Petition updateStraffreiheit für Seenotrettung!Heute vor 2 Jahren wurde die IUVENTA beschlagnahmt - Seenotrettung wird weiterhin kriminalisiert!
Lea & Iuventa10Germany
Aug 2, 2019

Liebe UnterstützerInnen! 

Mein Name ist Lea, ich bin Krankenpflegerin und war mehrmals Teil des Medic Teams an Bord der IUVENTA. Insgesamt haben unsere Crews mehr als 14.000 Leben auf See gerettet. Jetzt können wir nicht mehr helfen. Genau heute vor zwei Jahren wurde unser Schiff von italienischen Behörden beschlagnahmt. Der Vorwurf: Illegaler Waffenbesitz, Zusammenarbeit mit dem organisierten Verbrechen, Beihilfe zur illegalen Einwanderung. Waffen? An Bord eines Rettungsschiffes? Es ist absurd. Obwohl es bis heute keine Beweise gibt, liegt die IUVENTA immer noch im Hafen fest.

Der 2. August ist für uns ein besonderer Tag. Deshalb hat mir heute Hannes Seidel die Petition übergeben, in Zukunft werde ich Euch über den Fall der iuventa10 und das Thema “Straffreiheit für Seenotrettung” informieren.

Der 2. August 2017 war auch ein besonderer Tag für Europa. Zum ersten Mal wurde ein ziviles Seenotrettungsschiff beschlagnahmt. Pia hat mir erzählt, dass sie schockiert waren, als sie an Bord realisierten, was gerade passiert. Aber überrascht habe es sie nicht. Wir wussten zwar nicht, dass wir von verdeckten Ermittlern überwacht wurden und unsere Gespräche abgehört wurden. Aber es war seit Monaten klar, dass wir im Zentrum einer politischen Hetzkampagne stehen, die sich eigentlich gegen Flüchtende und Migrant*innen richtet. 

Dass unser Schiff vergeblich nach Beweisen einer Zusammenarbeit mit Schmugglern durchsucht wurde, Kapitänin Pia stundenlang verhört wurde und das Schiff schließlich festgesetzt wurde, hat uns nur gezeigt, wie wichtig unser Kampf für Solidarität in einem Europa ist, in dem wir unsere Werte wieder gegen faschistische Politik verteidigen müssen.

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Wir geben nicht auf! Gegen einige Seenotretterinnen laufen in Italien Ermittlungen, aber gemeint sind wir alle. Gerade war ich mit den iuventa10 in Portugal, wo unser Crewmitglied Miguel wohnt. Wir haben noch einmal auf die letzten Monate zurückgeblickt. Es ist unglaublich, wie bunt die Solidarität der Zivilgesellschaft von Lissabon über Sevilla bis nach Hamburg war: Kunstauktionen, Fußballvereine, Soli-Konzerte, Group-Hug-Events, Demonstrationen... Auch diese Petition hat der Crew Mut für das anstehende Gerichtsverfahren gegeben. Vielen Dank! Wir zählen auch in Zukunft auf Euch!

Eure Lea

Foto: Portugal

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