#gegenMikroplastik/Arzneimittel! 4. Reinigungsstufe verbindlich für alle Kläranlagen

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Mikroplastik, das sind kleinste Kunststoffteilchen, kleiner als 5 Millimeter.

In dem derzeitigen Trubel um den Plastikmüll, der täglich an den Meeresstränden angespült wird, werden die kleinsten Teile, nämlich das Mikroplastik, meist übersehen und genau das ist das Gefährliche: Die kleinsten Teilchen schaffen es durch jedes Waschbecken und jede Kläranlage und gelangen dadurch in Flüsse und Meere. Mikroplastik sind nicht nur Kunststoffverpackungen, die langsam durch Wind und Wetter zerfallen, sie werden auch in vielen Reinigungs- und Kosmetikprodukten eingesetzt. Desweiteren sind sie in unserer Kleidung als Microfaser bzw. Polyester zu finden und gelangen durch jeden Waschgang in die Kläranlagen. 25 % des Plastiks in unseren Ozeanen stammt aus Kläranlagen. Sobald sie einmal in unserer Umwelt sind, sind sie kaum wieder entfernbar: Eine riesen Gefahr, besonders für unsere Tierwelt. 

Fische, Muscheln und andere Fluss- und Meeresbewohner nehmen dieses Mikroschadstoffe durch ihre Nahrung auf und sterben letztendlich daran. 

Neben dem Mikroplastik geht eine weitere Gefahr von Arzneimittelrückständen (Antibiotika, Hormone ...) und Chemikalien  für Fische und Flussbewohner aus. Diese können zum Großteil durch eine 4. Reinigungsstufe entfernt werden.

Laut Wasserrahmenrichtlinie der EU ist das Grundwasser zu schützen. Dies hat dazu geführt, dass gereinigtes Abwasser nur noch in Oberflächengewässer geleitet werden darf. Derzeit wird unser Abwasser allerdings nicht mit Hinsicht auf Arzneimittelrückstände und Mikroplastik gereinigt. Dabei ist eine gründliche Abwasserreinigung, einschließlich Arzneimittelrückständen und Mikroplastik , mittlerweile möglich! 

Ich fordere daher den Umweltminister von Baden-Württemberg Franz Untersteller, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze, sowie das Europäische Parlament auf, eine verbindliche 4. Reinigungsstufe für alle Kläranlagen einzuführen. Diese beinhaltet eine zusätzliche Entfernung von Arzneimittelrückständen und Mikroplastik !

Ich heiße Christina und wohne mit meiner Familie an der Blau, ein Mittelgebirgsfluss in Süddeutschland. Seit ungefähr 8 Jahren ist hier ein signifikantes Artensterben zu beobachten. Wasservögel, Insekten sowie Fische gehen zugrunde oder verschwinden. Dabei gehen wir von multiplen (mehrfachen) Ursachen aus. Wie das unzureichend gereinigte Abwasser, die Klimaerwärmung und damit häufige Niedrigwasserstände sowie das Insektensterben.

Der Fluss Aach der in die Blau mündet ist 10 km lang und hat eine Quellschüttung  bei Niedrigwasser von 110 l pro Sekunde. Im Jahr 2010 wurde an diesen kleinen Fluss eine weitere Kläranlage angeschlossen. Das heißt, Abwasser von ca. 10.000 Einwohnern fließt in diesen Fluss. So "entsorgen" die beiden Flüsse Aach und Blau das gereinigte Abwasser von ca. 22.000 Einwohnern aus 3 Kläranlagen (Gemeinden Heroldstatt, Schelklingen, Blaubeuren).

Obwohl bis zum Jahr 2027, also in 8 Jahren, alle Flüsse in Europa in einem guten oder sehr guten ökologischen Zustand sein sollen, (laut Wasserrahmenrichtlinie der EU), verschlechtert sich die Situation derzeit. Der Lebensraum für Fische, Wasservögel und Insekten ist bedroht. Die Zahl der Fischarten Elritzen und Groppen im Fluss Blau ist seit 2012 um 80 % zusammengebrochen!

Es wäre möglich, das zu ändern! Jeder sollte sein Verhalten überdenken, hinsichtlich Einkauf von Kosmetik und Kleidung. Damit auch nachfolgende Generationen noch Fische in freier Natur beobachten können. Stoppt das Artensterben jetzt!

Bitte unterschreibt und teilt diese Petition. 


Vielen Dank,

Christina Bosch

Weitere Infos unter: blau-aach.de

Dort finden Sie:

Tipps zum Einkauf von mikroplastikfreien Produkten (Liste und App)

Alles über die 4. Reinigungstufe

Petition die sich stark macht, Mikroplastik zu verbieten

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