Stoppt Unterhaltungssexismus und sexualisierte Gewalt im Reality-TV!


Stoppt Unterhaltungssexismus und sexualisierte Gewalt im Reality-TV!
Das Problem
Moderator*innen, die andere Frauen abwerten; Teilnehmer*innen, die übergriffig werden; Frauen, die als Sexualobjekte dargestellt werden; Moderator*innen, die männliche Teilnehmer sexualisieren; Teilnehmer, die Frauen "einfach wegflanken und dann liegen lassen" (Roman Gross, Ex on the Beach 2023) oder "dann ihre beste Freundin vor ihr bumsen." (Xander, Make Love Fake Love 2024), Moderatoren, die Teilnehmerinnen fragen, ob sie sich "durchnudeln lassen" (Dieter Bohlen, Deutschland sucht den Superstar, 2023).
Aleks Petrović und Marwin Klute, die auf einem Partyboot bei Temptation Island VIP 2025 die Grenzen der anwesenden Frauen überschreiten, als sie verlangen, dass diese vor ihnen knien und sich Champagner mit Korpulationsbewegungen auf die Brüste spritzen lassen.
Und Aleks Petrović sie bespuckt, als sie sich weigern – und ihre Kritik abtut mit "Das ist euer Job!".
All das flackert täglich über die Bildschirme. Auch noch im Jahr 2025.
WARUM IST DAS WICHTIG?
Wir sind besorgt und erschüttert über die Darstellung und Duldung von sexualisierter Gewalt und Unterhaltungssexismus in Reality-TV-Shows, wie auch die SWR-Doku „Sex, Alkohol, Manipulation? Reality-TV-Stars packen aus“ vom April 2024 eindrücklich gezeigt hat. Diese Form der Unterhaltung hat in den letzten Jahren zunehmend ein breites Publikum erreicht, doch leider wird dabei oft weiterhin auf die Darstellung von sexistischen Inhalten, Abwertung, Machtdemonstrationen, Stereotypen und misogynen Einstellungen zurückgegriffen.
Diese Entwicklung sehen wir mit großer Besorgnis, da sie erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesellschaft, insbesondere auf junge und beeinflussbare Zuschauer*innen, haben kann, wie auch die Studie der MaLisa Stiftung und UFA GmbH „Geschlechtsspezifische Gewalt im Deutschen TV“ im November 2021 bereits zeigte.
Reality-TV-Shows sind fester Bestandteil der Medienlandschaft. Dennoch müssen wir uns der Verantwortung bewusst sein, die mit der Produktion und Ausstrahlung solcher Formate einhergeht. Sexualisierte Gewalt und sexistische Inhalte dürfen nicht als Unterhaltung betrachtet werden. Durch die Unterstützung dieser Petition tragen wir alle dazu bei, die Medienlandschaft sicherer und respektvoller zu gestalten.
WAS WIR FORDERN:
- Verbot der Darstellung sexualisierter Gewalt: Wir fordern die Rundfunkanstalten und Produktionsfirmen auf, die Darstellung von jeglicher Form sexualisierter Gewalt (verbal, körperlich, inhaltlich, exhibitionistisch, voyeuristisch, strukturell) in Reality-TV-Shows zu vermeiden oder sogar zu verbieten. Dies umfasst körperliche Übergriffe, verbale Belästigung sowie jegliche Form von nicht einvernehmlichen sexuellen Handlungen.
- Schutz vor Sexismus und Diskriminierung: Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass sexistische Inhalte, abwertende Kommentare und Handlungen gegenüber Teilnehmenden jeden Geschlechts und jeder sexuellen Orientierung nicht toleriert werden.
- Vermeidung von Machtdemonstrationen und Stereotypen: Reality-TV-Shows sollen keine Plattform für Machtdemonstrationen und die Verbreitung schädlicher Geschlechterstereotypen sowie der Objektifizierung und Degradierung von Menschen als verfügbare Sexualobjekte bieten. Stattdessen sollten sie Inhalte fördern, die Gleichberechtigung und Respekt zwischen den Gendern unterstützen.
