
Kürzlich habe ich einen Blick in den Planfeststellungsbeschluss vom 25.1.2016 geworfen. Eine Nebenbestimmung (V 1.5) lautet Zum Schutz der Anwohner vor vermeidbaren bauzeitlichen Beeinträchtigungen ist die Gesamtbauzeit auf den erforderlichen Zeitraum zu begrenzen. Die Möglichkeiten zur parallelen Ausführung von Tätigkeiten sind - soweit für die Vorhabenträgerin zumutbar und aus Gründen des Immissionsschutzes zulässig - zu nutzen.
Von parallelen Tätigkeiten ist derzeit nichts zu sehen. Im Bereich des P+R-Parkplatzes finden Leitungsverlegungsarbeiten statt. Es gibt weiterhin keine neuen Ausschreibungen zu Bauleistungen. Auch die Unterlagen zur 3. Planänderung sind noch nicht ausgelegt.
Die Ausführungspläne müssen der Technischen Aufsichtsbehörde zur Prüfung vorgelegt werden; inwieweit das schon geschehen ist, ist unbekannt.
Mittlerweile sind die Fahrpläne für den Schienenersatzverkehr abrufbar. Statt 4 bis 5 Minuten zwischen Gonzenheim und Nieder-Eschbach muss man einschließlich Umsteigen mit 13 bis 14 Minuten rechnen. Und es stellt sich die Frage, ob die Anschlüsse funktionieren werden.
Inzwischen sind erste Maßnahmen an der U-Bahnstation in Gonzenheim erfolgt. Die Prellböcke wurden entfernt (und in Ober-Eschbach wieder installiert?). Angekündigt wird die Verlegung der Bushaltestellen und der Abriss der bisherigen Haltestellen.
Am 15.3. können wir die Stadtverordneten wählen. Bei der Abstimmung über den Baubeginn vor Förderzusage am 25.11.25 haben CDU, SPD und Grüne zugestimmt, FDP, BLB, AfD und Peter Braun nicht: CDU: „Das Risiko, nicht zu bauen, ist größer“ .
Die Liste KEHRTWENDE steht kritisch zum U-Bahn-Bau. Hinweisen möchte ich Sie darauf, dass die Spitzenkandidatin Kirsten Baum bei Rhein-Main-Rechtsaußen, eine Plattform für Recherchen zur extremen Rechten, erwähnt wird. Zu die anderen Kandidaten konnte ich keine Informationen zu ähnlichen Aktivitäten finden.
Die Linke stellt leider kein Wahlprogramm für Bad Homburg zum Download zur Verfügung.