

Erlaube mir, hierzu folgenden Text einzusetzen:
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Sexualisierte Kriegsgewalt bekämpfen
Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist Bestandteil aller Kriege und Konflikte und muss bekämpft werden: Ursachen, Wirkungen und Gegenmaßnahmen
Sexualisierte Kriegsgewalt gegen Frauen und Mädchen zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Sie passiert jeden Tag, überall auf der Welt. Zu den in der Regel männlichen Tätern zählen Soldaten, Paramilitärs und Polizisten, aber auch Zivilisten. In einer Reihe von Resolutionen und Verträgen hat die Internationale Gemeinschaft versprochen, Frauen vor Gewalt zu schützen und ihre Rechte zu stärken. Doch nach wie vor fehlt oft der politische Wille, diese auch umzusetzen. Nur wenn es gelingt, die zugrundeliegenden frauenfeindlichen Strukturen und Einstellungen aufzubrechen und Geschlechtergerechtigkeit zu schaffen, können Frauen und Mädchen gewaltfrei und in Würde leben.
Zahlen und Fakten zu sexualisierter Kriegsgewalt
Welche Formen sexualisierter Gewalt gibt es?
Sexualisierte Gewalt hat viele Formen. Ihnen gemeinsam ist, dass sexuelle Handlungen und Berührungen ohne Einwilligung oder Einwilligungsfähigkeit und gegen das sexuelle Selbstbestimmungsrecht einer Person geschehen. Dazu gehören sexuelle Beleidigungen, unerlaubtes Berühren von Körperteilen, das ungewollte Zeigen und Zusenden von sexuellen und pornographischen Bildern, das Erzwingen von sexuellen und pornographischen Handlungen, Vergewaltigung, sexuelle Folter, Genitalverstümmelung, sexuelle Ausbeutung, sexuelle Versklavung, Zwangsprostitution, Zwangsschwangerschaften, Zwangssterilisation, Zwangsabtreibungen, absichtliche Infektion mit Geschlechtskrankheiten wie Aids.
Welche Ursachen hat sexualisierte Kriegsgewalt?
Im Krieg setzen sich alle Diskriminierungen in verschärfter Form fort, die schon zu Friedenszeiten gelten. Dazu gehören die Benachteiligung und sexistische Abwertung von Frauen. In den meisten Ländern werden ihre Rechte und Bedürfnisse denen der Männer und Jungen untergeordnet. Unterschiedliche Formen geschlechtsspezifischer Gewalt gehören für viele Frauen zum Alltag, oftmals im Zusammenspiel mit weiteren Diskriminierungsformen wie beispielsweise Rassismus oder Homophobie. Sie sind Bestandteil vorherrschender patriarchaler Machtstrukturen. Sexualisierte Gewalt verstetigt sich in Friedenszeiten, verschärft sich in bewaffneten Konflikten und setzt sich in Nachkriegsgesellschaften fort. Vergewaltigung als strategisches Mittel der Kriegsführung ist die „logische“ Konsequenz aus den ungleichen Machtverhältnissen. Auch die in Kriegen und Konflikten an Männern – und meist durch Männer – ausgeübte sexualisierte Gewalt ist Ausdruck patriarchalen Dominanzverhaltens.