- Förderung positiver und respektvoller Darstellungen: Produktionsfirmen und Sender sollten ermutigt werden, Formate zu entwickeln, die positive und respektvolle zwischenmenschliche Beziehungen zeigen und die Vielfalt und Gleichwertigkeit aller Menschen betonen.
- Transparente Bewertungssysteme: Wir fordern die Einführung transparenter Bewertungssysteme, die die Inhalte von Fernsehsendungen hinsichtlich sexualisierter Gewalt, Sexismus und diskriminierender Darstellungen kennzeichnen. Zuschauer*innen sollen vor dem Konsum solcher Sendungen gewarnt werden und die Möglichkeit haben, informierte Entscheidungen zu treffen.
- Gesetzliche Maßnahmen zur Regulierung: Wir fordern die gesetzgebenden Organe auf, klare gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Darstellung von sexualisierter Gewalt und Unterhaltungssexismus in Reality-TV-Shows regulieren. Dazu gehören:
-
- Verpflichtende Altersfreigaben und Warnhinweise: Einführung verbindlicher Altersfreigaben und Warnhinweise für Sendungen, die sexualisierte Gewalt oder sexistische Inhalte enthalten.
- Strenge Sanktionen: Einführung strenger Sanktionen für Sender, Rundfunkanstalten und Produktionsfirmen, die gegen die festgelegten Richtlinien verstoßen.
- Schutzmechanismen für Teilnehmer*innen: Gesetzliche Vorgaben, die sicherstellen, dass die Rechte und das Wohl der Teilnehmer*innen geschützt werden, einschließlich der Verpflichtung zur Bereitstellung geschulter psychologischer Unterstützung.
- Schutz der Teilnehmer*innen gemäß AGG und Arbeitsrecht: Wir fordern, dass die Teilnehmer*innen von Reality-TV-Shows umfassend durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und das Arbeitsrecht geschützt werden. Dazu gehört:
- Antidiskriminierungsmaßnahmen: Sicherstellung, dass Teilnehmer*innen nicht aufgrund von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität benachteiligt oder diskriminiert werden.
- Arbeitsrechtlicher Schutz: Gewährleistung, dass Teilnehmerinnen als Arbeitnehmerinnen anerkannt werden und somit unter den Schutz des Arbeitsrechts fallen, einschließlich angemessener Arbeitszeiten, Ruhepausen und Entlohnung.
- Psychologische Betreuung: Verpflichtung der Produktionsfirmen zur Bereitstellung von kompetenter psychologischer Betreuung und Unterstützung während und nach der Teilnahme, um langfristige negative Auswirkungen zu vermeiden.
WARUM WIR DAS FORDERN:
Die Gefahren von Sexismus, Abwertung, Machtdemonstrationen, Stereotypen und misogynen Einstellungen in Reality-TV-Shows sind enorm – für alle Beteiligten und die Zuschauenden:
- Sexismus und Abwertung: Sexistische Darstellungen und abwertende Kommentare verstärken gesellschaftliche Ungleichheiten und tragen zur Normalisierung von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und andere marginalisierte Gruppen bei.
- Machtdemonstrationen: Die Darstellung von Machtdemonstrationen kann Machtungleichgewichte zementieren und das Verhalten der Zuschauer*innen in ihrem eigenen sozialen Umfeld negativ beeinflussen.
- Stereotypen: Die Verbreitung von Geschlechterstereotypen schränkt die individuellen Entfaltungsmöglichkeiten ein und perpetuiert veraltete und schädliche Rollenbilder.
- Misogyne Einstellungen: Misogyne Darstellungen tragen zur Aufrechterhaltung von Frauen*feindlichkeit bei und können zu realen Gewalthandlungen gegen Frauen* führen.
