 |BIC: BFSWDE33XXX

Diese Petition wird versendet an:
  • Umweltministerin Barbara Hendricks


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