Singvögelsterben stoppen!

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Da der Einsatz der Insektizide Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam als Granulat und Saatgut-Beizmittel bei einer Anwendung im Freiland Hummeln und Wildbienen schädigt, fordern wir ein Verbot. Das bestätigt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in ihrer Risikobewertung vom 28.02.2018. Auch bisher noch zugelassene Anwendungen bei Zuckerrübe und Wintergetreide werden als schädlich eingestuft.

Aufgrund der ungewöhnlich hohen Giftigkeit der Wirkstoffe für Insekten und andere Gliedertiere drohen besonders schwerwiegende und nachhaltige Schäden am Naturhaushalt. Dies liegt auch daran, dass diese Stoffe in der Umwelt lange verweilen und sich in Pflanzen, Boden und Wasser weit ausbreiten. 

Bereits 2013 wurden einige Saatgutanwendungen in der EU verboten, zum Beispiel für Mais, Getreide und Raps. Anfang 2017 hat die Europäische Kommission den Mitgliedstaaten einen Vorschlag zum Verbot der Freilandanwendung der Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam zur Diskussion vorgelegt. Die offizielle Abstimmung steht noch aus. Das UBA unterstützt den Verbotsvorschlag. 

Ein Freilandverbot ist insbesondere vor dem Hintergrund des in Deutschland nachgewiesenen Insektensterbens dringend geboten. Es gibt zahlreiche Studien, die darauf hinweisen, dass diese Wirkstoffe einen Anteil daran haben.

Da Insekten die Nahrungsgrundlage für Singvögel und deren Jungen sind, fordern wir ein sofortiges Verbot einer Verwendung von schädlichen und giftigen Wirkstoffen in Insektiziden in der Landwirtschaft in jeglicher Form, d.h. Saatgut, Sprühen, Spritzen, etc.

http://www.spektrum.de/kolumne/der-stille-fruehling-wird-erneut-realitaet/1553550

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2014-07/insektizid-neonicotinoide-voegel



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