

Die Stadt Schiltach informierte in ihrem Amtsblatt vom 19.03.2026 über die erneute Beteiligung der Öffentlichkeit zum geänderten Bebauungsplan "Vor Leubach". Die zugehörigen Unterlagen sind im Internet unter https://www.schiltach.de/de/Rathaus/Buergerservice-A-Z/Bebauungsplaene abrufbar.
Stellungnahmen können in der Zeit vom 30.03. bis einschließlich 30.04.2026 abgegeben werden.
Die Übermittlung soll, soweit möglich, elektronisch (Mailadresse: grumbach@stadt-schiltach.de) erfolgen. Bei Bedarf können sie auch schriftlich oder mündlich bei der Stadt Schiltach, Marktplatz 6, 77761 Schiltach, Zimmer 13 abgegeben werden. Stellungnahmen sollten die volle Anschrift des Verfassers bzw. der Verfasserin enthalten.
Im Zuge des förmlichen Beteiligungsverfahren können ausschließlich fristgerecht eingereichte Stellungnahmen berücksichtigt werden.
Wir bitten Euch darum zahlreich an dem Verfahren zur Öffentlichkeitsbeteiligung teilzunehmen und Eure Stellungnahmen abzugeben. Falls Ihr hierzu Fragen habt oder Unterstützung benötigt, meldet Euch gerne unter IG-Leubach@web.de.
Wir sind gegen den Bebauungsplan vor Leubach und sehen u.a. folgende Maßnahmen als Lösung für eine "Innenentwicklung" statt Bauen auf der grünen Wiese:
- Einführung des Förderprogramms "Jung kauft Alt": Um das massive Freiwerden von Boomer-Immobilien bis 2040 aktiv zu gestalten, muss der Generationenwechsel beschleunigt werden. Maßnahme: Die Stadt gewährt Familien einen direkten Zuschuss beim Kauf eines mindestens 35 Jahre alten Objekts im Stadtgebiet. Ziel: Sanierungsstau auflösen und Abwanderung junger Familien verhindern, ohne neue Flächen zu versiegeln.
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Etablierung eines aktiven Flächenmanagements & Leerstandskatasters: Aufgrund sinkender Einwohnerzahlen gibt es ungenutzte Potenziale in der Kernstadt. Maßnahme: Einstellung eines zertifizierten Flächenmanagers, der Baulücken und Leerstände systematisch erfasst und Eigentümer diskret zu Verkaufs- oder Vermietungsoptionen berät. Ziel: Transparenz über vorhandene Ressourcen schaffen und den „Enkelplatz-Effekt“ (Horten von Baugrundstücken) durch Überzeugungsarbeit mindern.
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Gründung einer kommunalen „Wohnungstausch-Agentur“: Viele ältere Mitbürger leben nach dem Auszug der Kinder allein in zu großen Häusern, finden aber in Schiltach keine adäquate Verkleinerung. Maßnahme: Die Stadt vermittelt aktiv zwischen Senioren (großes Haus) und jungen Familien (kleine Wohnung). Anreiz: Die Stadt übernimmt Umzugskosten oder garantiert für einen festgelegten Zeitraum die alte (niedrigere) Miete in der neuen, barrierefreien Wohnung. Ziel: Effiziente Flächennutzung pro Kopf steigern.
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Offensive für Dachausbau und Nachverdichtung: Das enge Kinzigtal begrenzt die Fläche, bietet aber vertikales Potenzial. Maßnahme: Vereinfachung der Stellplatzsatzung und Erlass von Genehmigungsgebühren für den Ausbau von Dachgeschossen oder die Teilung großer Wohneinheiten. Ziel: Schaffung von zusätzlichem Wohnraum im Bestand ohne Erschließungskosten für die Stadt.
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Projekt „Wohnen für Hilfe“ mit lokalen Firmen: Schiltach hat mit Firmen wie hansgrohe und VEGA einen hohen Bedarf an Wohnraum für Azubis und Fachkräfte. Maßnahme: Kooperation zwischen Stadt, Firmen und Senioren. Junge Mitarbeiter wohnen günstig in ungenutzten Einliegerwohnungen und leisten dafür Alltagshilfe. Ziel: Belebung des Ortskerns und Bindung von Fachkräften trotz sinkender Einwohnerzahl.
Da die Einwohnerzahl seit den 2000er Jahren sinkt, führt jedes neue Baugebiet auf der grünen Wiese langfristig zu einem noch größeren Leerstand im Ortskern.