Petition updateTauben untern Rettungsschirm / ins BundestierschutzgesetzBremen ist nun auch mit am Start - Ihr könnt also Bremen - RLP - Schleswig-Holstein unterschreiben -
Cornelia MerkelBaden-Baden, Germany
Nov 16, 2023

https://petition.bremische-buergerschaft.de/index.php?n=petitionmitzeichnen&s=1&c=date_public&d=DESC&b=0&l=10&searchstring=&pID=4775

 

So geht die Bremer-Petition weiter im Text - 

Columba livia forma domestica - ein klangvoller Name für die Stadttaube. Columba livia, die Felsentaube, die in Europa und Afrika heimisch ist, wurde einst zu Haus- und Brieftauben gezüchtet und wurde so zur verwilderten Nachkomme der Haus- und Brieftauben. 

Die Stadttaube kann nicht verbergen, woher ihre Wurzeln sind. Genetisch längst nachgewiesen - 

Felsentauben bauen nicht wirklich ein Nest. Sie 'kleben' ihre Eier förmlich an den Felsen - brüten zwei Wochen und nach weiteren zwei Wochen ist der Nachwuchs flügge... 

Stadttauben 'kleben' ihre Eier gerne an Hauswände, Simse, etc... egal wie viele Spikes, Drähte, Vergraemungs-Maßnahmen der Mensch da anbringen mag - auch wenn das das Todesurteil für Tauben-Eltern und Tauben-Küken bedeuten kann...

Zwei Bruten pro Jahr reichen in der 'freien' Natur aus, um die Art zu erhalten. Da der Mensch aber an Fleisch und Eiern der Tauben interessiert war und ist, züchtete er die schlauen Vögel zu bis zu sieben Bruten im Jahr. Daher der Brut-Zwang.

Deshalb gibt es nun so viele Tauben.

Laut NABU sind es in Deutschland 190.000 bis 310.000 Brutpaare. 

Dass die Felsentauben eine Fähigkeit besitzen wie kein anderes Tier - auch der Mensch nicht - nämlich wieder nach Hause zu finden - fast egal - wo man sie auf-lässt ... auch das wird vielen Tauben zum Verhängnis ...

Der Mensch nutzt die Liebe der Tauben für 'seinen' Sport. 

Taube und Tauber dürfen zwei/drei Tage eng beisammen sein, dann wird der Tauber raus gezogen und in einer Transport-Box Hunderte Kilometer weit weggebracht. Kaum kann er wieder raus, will er nur noch zurück zu seiner Liebsten, zu der er mittels einer Art Duft-Karte in seinem Schnabel, auch mit Glück zurück findet.

Nicht alle schaffen das. 

Laut 'Menschen für Tierrechte' gehen Schätzungen davon aus, "dass 50 Prozent, in Einzelfällen bis zu 90 Prozent, die Rückkehr nicht schaffen."

Viele bleiben auf der Stecke, landen irgendwo - die Taube wartet vergeblich auf die Rückkehr ihres 'Liebsten', der mit etwas Glück irgendwo anders Anschluss findet ... 

Stadttauben sind sehr sozial ... Auch Hochzeitstauben gesellen sich hin und wieder dazu. 

Allen gemein - sie suchen die Nähe des Menschen - 

Das Leid der Stadttauben ist in zweifacher Hinsicht Mensch-gemacht.

Ist der Mensch da nicht in der Pflicht -

Der Mensch nennt Stadttauben "Ratten der Lüfte".

Hartnäckig hält sich das Vorurteil, Stadttauben würden Krankheiten übertragen. Dabei ist längst bekannt, dass die meisten Krankheitserreger bei Tauben Wirt-spezifisch sind und somit von ihnen keine Gefährdung für Menschen ausgeht - 

Wir - Bund, Länder, Städte und Gemeinden - müssen uns um Stadttauben kümmern. 

Auch das Land Bremen.

Die einen lieben Tauben - andere 'hassen' sie, quälen sie, töten sie auf brutalste Weise -

Wie kann das sein - 

Stadttauben sind gesetzlich geschützt.

Das Tierschutzgesetz ist ein Bundesgesetz - Es gilt in ganz Deutschland. 

Statt diese sensiblen, intelligenten Vögel zu bekämpfen - zu vergiften - abzuschießen - mit Raubvögeln bis zur Erschöpfung zu jagen - kann man eine Lösung suchen, wie Mensch und Taube zusammen leben können -

Und das Tolle -

Die Lösung ist längst gefunden. 

In Augsburg wird seit 2017 das erste Stadttauben-Konzept, das einen gesunden, Stadt-verträglichen Tauben-Bestand zum Ziel hat, von Tierschutz-verein Augsburg und Umgebung e.V. betreut - 

Es funktioniert.

Inzwischen gibt es Stadttauben-Projekte auch in Bremen und Tierschutz in Bremerhaven ... 

Da kann man sich nahezu alle Vergraemungs-Massnahmen sparen, hätte viel Geld, das man Sinn-voll in den echten 'Tauben-Schutz' investieren könnte -

Tauben sind keine Plage.

Tauben sind keine Schädlinge.

Fütterungsverbote sind rechtswidrig und zugleich ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz - Das hat ein Gutachten ergeben, das Dr. Kathrin Herrmann, Tierschutz-Beauftragte des Landes Berlin, 2021 in Auftrag gegeben hatte - 

Leben retten, statt Tauben-Leben töten. Kommunen haben Fürsorgepflicht. Stadttauben sind ehemalige Haustiere - ebenso wie deren Nachkommen... Die ursprünglichen Halter der Stadttauben sind nicht ermittelbar - Halter-Pflichten müssen deshalb von Kommunen übernommen werden - Das Gegenteil ist der Fall.

Taubenhäuser, in denen die geselligen Vögel zusammen sitzen können, würde viel Leid verhindern, die Population auf sanfte Weise reduzieren, verhindern, dass hungernde Tauben Ungesundes fressen. 

Artgerechtes Futter führt zu festem Tauben-Kot, der anders als dünnflüssiger Kot keine Gebäude schädigt. 

"Wissen schützt Tiere" - so das Credo der ersten Bundestierschutzbeauftragten Dr. Ariane Kari. 

Tierliebende Bürgerinnen und Bürger können das wild füttern sein lassen, wenn sie sehen, das Land Bremen kümmert sich gemeinsam um die Stadttauben. 

Dr. Christian Arleth, juristischer Referent von Dr. Kathrin Herrmann, Tierschutz-Beauftragte von Berlin, sagt: "Deutsche Kommunen stehen sowohl Tierschutz-rechtlich als auch nach dem Fundrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs

 in der Pflicht." - National Geographic, 02.2022 -

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