Stoppt die Abschiebung der Pflegefachkraft Sedia Kijera

Das Problem

Am Freitag, dem 1. Dezember 2023, wurde Sedia Kijera während seiner Frühschicht im Pflegeheim Haus am Mühlbach zur Abschiebung nach Gambia abgeholt. Dies geschah vor den Augen der Bewohner, die ihn für seine engagierte und fürsorgliche Art schätzen. In einer Zeit, in der wir dringend nach Pflegekräften suchen und sogar aus dem Ausland anwerben, ist diese Abschiebung weder verständlich noch akzeptabel.

Sedia hat sich hervorragend in Baden-Württemberg integriert und seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Er ist bei den Bewohnern beliebt und bekannt für seinen Einsatz und seine Fürsorge. Es ist unverständlich, warum eine Person mit solchen Qualitäten abgeschoben werden soll. Sedia hätte dieses Wochenende seine erste eigene Wohnung beziehen sollen, ein weiterer Indiz dafür, wie sehr er sich mit Kirchheim und den Menschen hier verbunden fühlt.

Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln könnten in Deutschland in der stationären Versorgung bis zum Jahr 2035 rund 307.000 Pflegekräfte fehlen. Die Versorgungslücke im Pflegebereich insgesamt könnte sich bis zu diesem Jahr auf insgesamt knapp 500.000 Fachkräfte vergrößern. Der Prognose zum Fachkräftemangel des IW Köln basiert dabei auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in Deutschland

Die Abschiebung von qualifizierten Fachkräften wie Sedia verschärft dieses Problem weiter.

Wir fordern daher die zuständigen Behörden auf, Sedias Abschiebung zu stoppen und ihm zu erlauben, weiterhin als Pflegefachkraft zu arbeiten und ein integraler Bestandteil unserer Gemeinschaft zu sein. Die Bewohner vom Haus am Mühlbach wollen Sedia zurück und die Kollegen sind dringend auf ihn angewiesen, um die Bewohner nach wie vor bestmöglich versorgen zu können.

Aktuelles vom 06.12.2023:
Ich möchte kurz den aktuellen Stand mitteilen: Sedia wurde noch nicht abgeschoben, weil er an Bord des Flugzeugs zum Ausdruck brachte, dass dies gegen seinen Willen geschehe. Der Pilot verweigerte deshalb seine Mitnahme. Sedia Kijera befindet sich nun in der Abschiebehafteinrichtung in Pforzheim. Der nächste Abschiebetermin steht jedoch bereits fest: 30. Januar 2024

Wir wollen und müssen das verhindern. Warum? In Deutschland gibt es nicht ausreichend Pflegekräfte! Deshalb wirbt Deutschland im Ausland Menschen an, um diese eklatante Lücke zu füllen. Erst nach Jahren der Ausbildung und Sprachschulung können diese dann vollumfänglich in der praktische Pflege eingesetzt werden. Sedia Kijera erfüllt bereits all diese Kriterien!

Er spricht deutsch. Sedia Kijera ist examinierter Altenpflegehelfer. Er hat einen Vollzeit- Arbeitsvertrag bei der AWO im Haus am Mühlbach mit Wohnsitz in Kirchheim am Neckar.
Sedia Kijera hat sich sehr gut in Kirchheim am Neckar integriert. Er ist bei den Bewohnern beliebt und bekannt für seinen Einsatz, sein hohes Maß an Empathie und Fürsorge.
Wir rufen die zuständigen Behörden des Landes Baden-Württembergs dazu auf, den Abschiebebeschluss für Sedia Kijera rückgängig zum machen. Es gibt keine nachvollziehbaren Gründe, warum die Abschiebung stattfinden soll, außer: die Erfüllung einer Abschiebe- Quote.

Diverse regionale Zeitungen haben bereits über diesen abstrusen Fall berichtet, es fanden spontane Kundgebungen und Demonstrationen vor Ort statt. Diesen Samstag wird es zu einer erneuten Kundgebung von 10-12 Uhr in Kirchheim/Neckar kommen, gemeinsam mit der Ortsgruppe Seebrücke Kirchheim am Neckar.

Bitte unterstützt uns in unseren Bemühungen, Sedia’s Abschiebung zu verhindern! Wir und die Bewohner des Hauses am Mühlbach bedanken uns hierfür.

