Tierleid stoppen, Verantwortung übernehmen: Forced Swim Test an der JGU Mainz beenden

Das Problem

Forschung soll Wissen schaffen und das Leben verbessern, nicht Leid fördern. 

An der Johannes Gutenberg-Universität wird weiterhin der sogenannte Forced Swim Test durchgeführt. Ein Tierversuch, der international zunehmend als wissenschaftlich fragwürdig, prädiktiv unzuverlässig, ethisch nicht vertretbar sowie methodisch invalide und überholt gilt. Er verursacht erhebliches Leid, ohne verlässliche wissenschaftliche Erkenntnisse zur Behandlung menschlicher Depressionen zu liefern. Trotz wachsender Kritik aus der Wissenschaft und der Tatsache, dass renommierte Pharmaunternehmen diesen Test bereits eingestellt haben, wird der Forced Swim Test an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz weiterhin durchgeführt.

Worum geht es beim Forced Swim Test?

Beim Forced Swim Test, werden Nagetiere in einem mit Wasser gefüllten Behälter ohne Ausgang platziert. In Panik paddeln die Tiere umher und versuchen verzweifelt, an den Seiten hinauszuklettern. Nach einiger Zeit lassen sie sich nur noch treiben – manche „Forschende“ deuten dieses Verhalten als Verzweiflung, vergleichbar mit einer Depression, andere als Überlebensstrategie. Fakt ist: Das Gefühl, beinahe zu ertrinken, hat nichts mit einer Depression zu tun. Deshalb zweifeln inzwischen viele Wissenschaftler:innen den Sinn dieses grausamen Tierversuchs an. Der Versuch kann nicht zuverlässig vorhersagen, ob ein Medikament beim Menschen als Antidepressivum wirksam ist. Bei Stoffen, die beim Menschen keine antidepressive Wirkung zeigen (wie z.B. Koffein), sagt er fälschlicherweise eine antidepressive Wirkung vorher. Umgekehrt zeigt der Test bei Wirkstoffen, die schon als Antidepressivum zugelassen sind, keine Wirksamkeit. Und was noch entscheidender ist: Substanzen, die beim Menschen wirksam sein könnten, werden durch den Test möglicherweise aussortiert. In einer Analyse wurde die Nutzung des Forced Swim Tests von weltweit führenden Pharmaunternehmen untersucht. Von 109 auf diese Weise getesteten Wirkstoffen wurden nur 31 für klinische Studien zugelassen – und lediglich in sieben Fällen stimmte das Testergebnis mit der Wirkung beim Menschen überein. Kein einziges dieser Präparate hat heute eine Zulassung. Mehrere Pharmaunternehmen – darunter Boehringer Ingelheim, Johnson & Johnson und Roche – haben den grausamen Test bereits eingestellt.

Fakt ist: Das Erleben einer akuten, lebensbedrohlichen Stresssituation, dem Gefühl, zu ertrinken, hat nichts mit einer menschlichen Depression zu tun. Genau deshalb wird der Forced Swim Test heute zunehmend kritisch bewertet.

Mehr Infos gibt es hier: https://www.peta.de/aktiv/forced-swim-test/

Unsere Forderungen

Wir sind Studierende der JGU und wenden uns mit dieser Petition an die Universitätsleitung sowie an alle verantwortlichen Gremien, Fachbereiche und  Unterstützer:innen einer ethisch verantwortungsvollen und zeitgemäßen Forschung. 

Universitäten tragen eine besondere Verantwortung. Sie stehen nicht nur für wissenschaftlichen Fortschritt, sondern auch für ethische Reflexion, gesellschaftliche Verantwortung und Innovation.

Wenn führende Pharmaunternehmen aus wissenschaftlichen und ethischen Gründen auf den Forced Swim Test verzichten, stellt sich die Frage, warum er an einer öffentlichen Universität weiterhin eingesetzt wird. Gerade im universitären Kontext sollten tierversuchsfreie oder -reduzierte Methoden gefördert werden, anstatt an einem Verfahren festzuhalten, das international zunehmend abgelehnt wird.

Wir fordern die Johannes Gutenberg-Universität Mainz dazu auf,

  • den Dialog mit Studierenden und Hochschulgruppen zu suchen, statt berechtigte Kritik unbeantwortet zu lassen
  • transparent offenzulegen, in welchen Fachbereichen und Projekten dieser Test eingesetzt wird,
  • konsequent in moderne, tierversuchsfreie Forschungsmethoden zu investieren,
  • den Tierversuch bei unzureichender wissenschaftlicher Validität oder fehlender ethischer Begründung einzustellen.

Jetzt unterschreiben – für Wissenschaft ohne Tierleid
Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen für eine Universität, die wissenschaftlichen Anspruch und Mitgefühl nicht gegeneinander ausspielt.

Vegane Hochschulgruppe
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

**Wichtig: Bitte überprüft euer Postfach und bestätigt die E-Mail, damit eure Unterschrift gültig ist. Danke für eure Unterstützung! 

