Petition updateStoppt das Bienensterben! Wir brauchen eine andere Art von Landwirtschaft!Neue Studie zeigt: Selbst in Schutzgebieten sind Insekten mit Pestizid-Cocktails belastet!
Deutsche Umwelthilfe e. V.Berlin, Germany
21 Dec 2021

Liebe Unterstützer:innen!

Vor wenigen Tagen haben der Agrarforscher Carsten Brühl von der Universität Koblenz, das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung und der Entomologische Verein Krefeld eine neue Studie zu Pestiziden im Wissenschaftsjournal „Scientific Reports“ veröffentlicht. Mit erschreckendem Ergebnis: In keinem der 21 untersuchten Naturschutzgebiete waren die Insekten frei von Pestiziden. Bitte helft uns noch heute mit eurer Wildbienen-Patenschaft, für ein Ende von Agrargiften zu kämpfen!

Oder verschenkt jetzt noch eine Patenschaft zu Weihnachten und macht in eurem Bekanntenkreis auf die dramatische Situation unserer Insekten aufmerksam.

Das Forscher:innen-Team fand durchschnittlich über 16 verschiedene Chemikalien in den Tieren – die Spanne reicht von sieben bis 27 nachgewiesenen Pestiziden. Neu an der Studie ist die angewandte Methode: Das Team analysierte nicht – wie sonst üblich – die indirekte Pestizid-Belastung der Insekten über die Belastung von Luft oder Boden, sondern analysierte die Chemikalien, die direkt in den Insekten selbst enthalten sind. Laut Studie nehmen die Insekten die Pestizide entweder direkt auf landwirtschaftlich genutzten Flächen im Umkreis von zwei Kilometern auf, oder die Pestizide werden durch Wasser oder Wind in die Schutzgebiete eingetragen.

Bereits einzelne Pflanzenschutzmittel können schon bei geringen Konzentrationen beispielsweise die Fortpflanzungsfähigkeit und Orientierung der Insekten beeinträchtigen. Die vorgefundenen Gift-Cocktails haben verheerende Auswirkungen für die Insekten und sind maßgeblich für das Insektensterben verantwortlich. Es darf nicht so weitergehen, dass unsere Insekten selbst in Schutzgebieten nicht mehr geschützt sind. Darum fordern wir die Ampel-Koalition auf, den Einsatz von Pestiziden endlich drastisch zu reduzieren. Wir brauchen zudem Pufferzonen von mindestens 2 Kilometern um Schutzgebiete, damit unsere Bienen wirklich pestizidfreie Gebiete vorfinden.

Bereits die Hälfte unserer Wildbienenarten sind stark bedroht! Der Zustand unserer Artenvielfalt erlaubt keine Verzögerungen mehr. Der Einsatz von Pestiziden muss dringend stark reduziert werden – damit Schutzgebiete ihrem Namen und Zweck wieder gerecht werden. Bitte helft uns, uns weiter für eine insektenfreundliche Landwirtschaft stark zu machen – mit eurer Bienen-Patenschaft.

Ganz herzlichen Dank euch allen.

Eure Deutsche Umwelthilfe

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