Petition update

NACHTRAG ZUM INTERNATIONALEN TAG ZUR BESEITIGUNG VON GEWALT GEGEN FRAUEN: 156 IST DIE ZAHL (*)

Professor Dr. Kristina Wolff
Germany

Nov 26, 2019 — 

"Der Ball liegt auf der Landesebene", sagte die Ministerin. Noch gebe es "weiße Flecken" auf der Landkarte, "ein unerträglicher Zustand". Länder und Kommunen seien in der Pflicht. Es sei nicht beabsichtigt, dass der Bund ihnen die Verantwortung abnehmen werde. Denn er sei nicht zuständig und könne nur "modellweise" fördern.“ (**)

@BMFSFJ #giffey, @BMJV #lambrecht, @BMI #seehofer, @BMG #spahn: HOW DARE YOU          

dpa (14.11.2019) https://fcbayern.com/de/news/2019/11/fc-bayern-unterstuetzt-initiative-die-gewalt-gegenueber-frauen-und-maedchen-anprangert

Sarah Bora, Influencerin (24.11.2019): https://www.youtube.com/watch?v=gi-vuR-7-gs

FC Bayern München (24.11.2019) https://www.deutschlandfunk.de/berichterstattung-ueber-gewalt-an-frauen-mord-ist-mord-ist.2907.de.html?dram:article_id=464247

Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (25.11.2019) https://www.arbeitskreis-frauengesundheit.de/2019/11/25/zum-internationalen-tag-gegen-gewalt-gegen-frauen-savexx/

Terre des Femmes, extrem viele Städte in Deutschland, UN mit Carolin Kebekus und viele, viele mehr - SIE ALLE LEISTEN SO EXTREM VIEL MEHR GEGEN GEWALT GEGEN FRAUEN ALS SIE, Frau Dr. Giffey, Frau Lambrecht, Herr Seehofer und Herr Spahn!

12. November 2019 in Hof: Eine 23-jährige Frau wird von ihrem Lebensgefährten mit einem Hammer angegriffen, er schlägt ihr damit auf den Kopf. Anschließend sticht der Attentäter mit einem Messer zu und verletzt sie mit Stichen im Bereich des Oberkörpers und der Wirbelsäule lebensgefährlich. (Bayern)

12. November 2019 in Biberach: Ein 14-jähriges Mädchen wird von dreiAnzeige Männern mit Alkohol und Drogen zunächst wehrlos gemacht, dann vergewaltigt, so die Staatsanwaltschaft. (Baden-Württemberg)

12. November in Düsseldorf: Eine 22-jährige Frau wird in einem Düsseldorfer Park von vier Männern vergewaltigt, so die Pressemeldung. (Nordrhein-Westfalen)

13. November 2019 in Westhausen: Eine 24-jährige Frau wird lebensgefährlich verletzt in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie verstirbt, die Kriminalpolizei ermittelt, denn ein Tötungsdelikt kann nicht ausgeschlossen werden. (Baden-Württemberg)

14. November 2019 in Dortmund: Eine 25-jährige Frau wird von ihrem Ehemann in der S-Bahn mit einem Messer angegriffen und verfolgt. (Nordrhein-Westfalen)

15. November 2019 in Saarlouis: Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus werden eine 33-jährige Frau und ihre sechsjährige Tochter verletzt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, nach dem derzeitigen Ermittlungsstand entfachte ein bislang Unbekannter an der hölzernen Wohnungstür der Frau das Feuer. Mutter und Tochter schliefen zum Zeitpunkt der heimtückischen Attacke und waren dann, da das Feuer den Fluchtweg ins Treppenhaus versperrte, gezwungen, verletzt über das Dach zu fliehen. (Saarland)

16. November 2019 in KULMBACH: Eine Frau wird von ihrem Lebensgefährten gewürgt. Zudem schlägt er sie mit dem Kopf auf den Boden und bringt ihr mit einem Messer Schnittverletzungen bei. Sie muss zur ärztlichen Versorgung in‘s Krankenhaus. Pressemeldungen zufolge soll sich das Paar kürzlich getrennt haben. Der Angreifer soll in die Wohnung der Frau gekommen sein, um persönliche Sachen abzuholen. (Bayern)

