Petition updateStoppt den Vergabedeal der Logo-Ausschreibung in LeipzigUpdate: Danke – und jetzt erst recht!
Marco ErbeLeipzig, Germany
Nov 12, 2025

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

zuerst einmal: Danke! Über 13.000 !!!! Leipzigerinnen und Leipziger haben inzwischen unsere Petition unterschrieben – mit Namen, E-Mail-Adresse und Rückgrat. Das ist ein starkes Signal an die Stadtspitze, dass echte Bürgerbeteiligung mehr sein muss als ein wohlklingendes Wort in einem Strategiepapier.

Ich muss ehrlich sagen: Ich habe keine Ahnung, was der jüngste Auftritt städtischer Betriebe und deren Logos mit der aktuellen Debatte zu tun haben soll. Offenbar versucht man hier, das eigentliche Thema so weit zu verwässern, bis keiner mehr weiß, worum es ursprünglich ging. Clever – aber leider durchschaubar.

Uns Populismus vorzuwerfen, ist inzwischen der einfachste Weg, jede Form von Kritik mundtot zu machen. Wir haben schlicht und ergreifend gesagt, was 600.000 Leipzigerinnen und Leipziger betrifft: Ein neues Stadtlogo wurde eingeführt – ohne sie. Und dieses Logo, das uns alle nach innen wie nach außen repräsentieren soll, sieht nun einmal aus wie ein Praktikumsprojekt aus dem dritten Semester Kommunikationsdesign.

Geschmack ist subjektiv – keine Frage. Aber über Geschmack darf man nur streiten, wenn man auch reden darf. Und genau daran hapert’s: Statt Dialog erleben wir aktuell einen Monolog ohne Rückkopplung. Immer wieder dieselbe Leier: Alles sei formal korrekt, das Verfahren ordnungsgemäß, das Ergebnis das bestmögliche.

Chapeau! Gut gebrüllt, schmaler Löwe.

Doch Demokratie ist kein Formular mit dem Kästchen „wird zur Kenntnis genommen, aber ignoriert“.

Der inflationär gebrauchte Populismus-Vorwurf ist mittlerweile zur neuen Währung geworden:

1 Populismus = 1 unliebsame Meinung.

 

Wir hätten wie in den 80ern einen Leserbrief schreiben können – oder eine Petition starten. Wir haben Letzteres getan. Und jetzt ist es an uns allen, diese Stimme weiter hörbar zu machen.

Denn die Grundwerte einer Demokratie bestehen nicht darin, jede Einzelmeinung auf Minimalkanten zu schleifen, bis sie ins große Ganze passt. Demokratie lebt vom Dialog, nicht vom Durchwinken. Gerade bei etwas so Grundlegendem wie dem Erscheinungsbild einer Stadt muss dieser Dialog gesucht werden – mit den Bürgerinnen und Bürgern, nicht an ihnen vorbei.

Darum möchten wir die im LVZ-Artikel erwähnte „gewünschte Debatte“ tatsächlich führen:

öffentlich, fair, unter Beteiligung aller – vielleicht unter der LVZ-Kuppel, als Podiumsdiskussion mit Bürgerbeteiligung.

Ich bin gebürtiger Leipziger Unternehmer. Neutral, ja – aber nicht stumm.

Deshalb kann ich nur jedem, dem das neue Logo genauso aufstößt wie uns, empfehlen, sich einer der beiden öffentlichen Petitionen anzuschließen und sie weiter zu teilen, zu kommentieren und im Freundeskreis bekannt zu machen.

Nur gemeinsam können wir zeigen, dass Bürgerbeteiligung in Leipzig mehr sein sollte als ein Schlagwort.

https://c.org/yLRyw2X4hK

Danke für eure Unterstützung – und bleibt laut, Leipzig.

Marco Erbe
Geschäftsführer schnellestelle.de

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