- Toxische Männlichkeit: Männer* werden oft auf toxische Männlichkeitsideale reduziert, die Gewalt, emotionale Härte und Machtdemonstrationen fördern. Dies kann zu schädlichen Verhaltensweisen und einem verzerrten Selbstbild führen.
- LGBTQIA+ Community: Stereotype Darstellungen und fehlende Repräsentation verstärken Vorurteile und Diskriminierung. Menschen aus dieser Community werden oft marginalisiert oder auf klischeehafte Rollen reduziert, was zu einer weiteren Stigmatisierung und Isolation führen kann.
- Unterhaltungssexismus: Unterhaltungssexismus bezieht sich auf die Belustigung auf Basis veralteter Rollenbilder. Diese überholten Klischees sind jedoch immer noch weit verbreitet in Fernsehsendungen, Comedy-Programmen und anderen Medienformaten. Reality-Shows nutzen nicht nur gerne Rollenbilder und Klischees, sie (re)produzieren diese kontinuierlich.
Wir sind der Meinung, dass Medien eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen und daher eine besondere Verantwortung tragen. - Nachahmungseffekte: Junge Zuschauer*innen, die diese Inhalte konsumieren, können dazu neigen, das Gesehene nachzuahmen, was zu einem Anstieg von Gewalt und Diskriminierung in der realen Welt führen kann. Die permanente Sexualisierung und Objektifizierung von Menschen in diesen Formaten setzt gefährliche Standards und Erwartungen. Und begünstigt Grenzverletzungen.
Unterstützt unsere Petition und setzt ein weiteres Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und Unterhaltungssexismus in Reality-TV-Shows!
WER WIR SIND
Wir sind Verena und Sebastian und haben 2021 die Initiative "act & protect®" gegründet. Unser Ziel ist es, die verschiedenen Aspekte und Gefahren sexualisierter Gewalt in unserer Gesellschaft sichtbar zu machen, darüber aufzuklären und Weiterbildungsangebote zu schaffen. Unser besonderes Augenmerk liegt dabei auf sexualisierter Gewalt Medien, Marketing und Business.
Verena hat viele Jahre in den Fashion und Musik-Branchen gearbeitet und verfügt über umfassende Kenntnisse darüber, wie Medienkampagnen sicher und respektvoll gestaltet werden können.
Wir sind daher umso alarmierter, wenn wir Reality-TV-Shows sehen, die sexualisierte Gewalt, sexistische Inhalte und schädliche Stereotype fördern. Diese Darstellungen verstärken gesellschaftliche Ungleichheiten und normalisieren diskriminierendes Verhalten.
Als Eltern sind wir besonders sensibilisiert für die Auswirkungen dieser Darstellungen auf junge und beeinflussbare Zuschauer*innen. Wir sind besorgt über die Normalisierung von Gewalt und Sexismus, die durch solche Formate perpetuiert wird.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Rechte und das Wohl der Teilnehmer*innen in Reality-TV-Shows geschützt werden. Wir fordern eine respektvolle und verantwortungsbewusste Darstellung in den Medien, die auf die Förderung von Gleichberechtigung und Respekt abzielt.
