

Morgen, am 24. April ist "Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche".
In Deutschland gibt es mehr als 900 Tierversuchslabore. Bundesweit finden zahlreiche Aktionen / ein großer Aktionstag am 25. April statt.
Unter anderem in Göttingen - einer der Hochburgen für Tierversuche in Deutschland.
Tierversuche an Ratten - Affen - Mäusen und, und, und in ganz Deutschland -
In der folgenden Reportage werden Beagle - frei gelassen - zaghaft erkunden sie die Welt nach Qualen im Tierversuchslabor -
"Tierversuche an Hunden: Das Leiden im Labor" (NDR-Reportage 2023)" auf YouTube -
https://youtu.be/TP8wJlGgX3A?is=nTPGMDL3npp2VNdC
Taubenversuche an der UNI Bochum -
"Pressemitteilung
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
24. Juni 2025
Tierversuche an Tauben an der Ruhr-Universität Bochum
Grausame Forschung ohne Nutzen für Patienten
Ihnen werden Löcher in den Schädel gebohrt, Bolzen auf den Kopf fixiert, Elektroden ins Gehirn gesteckt und sie müssen hungern und dursten. Seit fast 30 Jahren werden an der Ruhr-Universität Bochum Tauben in Tierversuchen gequält und getötet – völlig ohne Nutzen für menschliche Patienten. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche verurteilt diese Forschungspraxis aufs Schärfste und fordert ein sofortiges Ende der Versuche.
In der Abteilung Biopsychologie der Fakultät für Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum wird seit Jahren an Tauben geforscht. Die „Datenbank Tierversuche“ von Ärzte gegen Tierversuche listet seit 2002 exemplarisch 16 Studien an Tauben, die dort durchgeführt wurden. In der wissenschaftlichen Literaturdatenbank PubMed finden sich rund 50 Einträge seit dem Jahr 1995.
Die Versuchsabläufe sind erschütternd: Unter Narkose wird den Tieren eine Haltevorrichtung mit Zahnzement auf dem Schädel befestigt. Zudem wird eine Kunststoffmulde modelliert, durch die später Elektroden ins Gehirn eingeführt werden. Während der Versuche wird der Kopf der Taube mit der Haltevorrichtung fixiert. Den Tieren wird beigebracht, auf ein farbiges Lichtsignal mit einer Kieferbewegung zu reagieren, auf eine andere Farbe sollen sie nicht reagieren. Für eine korrekte Reaktion erhält das Tier ein wenig Flüssigkeit. Damit die Tauben das gewünschte Verhalten zeigen, wird Durst als „Trainingsmethode“ eingesetzt, d.h. die Tiere bekommen seit dem Vortag nichts zu trinken. Gleichzeitig werden über in das Gehirn gesteckten Elektroden Nervenaktivitäten gemessen. Am Ende der Versuche werden die Tauben getötet, um die Gehirne zu untersuchen (1).
In einem anderen Versuch werden Tauben durch Hunger dazu gebracht, sich wie gewünscht zu verhalten. Sie erhalten nur so viel Nahrung, dass sie 10 bis 15 % ihres Körpergewichts verlieren. Die gesamte Versuchsreihe läuft über mehrere Wochen. Dabei müssen die Tauben in einer Box sitzend auf Tasten picken. Die Tauben lernen, dass sie durch Picken auf eine bestimmte Farbe bestimmte Dinge beeinflussen können wie der Geschwindigkeit oder die Wahrscheinlichkeit, mit der sie etwas Futter erhalten (2).
Bei einem weiteren Experiment wird der Kopf einer Taube in einen stereotaktischen Rahmen eingespannt. Die Kopfhaut wird aufgeschnitten und der Schädelknochen freigelegt. Es werden Löcher in den Schädel gebohrt und mit einer feinen Glasnadel wird ein Tracer in das Gehirn gespritzt; das ist eine Substanz, die später beim toten Tier im Gewebe angefärbt werden kann. Zwei oder 7 Tage später werden die Tiere getötet, indem eine konservierende Lösung in das Herz gepumpt wird (3).
Ziel der Versuche ist es, herauszufinden welche Hirnareale der Taube an der Unterscheidung von Farben beteiligt sind, ob hungrige Tauben eher auf schnell verfügbare, seltene Belohnung reagieren als auf wahrscheinliche und wie Gehirnhälften bei Konflikten agieren."
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Lustheide 85, 51427 Bergisch Gladbach,
Tel. 02204-99902-0, Fax 02204-99902-99
info@aerzte-gegen-tierversuche.de,
www.aerzte-gegen-tierversuche.de
Ein Umdenken zu Lasten des Tierschutzes in Deutschland - Fehlanzeige -
https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:075ef2c7-f1b2-4f08-b835-52d6536a4a7a
Ein Lichtblick - das EU-Parlament sucht nach anderen Wegen im Umgang mit Stadttauben.