17. November 2019 in Celle: In einem Anruf bei der Polizei kündigt ein Mann an, sich wegen Beziehungsproblemen mit Tabletten das Leben nehmen zu wollen. Als die Einsatzkräfte daraufhin zu seinem Aufenthaltsort eilen, bietet sich ihnen ein erschreckendes Bild: Der Aggressor bedroht zwei Frauen und ein Kleinkind mit einer laufenden Kettensäge. Während des Zugriffs erleidet einer der Beamten Verletzungen durch die Säge. (Niedersachsen)

19. November 2019 in Rastatt – Ein Mann attackiert seine Lebensgefährtin und deren Schwester mit einem Messer. (Baden-Württemberg)

19. November 2019 am Landgericht Lübeck: Am 16.02.2019 wird eine 28-jährige Frau von ihrem Exfreund mit 34 (!) Messerstichen abgestochen. Zuvor hat er sie gestalkt und mit einer Lüge geplant in eine tödliche Falle gelockt. Der Töter „betrachtete seine Freundin als seinen Besitz und wollte mit der Tat verhindern, dass ein anderer Mann sie bekommt“, so die zuständige Staatsanwältin. Der zuständige Richter urteilt anders: Totschlag, kein Mord. Begründung? Der Attentäter „habe zwar mit Vorsatz, aber nicht heimtückisch oder aus besonders niederen Beweggründen gehandelt“. (Lübeck)

19. November 2019 in Frankfurt: Im Fall der seit 23. Oktober 2019 vermissten Iryna U. geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus und verhaftet den Ehemann. (Hessen)

22. November 2019 in Hannover: Eine 21-jährige Frau wird von einem polizei- und justizbekannten Stalker bis in die Wache der Bundespolizei hinein verfolgt. Im Vorfeld hat er ihr vor ihrem Haus aufgelauert sie verfolgt, sich im Zug neben sie gesetzt und ihr für den Fall einer Anzeige mit dem Tod gedroht.  (Niedersachsen)

23. November 2019 in Mörfelden-Walldorf: Eine 57-jährige Frau wird erschossen aufgefunden. Die Polizei vermutet ein Tötungsdelikt in Verbindung mit einem Selbstmord, Anzeichen für die Beteiligung dritter Personen lägen nicht vor. Der mutmaßliche Täter und Frau sollen mal ein Paar gewesen sein. (Hessen)

25. November 2019 in Essen: Eine 72-jährige Frau wird von ihrem Ehemann erstickt. (Nordrhein-Westfalen)

26. November 2019 im Wedding: Die 28-jährige Studentin der FU-Berlin Maria-Lena L. wird erstochen. Von ihrem Freund. (Berlin)

IMMER NOCH:

Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.

Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.

Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smaczny aus Gelsenkirchen vermisst.

Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.

Seit Samstag, 13. Juli 2019 werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria Gertsuski in München vermisst.

Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.

Seit Donnerstag, 18. Juli 2019 wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.    

Seit Freitag, 23. August 2019 werden die beiden Mädchen Amya Kashit (9 Jahre) und Layla Kashit (8 Jahre) sowie ihr Bruder Subhi Kashit (5 Jahre) in Gera vermisst.

Seit Samstag 07. September 2019 wird die 26-jährige Mutter eines 5-Jährigen in Duisburg vermisst.

Seit Mittwoch, 25. September 2019 wird die 23-jährige Studentin Yolanda Klug in Leipzig vermisst.

Seit Montag, 30. September 2019 wird die 17-jährige Juliane Holzwart in Freisen vermisst.

Seit Donnerstag, 10. Oktober 2019 wird die 70-jährige Brigitte Späth, geborene Frese in Dieburg vermisst.

Seit Freitag, 18. Oktober 2019 wird die 57-jährige Susanne Tillmann in Ingolstadt vermisst.

Seit Mittwoch, 23. Oktober 2019 wird die 43-jährige Iryna U. in Frankfurt vermisst.

Seit Montag, 18. November 2019 wird die 52-jährige Birgit E. in Plauen vermisst.

DEUTSCHLAND HAT VIELE GESICHTER.

Machen Sie sich Ihr Bild: https://www.instagram.com/saveXX_ger

 (*) https://staerker-als-gewalt.de/

(**) https://www.sueddeutsche.de/panorama/gewalt-gegen-frauen-der-gedanke-der-maenner-du-gehoerst-mir-1.4696967

(***) Stand 26.11.2019

                    

Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:

Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.

Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.

#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.

Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.

Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.

Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.


Keep fighting for people power!

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