OFFIZIELLE UNTERSTÜTZENDE DER PETITION
Bündnis Gemeinsam Für Demokratie
AN WEN WIR UNSERE FORDERUNG RICHTEN
Wir fordern weitere gesetzliche Regelungen und umfassende Schutzkonzepte für Reality TV von
Bundeminister*innen
- Claudia Roth, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
- Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
- Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales
- Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung
- Dr. Marco Buschmann, Bundesminister der Justiz
Geschäftsführung von RTL Deutschland
- Stephan Schmitter (CEO)
- Matthias Dang (Chief Commercial, Technology and Data Officer)
- Andreas Fischer (Chief Operating Officer)
- Ingrid Heisserer (Chief Financial Officer & Chief Human Resources Officer)
Geschäftsführung RTL2
- Andreas Bartl (Geschäftsführer RTLZWEI und EL CARTEL)
- Nicole Glatzmaier (CFO/COO)
- Stephan Karrer (Geschäftsführer EL CARTEL)
- Johannes Ehrler (Chief Chief Strategy & Data Officer)
- Julian Krietsch (Channel Strategy & Content Distribution)
Geschäftsführung ProSiebenSat.1Media SE
- Bert Habets (Vorstandsvorsitzender Group CEO)
- Martin Mildner (Vorstandsmitglied & Finanzvorstand Group CFO)
- Markus Breitenecker (Vorstandsmitglied & Chief Operating Officer COO)
Geschäftsführung Seven.One Entertainment Group GmbH
- Bert Habets (Vorsitz)
- Markus Breitenecker (COO)
- Stefan Endriß (CFO)
- Henrik Pabst (CCO)
Geschäftsführung Joyn:
- Katharina Frömsdorf (Vorsitzende)
- Nicole Agudo Berbel
- Benjamin Risom
Geschäftsführung Netflix Deutschland:
- Emily Catlin (Geschäftsführerin)
- Katja Hofem (VP Content DACH)
- Wiebke Schodder (Director Non-Fiction DACH)
Geschäftsführung Amazon Digital Germany GmbH
- Dr. Christoph Schneider
- Michael Hoeweler
Geschäftsführung Paramount Home Entertainment (Germany) GmbH
- Vincent de la Tour (Country Manager DACH)
- Johnny Kanhai
Produktionsfirmen
- Studio Berlin GmbH
- Constantin Entertainment GmbH
- ITV Studios Germany GmbH
- filmpool entertainment GmbH
- UFA SHOW & FACTUAL GmbH
- TRESOR TV PRODUKTIONS GMBH
- Banijay Productions Germany GmbH
Diese Petition liegt unter der ID 167903 auch dem Deutschen Bundestag vor.
Bild: rtl.de (bearbeitet durch act & protect®)
Mehr Infos: https://actandprotect.de

24.504
Das Problem
Moderator*innen, die andere Frauen abwerten; Teilnehmer*innen, die übergriffig werden; Frauen, die als Sexualobjekte dargestellt werden; Moderator*innen, die männliche Teilnehmer sexualisieren; Teilnehmer, die Frauen "einfach wegflanken und dann liegen lassen" (Roman Gross, Ex on the Beach 2023) oder "dann ihre beste Freundin vor ihr bumsen." (Xander, Make Love Fake Love 2024), Moderatoren, die Teilnehmerinnen fragen, ob sie sich "durchnudeln lassen" (Dieter Bohlen, Deutschland sucht den Superstar, 2023).
Aleks Petrović und Marwin Klute, die auf einem Partyboot bei Temptation Island VIP 2025 die Grenzen der anwesenden Frauen überschreiten, als sie verlangen, dass diese vor ihnen knien und sich Champagner mit Korpulationsbewegungen auf die Brüste spritzen lassen.
Und Aleks Petrović sie bespuckt, als sie sich weigern – und ihre Kritik abtut mit "Das ist euer Job!".
All das flackert täglich über die Bildschirme. Auch noch im Jahr 2025.
WARUM IST DAS WICHTIG?
Wir sind besorgt und erschüttert über die Darstellung und Duldung von sexualisierter Gewalt und Unterhaltungssexismus in Reality-TV-Shows, wie auch die SWR-Doku „Sex, Alkohol, Manipulation? Reality-TV-Stars packen aus“ vom April 2024 eindrücklich gezeigt hat. Diese Form der Unterhaltung hat in den letzten Jahren zunehmend ein breites Publikum erreicht, doch leider wird dabei oft weiterhin auf die Darstellung von sexistischen Inhalten, Abwertung, Machtdemonstrationen, Stereotypen und misogynen Einstellungen zurückgegriffen.
