

Hallo an alle,
gestern konnte ich bei einer gemeinsamen Begehung der Prügelwiesen, des Pfingstborn und des Geländes am Alten Wasserwerk in Wiesbaden-Breckenheim unsere Petition persönlich an Herrn Dr. Strothmann von der Bundesnetzagentur übergeben. Bei der Begehung und der anschliessenden Besprechung am Pfingstborn waren mit dabei: Dr. Stefan Korbach (Bundestagsabgeordneter für Wiesbaden in Berlin), der Ortsvorsteher von Wiesbaden-Breckenheim: Manuel Köhler, Landesvorstand des BUND Hessen: Gabriela Terhorst, die Sprecher*innen der NI Breckenheim: Frank Bartelt und Dr. Dorothee Gabel; Carsten Born (NI) sowie weitere Unterstützer*innen und last but not least Hr. Dr. Michael Weidenfeller (Geologe).
Wir haben unsere Ablehnung zur geplanten Trassenführung nordöstlich von Wiesbaden-Breckenheim zum Ausdruck gebracht: es geht hier um viel mehr, nicht "nur ;)" Natur- und Tierschutz", sondern auch um Klima- und Wasserschutz: den Schutz eines seltenen Kalkflachmoors und den Erhalt des Wasserkreislaufs in einem sehr sensiblen Gebiet mit vielen Quellen und Wasserläufen, die bisher noch nicht einmal richtig erforscht wurden und nun laut der derzeitigen Planung von der Trasse zerschnitten werden sollen.
Hr. Dr. Weidenfeller (Geologe) bekräftigte nochmals, dass wenn das Kalkflachmoor oder ein Teil davon trocken fällt, ein Hangrutsch zu befürchten sei, mit immensen Schäden an den angrenzenden Häusern.
Frau Gabriela Terhost (BUND) wies u.a. darauf hin, dass seltene und geschützte Tierarten, wie u.a. Feuersalamander, Steinkauz, Grauspecht und Steinkrebse, nicht einfach umgesiedelt werden können, sondern auf den Erhalt ihres Habitats angewiesen sind: eine Zerstörung des Habitats kann in diesem Fall auch nicht mit Ausgleichszahlungen kompensiert werden.
Frank Bartelt (Sprecher NI Breckenheim) betonte, dass die bisher erfolgten Untersuchungen im gesamten Gebiet nur unzureichend durchgeführt wurden.
Die Untere Naturschutzbehörde Wiesbaden hat bereits 70! weitere Probebohrungen auf einen Schlag genehmigt, u.a. auch eine Probebohrung mitten im Moor! Dagegen werden wir vorgehen, da diese Eingriffe bereits irreversible Schäden hinterlassen können, wie zum Beispiel: bestehende Wasserläufe verändern, Verbindung unterschiedlicher Grundwasserleiter auslösen, sowie Einträge von Schadstoffen durch Bohrspülungen in das Moor.
Herr Dr. Strothmann (Bundesnetzagentur) versprach, unser Anliegen mit all den genannten Aspekten und den gewonnenen Eindrücken vor Ort gewissenhaft zu prüfen, wir warten nun auf die Rückmeldung.
Wir werden euch auf dem Laufenden halten!
Herzlichen Dank für die zahlreiche Unterstützung, viele Grüße,
Christine Görig-Hellenschmidt