
Ulrich SchaafSeeg, Alemanha

12 de ago. de 2017
Kollegen, die ich sehr schätze, befürchten eine Aushöhlung des Finanzierungsinstruments EEG-Umlage für neue Anlagen für regenerativen Strom. So schreibt mir Dr. Herbert Barthel, Referent für Klima und Naturschutz beim Bund Naturschutz, dass er die regionale Energiewende befürwortet, gibt aber zu bedenken: ". . . Dieses Ziel erfordert Wege, den Neubau / die Ertüchtigung von EE-Anlagen zu refinanzieren. Im aktuellen Markt der Börse gelingt dies nicht. Daher ist bis heute das EEG erforderlich – zur Absicherung der Refinanzierung. EEG, und damit Kosten der EEG-Umlage, ist also nichts Bedrohliches, sondern sinnvoll und Hoffnung. . . "
Das Argument leuchtet ein: Derzeit geht es nicht ohne die Subventionen durch das EEG. Trotzdem sollte ein Paradigmenwechsel gewagt werden: Den privilegierten Stromverbrauch zurückfahren zugunsten des umlagebefreiten Regionalstroms. Ein Effekt dieser Regelung wäre sicher auch: Die Großverbraucher müssten sich um nahegelegene Stromversorgung kümmern.
Die beigefügte Grafik des bee (Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.) zeigt die Struktur der EEG-Umlagebefreiung.
Im übrigen schlage ich auch vor, die Strombürokratie (Stichwort 'Bilanzkreise') für regionalen Strom nicht anzuwenden. Besser sind regionale Handelssysteme, die außerhalb der Leipziger Strombörse arbeiten und direkt auf das regionale Stromgleichgewicht reagieren können.
Damit würden sich auch regionale Projekte wieder lohnen und der Energiewende Schwung verleihen!
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