Diese Entwicklung sehen wir mit großer Besorgnis, da sie erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesellschaft, insbesondere auf junge und beeinflussbare Zuschauer*innen, haben kann, wie auch die Studie der MaLisa Stiftung und UFA GmbH „Geschlechtsspezifische Gewalt im Deutschen TV“ im November 2021 bereits zeigte.
Reality-TV-Shows sind fester Bestandteil der Medienlandschaft. Dennoch müssen wir uns der Verantwortung bewusst sein, die mit der Produktion und Ausstrahlung solcher Formate einhergeht. Sexualisierte Gewalt und sexistische Inhalte dürfen nicht als Unterhaltung betrachtet werden. Durch die Unterstützung dieser Petition tragen wir alle dazu bei, die Medienlandschaft sicherer und respektvoller zu gestalten.
WAS WIR FORDERN:
- Verbot der Darstellung sexualisierter Gewalt: Wir fordern die Rundfunkanstalten und Produktionsfirmen auf, die Darstellung von jeglicher Form sexualisierter Gewalt (verbal, körperlich, inhaltlich, exhibitionistisch, voyeuristisch, strukturell) in Reality-TV-Shows zu vermeiden oder sogar zu verbieten. Dies umfasst körperliche Übergriffe, verbale Belästigung sowie jegliche Form von nicht einvernehmlichen sexuellen Handlungen.
- Schutz vor Sexismus und Diskriminierung: Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass sexistische Inhalte, abwertende Kommentare und Handlungen gegenüber Teilnehmenden jeden Geschlechts und jeder sexuellen Orientierung nicht toleriert werden.
- Vermeidung von Machtdemonstrationen und Stereotypen: Reality-TV-Shows sollen keine Plattform für Machtdemonstrationen und die Verbreitung schädlicher Geschlechterstereotypen sowie der Objektifizierung und Degradierung von Menschen als verfügbare Sexualobjekte bieten. Stattdessen sollten sie Inhalte fördern, die Gleichberechtigung und Respekt zwischen den Gendern unterstützen.
- Förderung positiver und respektvoller Darstellungen: Produktionsfirmen und Sender sollten ermutigt werden, Formate zu entwickeln, die positive und respektvolle zwischenmenschliche Beziehungen zeigen und die Vielfalt und Gleichwertigkeit aller Menschen betonen.
- Transparente Bewertungssysteme: Wir fordern die Einführung transparenter Bewertungssysteme, die die Inhalte von Fernsehsendungen hinsichtlich sexualisierter Gewalt, Sexismus und diskriminierender Darstellungen kennzeichnen. Zuschauer*innen sollen vor dem Konsum solcher Sendungen gewarnt werden und die Möglichkeit haben, informierte Entscheidungen zu treffen.
- Gesetzliche Maßnahmen zur Regulierung: Wir fordern die gesetzgebenden Organe auf, klare gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Darstellung von sexualisierter Gewalt und Unterhaltungssexismus in Reality-TV-Shows regulieren. Dazu gehören:
-
- Verpflichtende Altersfreigaben und Warnhinweise: Einführung verbindlicher Altersfreigaben und Warnhinweise für Sendungen, die sexualisierte Gewalt oder sexistische Inhalte enthalten.
- Strenge Sanktionen: Einführung strenger Sanktionen für Sender, Rundfunkanstalten und Produktionsfirmen, die gegen die festgelegten Richtlinien verstoßen.
- Schutzmechanismen für Teilnehmer*innen: Gesetzliche Vorgaben, die sicherstellen, dass die Rechte und das Wohl der Teilnehmer*innen geschützt werden, einschließlich der Verpflichtung zur Bereitstellung geschulter psychologischer Unterstützung.
- Schutz der Teilnehmer*innen gemäß AGG und Arbeitsrecht: Wir fordern, dass die Teilnehmer*innen von Reality-TV-Shows umfassend durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und das Arbeitsrecht geschützt werden. Dazu gehört:
- Antidiskriminierungsmaßnahmen: Sicherstellung, dass Teilnehmer*innen nicht aufgrund von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität benachteiligt oder diskriminiert werden.