1.728

Das Problem

Forschung soll Wissen schaffen und das Leben verbessern, nicht Leid fördern. 

An der Johannes Gutenberg-Universität wird weiterhin der sogenannte Forced Swim Test durchgeführt. Ein Tierversuch, der international zunehmend als wissenschaftlich fragwürdig, prädiktiv unzuverlässig, ethisch nicht vertretbar sowie methodisch invalide und überholt gilt. Er verursacht erhebliches Leid, ohne verlässliche wissenschaftliche Erkenntnisse zur Behandlung menschlicher Depressionen zu liefern. Trotz wachsender Kritik aus der Wissenschaft und der Tatsache, dass renommierte Pharmaunternehmen diesen Test bereits eingestellt haben, wird der Forced Swim Test an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz weiterhin durchgeführt.

Worum geht es beim Forced Swim Test?

Beim Forced Swim Test, werden Nagetiere in einem mit Wasser gefüllten Behälter ohne Ausgang platziert. In Panik paddeln die Tiere umher und versuchen verzweifelt, an den Seiten hinauszuklettern. Nach einiger Zeit lassen sie sich nur noch treiben – manche „Forschende“ deuten dieses Verhalten als Verzweiflung, vergleichbar mit einer Depression, andere als Überlebensstrategie. Fakt ist: Das Gefühl, beinahe zu ertrinken, hat nichts mit einer Depression zu tun. Deshalb zweifeln inzwischen viele Wissenschaftler:innen den Sinn dieses grausamen Tierversuchs an. Der Versuch kann nicht zuverlässig vorhersagen, ob ein Medikament beim Menschen als Antidepressivum wirksam ist. Bei Stoffen, die beim Menschen keine antidepressive Wirkung zeigen (wie z.B. Koffein), sagt er fälschlicherweise eine antidepressive Wirkung vorher. Umgekehrt zeigt der Test bei Wirkstoffen, die schon als Antidepressivum zugelassen sind, keine Wirksamkeit. Und was noch entscheidender ist: Substanzen, die beim Menschen wirksam sein könnten, werden durch den Test möglicherweise aussortiert. In einer Analyse wurde die Nutzung des Forced Swim Tests von weltweit führenden Pharmaunternehmen untersucht. Von 109 auf diese Weise getesteten Wirkstoffen wurden nur 31 für klinische Studien zugelassen – und lediglich in sieben Fällen stimmte das Testergebnis mit der Wirkung beim Menschen überein. Kein einziges dieser Präparate hat heute eine Zulassung. Mehrere Pharmaunternehmen – darunter Boehringer Ingelheim, Johnson & Johnson und Roche – haben den grausamen Test bereits eingestellt.

Fakt ist: Das Erleben einer akuten, lebensbedrohlichen Stresssituation, dem Gefühl, zu ertrinken, hat nichts mit einer menschlichen Depression zu tun. Genau deshalb wird der Forced Swim Test heute zunehmend kritisch bewertet.

Mehr Infos gibt es hier: https://www.peta.de/aktiv/forced-swim-test/

Unsere Forderungen

Wir sind Studierende der JGU und wenden uns mit dieser Petition an die Universitätsleitung sowie an alle verantwortlichen Gremien, Fachbereiche und  Unterstützer:innen einer ethisch verantwortungsvollen und zeitgemäßen Forschung. 

Universitäten tragen eine besondere Verantwortung. Sie stehen nicht nur für wissenschaftlichen Fortschritt, sondern auch für ethische Reflexion, gesellschaftliche Verantwortung und Innovation.

Wenn führende Pharmaunternehmen aus wissenschaftlichen und ethischen Gründen auf den Forced Swim Test verzichten, stellt sich die Frage, warum er an einer öffentlichen Universität weiterhin eingesetzt wird. Gerade im universitären Kontext sollten tierversuchsfreie oder -reduzierte Methoden gefördert werden, anstatt an einem Verfahren festzuhalten, das international zunehmend abgelehnt wird.

Wir fordern die Johannes Gutenberg-Universität Mainz dazu auf,

  • den Dialog mit Studierenden und Hochschulgruppen zu suchen, statt berechtigte Kritik unbeantwortet zu lassen
  • transparent offenzulegen, in welchen Fachbereichen und Projekten dieser Test eingesetzt wird,
  • konsequent in moderne, tierversuchsfreie Forschungsmethoden zu investieren,
  • den Tierversuch bei unzureichender wissenschaftlicher Validität oder fehlender ethischer Begründung einzustellen.

Jetzt unterschreiben – für Wissenschaft ohne Tierleid
Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen für eine Universität, die wissenschaftlichen Anspruch und Mitgefühl nicht gegeneinander ausspielt.

Vegane Hochschulgruppe
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

**Wichtig: Bitte überprüft euer Postfach und bestätigt die E-Mail, damit eure Unterschrift gültig ist. Danke für eure Unterstützung! 

Jetzt unterstützen

1.728


Kommentare von Unterstützer*innen

Neuigkeiten zur Petition