 

8.702

Das Problem

Am Freitag, dem 1. Dezember 2023, wurde Sedia Kijera während seiner Frühschicht im Pflegeheim Haus am Mühlbach zur Abschiebung nach Gambia abgeholt. Dies geschah vor den Augen der Bewohner, die ihn für seine engagierte und fürsorgliche Art schätzen. In einer Zeit, in der wir dringend nach Pflegekräften suchen und sogar aus dem Ausland anwerben, ist diese Abschiebung weder verständlich noch akzeptabel.

Sedia hat sich hervorragend in Baden-Württemberg integriert und seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Er ist bei den Bewohnern beliebt und bekannt für seinen Einsatz und seine Fürsorge. Es ist unverständlich, warum eine Person mit solchen Qualitäten abgeschoben werden soll. Sedia hätte dieses Wochenende seine erste eigene Wohnung beziehen sollen, ein weiterer Indiz dafür, wie sehr er sich mit Kirchheim und den Menschen hier verbunden fühlt.

Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln könnten in Deutschland in der stationären Versorgung bis zum Jahr 2035 rund 307.000 Pflegekräfte fehlen. Die Versorgungslücke im Pflegebereich insgesamt könnte sich bis zu diesem Jahr auf insgesamt knapp 500.000 Fachkräfte vergrößern. Der Prognose zum Fachkräftemangel des IW Köln basiert dabei auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in Deutschland

Die Abschiebung von qualifizierten Fachkräften wie Sedia verschärft dieses Problem weiter.

Wir fordern daher die zuständigen Behörden auf, Sedias Abschiebung zu stoppen und ihm zu erlauben, weiterhin als Pflegefachkraft zu arbeiten und ein integraler Bestandteil unserer Gemeinschaft zu sein. Die Bewohner vom Haus am Mühlbach wollen Sedia zurück und die Kollegen sind dringend auf ihn angewiesen, um die Bewohner nach wie vor bestmöglich versorgen zu können.

Aktuelles vom 06.12.2023:
Ich möchte kurz den aktuellen Stand mitteilen: Sedia wurde noch nicht abgeschoben, weil er an Bord des Flugzeugs zum Ausdruck brachte, dass dies gegen seinen Willen geschehe. Der Pilot verweigerte deshalb seine Mitnahme. Sedia Kijera befindet sich nun in der Abschiebehafteinrichtung in Pforzheim. Der nächste Abschiebetermin steht jedoch bereits fest: 30. Januar 2024

Wir wollen und müssen das verhindern. Warum? In Deutschland gibt es nicht ausreichend Pflegekräfte! Deshalb wirbt Deutschland im Ausland Menschen an, um diese eklatante Lücke zu füllen. Erst nach Jahren der Ausbildung und Sprachschulung können diese dann vollumfänglich in der praktische Pflege eingesetzt werden. Sedia Kijera erfüllt bereits all diese Kriterien!

Er spricht deutsch. Sedia Kijera ist examinierter Altenpflegehelfer. Er hat einen Vollzeit- Arbeitsvertrag bei der AWO im Haus am Mühlbach mit Wohnsitz in Kirchheim am Neckar.
Sedia Kijera hat sich sehr gut in Kirchheim am Neckar integriert. Er ist bei den Bewohnern beliebt und bekannt für seinen Einsatz, sein hohes Maß an Empathie und Fürsorge.
Wir rufen die zuständigen Behörden des Landes Baden-Württembergs dazu auf, den Abschiebebeschluss für Sedia Kijera rückgängig zum machen. Es gibt keine nachvollziehbaren Gründe, warum die Abschiebung stattfinden soll, außer: die Erfüllung einer Abschiebe- Quote.

Diverse regionale Zeitungen haben bereits über diesen abstrusen Fall berichtet, es fanden spontane Kundgebungen und Demonstrationen vor Ort statt. Diesen Samstag wird es zu einer erneuten Kundgebung von 10-12 Uhr in Kirchheim/Neckar kommen, gemeinsam mit der Ortsgruppe Seebrücke Kirchheim am Neckar.

Bitte unterstützt uns in unseren Bemühungen, Sedia’s Abschiebung zu verhindern! Wir und die Bewohner des Hauses am Mühlbach bedanken uns hierfür.

 

Die Entscheidungsträger*innen

Nancy Faeser
Bundesministerin des Innern und für Heimat
Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen)
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages

Neuigkeiten zur Petition

Diese Petition teilen

Petition am 3. Dezember 2023 erstellt