- Arbeitsrechtlicher Schutz: Gewährleistung, dass Teilnehmerinnen als Arbeitnehmerinnen anerkannt werden und somit unter den Schutz des Arbeitsrechts fallen, einschließlich angemessener Arbeitszeiten, Ruhepausen und Entlohnung.
- Psychologische Betreuung: Verpflichtung der Produktionsfirmen zur Bereitstellung von kompetenter psychologischer Betreuung und Unterstützung während und nach der Teilnahme, um langfristige negative Auswirkungen zu vermeiden.
WARUM WIR DAS FORDERN:
Die Gefahren von Sexismus, Abwertung, Machtdemonstrationen, Stereotypen und misogynen Einstellungen in Reality-TV-Shows sind enorm – für alle Beteiligten und die Zuschauenden:
- Sexismus und Abwertung: Sexistische Darstellungen und abwertende Kommentare verstärken gesellschaftliche Ungleichheiten und tragen zur Normalisierung von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und andere marginalisierte Gruppen bei.
- Machtdemonstrationen: Die Darstellung von Machtdemonstrationen kann Machtungleichgewichte zementieren und das Verhalten der Zuschauer*innen in ihrem eigenen sozialen Umfeld negativ beeinflussen.
- Stereotypen: Die Verbreitung von Geschlechterstereotypen schränkt die individuellen Entfaltungsmöglichkeiten ein und perpetuiert veraltete und schädliche Rollenbilder.
- Misogyne Einstellungen: Misogyne Darstellungen tragen zur Aufrechterhaltung von Frauen*feindlichkeit bei und können zu realen Gewalthandlungen gegen Frauen* führen.
- Toxische Männlichkeit: Männer* werden oft auf toxische Männlichkeitsideale reduziert, die Gewalt, emotionale Härte und Machtdemonstrationen fördern. Dies kann zu schädlichen Verhaltensweisen und einem verzerrten Selbstbild führen.
- LGBTQIA+ Community: Stereotype Darstellungen und fehlende Repräsentation verstärken Vorurteile und Diskriminierung. Menschen aus dieser Community werden oft marginalisiert oder auf klischeehafte Rollen reduziert, was zu einer weiteren Stigmatisierung und Isolation führen kann.
- Unterhaltungssexismus: Unterhaltungssexismus bezieht sich auf die Belustigung auf Basis veralteter Rollenbilder. Diese überholten Klischees sind jedoch immer noch weit verbreitet in Fernsehsendungen, Comedy-Programmen und anderen Medienformaten. Reality-Shows nutzen nicht nur gerne Rollenbilder und Klischees, sie (re)produzieren diese kontinuierlich.
Wir sind der Meinung, dass Medien eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen und daher eine besondere Verantwortung tragen. - Nachahmungseffekte: Junge Zuschauer*innen, die diese Inhalte konsumieren, können dazu neigen, das Gesehene nachzuahmen, was zu einem Anstieg von Gewalt und Diskriminierung in der realen Welt führen kann. Die permanente Sexualisierung und Objektifizierung von Menschen in diesen Formaten setzt gefährliche Standards und Erwartungen. Und begünstigt Grenzverletzungen.
Unterstützt unsere Petition und setzt ein weiteres Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und Unterhaltungssexismus in Reality-TV-Shows!
WER WIR SIND
Wir sind Verena und Sebastian und haben 2021 die Initiative "act & protect®" gegründet. Unser Ziel ist es, die verschiedenen Aspekte und Gefahren sexualisierter Gewalt in unserer Gesellschaft sichtbar zu machen, darüber aufzuklären und Weiterbildungsangebote zu schaffen. Unser besonderes Augenmerk liegt dabei auf sexualisierter Gewalt Medien, Marketing und Business.
Verena hat viele Jahre in den Fashion und Musik-Branchen gearbeitet und verfügt über umfassende Kenntnisse darüber, wie Medienkampagnen sicher und respektvoll gestaltet werden können.
Wir sind daher umso alarmierter, wenn wir Reality-TV-Shows sehen, die sexualisierte Gewalt, sexistische Inhalte und schädliche Stereotype fördern. Diese Darstellungen verstärken gesellschaftliche Ungleichheiten und normalisieren diskriminierendes Verhalten.
Als Eltern sind wir besonders sensibilisiert für die Auswirkungen dieser Darstellungen auf junge und beeinflussbare Zuschauer*innen. Wir sind besorgt über die Normalisierung von Gewalt und Sexismus, die durch solche Formate perpetuiert wird.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Rechte und das Wohl der Teilnehmer*innen in Reality-TV-Shows geschützt werden. Wir fordern eine respektvolle und verantwortungsbewusste Darstellung in den Medien, die auf die Förderung von Gleichberechtigung und Respekt abzielt.
OFFIZIELLE UNTERSTÜTZENDE DER PETITION
Bündnis Gemeinsam Für Demokratie
AN WEN WIR UNSERE FORDERUNG RICHTEN
Wir fordern weitere gesetzliche Regelungen und umfassende Schutzkonzepte für Reality TV von
Bundeminister*innen
- Claudia Roth, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
- Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
- Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales
- Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung
- Dr. Marco Buschmann, Bundesminister der Justiz
Geschäftsführung von RTL Deutschland
- Stephan Schmitter (CEO)
- Matthias Dang (Chief Commercial, Technology and Data Officer)
- Andreas Fischer (Chief Operating Officer)
- Ingrid Heisserer (Chief Financial Officer & Chief Human Resources Officer)
Geschäftsführung RTL2
- Andreas Bartl (Geschäftsführer RTLZWEI und EL CARTEL)
- Nicole Glatzmaier (CFO/COO)
- Stephan Karrer (Geschäftsführer EL CARTEL)
- Johannes Ehrler (Chief Chief Strategy & Data Officer)
- Julian Krietsch (Channel Strategy & Content Distribution)
Geschäftsführung ProSiebenSat.1Media SE
- Bert Habets (Vorstandsvorsitzender Group CEO)
- Martin Mildner (Vorstandsmitglied & Finanzvorstand Group CFO)
- Markus Breitenecker (Vorstandsmitglied & Chief Operating Officer COO)
Geschäftsführung Seven.One Entertainment Group GmbH
- Bert Habets (Vorsitz)
- Markus Breitenecker (COO)
- Stefan Endriß (CFO)
- Henrik Pabst (CCO)
Geschäftsführung Joyn:
- Katharina Frömsdorf (Vorsitzende)
- Nicole Agudo Berbel
- Benjamin Risom
Geschäftsführung Netflix Deutschland:
- Emily Catlin (Geschäftsführerin)
- Katja Hofem (VP Content DACH)
- Wiebke Schodder (Director Non-Fiction DACH)
Geschäftsführung Amazon Digital Germany GmbH
- Dr. Christoph Schneider
- Michael Hoeweler
Geschäftsführung Paramount Home Entertainment (Germany) GmbH
- Vincent de la Tour (Country Manager DACH)
- Johnny Kanhai
Produktionsfirmen
- Studio Berlin GmbH
- Constantin Entertainment GmbH
- ITV Studios Germany GmbH
- filmpool entertainment GmbH
- UFA SHOW & FACTUAL GmbH
- TRESOR TV PRODUKTIONS GMBH
- Banijay Productions Germany GmbH
Diese Petition liegt unter der ID 167903 auch dem Deutschen Bundestag vor.
Bild: rtl.de (bearbeitet durch act & protect®)
Mehr Infos: https://actandprotect.de

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Die Entscheidungsträger*innen

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Petition am 20. Mai 2024 erstellt