
Ist es Zufall, dass die Stadt Hannover Vätern empfiehlt, sich an den Väteraufbruch für Kinder (VAfK) zu wenden??
Also eben an jenen radikalen Väterrechteverein, dessen Vorstandsmitglied noch im April rechtlich relevante Verleumdungen über mich verbreitete (die Staatsanwaltschaft ermittelt) und für misogyne Positionen bekannt ist!
Für die Broschüre "Los, Papa" und die Empfehlung der radikalen, misogynen Väterrechtler ist übrigens redaktionell verantwortlich die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte und Mannigfaltig aus Hannover. Spoileralarm: Zur aktuellen Gleichstellungsbeauftragten kommen wir später noch.
Doch die Kritik an der Stadt Hannover geht noch weiter:
Ebenfalls fiel das Jugendamt der Stadt Hannover mit fragwürdigen Auftritten im Familiengericht auf oder damit, dass Gewaltvorwürfen und dem Verdacht auf Kindesmisshandlungen nicht nachgegangen wurde. So z.B. im Fall Anette W., von dem in unserer Petition berichtet wird.
Kinder verwahrlost – Jugendamt und Amtsgericht sahen kein Problem
Zeugen berichten schockiert davon, wie sie die Kinder von Anette W. das erste Mal wieder sahen nachdem diese gerade wenige Monate beim Vater leben mussten: die Töchter erschienen beim Gerichtstermin beide mit Knochenbrüchen (Schlüsselbeinbruch, Unterarmbruch), mit zerfetzter Kleidung und waren in einem derart schlimmen Zustand der Verwahrlosung, dass Zeugen bereits meterweit aus der Ferne ein unangenehmer Geruch entgegenschlug. Später flüchtete die Ältere endgültig vom Vater.
Diesen Anblick fand das Jugendamt der Stadt Hannover jedoch nicht besorgniserregend.
Machenschaften werden auch von Stadt und Politik gedeckt
Nun geriet ebendieses Jugendamt in die Kritik, da sie auch hier den Gewaltvorwürfen nicht nachgingen. Weshalb haben die ganzen Belege, welche die Gewalthandlungen des Vaters glaubhaft machten oder zumindest vermuten ließen (Polizeibericht, Bericht der Bestärkungsstelle über die zahlreichen Beratungen der verzweifelten Mutter, die Inaugenscheinnahme der Kinder) ebenfalls zu keiner Überprüfung geführt?
Weshalb schreitet auch die Gleichstellungsbeauftragte (Grüne) nicht ein, die seit Monaten Unterstützung verspricht, aber schließlich nur versucht hat, Anette W. dazu zu bringen, ihren Protest einzustellen und auf mich einzuwirken, damit ich die Petition mit über 13.000 Unterschriften lösche? Eine Gleichstellungsbeauftragte, die eine Mutter, die Gewalt erlebt, davon abhalten will, sich gegen diese zu wehren und sie öffentlich zu machen? Und das alles nur, um die Urteile vom OLG Celle, die Kindeswohl und Gewaltschutz missachten, zu verteidigen? Ich war selber jahrelang Gleichstellungsbeauftragte und schäme mich für dieses Verhalten in Grund und Boden. Wer nicht die Kraft hat, für gewaltbetroffene Frauen und Kinder einen breiten Rücken zu machen, ist in diesem Job fehl am Platz. Wer auch noch meint, Frauenrechts-Proteste bekämpfen zu müssen, ist in jedem öffentlichen Amt fehl am Platz!
Politische und menschliche Abgründe
Es scheinen sich sehr viele Menschen entgegen jeder moralischen und beruflichen Verpflichtung dafür einzusetzen, misogyne Urteile eines „Nazi-Richters“ vom OLG Celle und Gewalt gegen Kinder zu decken und zu vertuschen! Geht es hier darum, Schaden von der Präsidentin vom OLG Celle abzuhalten? Sie ist immerhin eine Parteigenossin (Grüne) und ehemalige Staatssekretärin im Justizministerium. Gilt sie daher als unantastbar? Müssen daher die Verstrickungen zwischen Jugendamt der Stadt Hannover, Väterrechtlern, dem sogenannten "Nazi-Richter" vom OLG Celle, dem Amtsgericht Hannover und PolitikerInnen bei den Grünen vertuscht werden?
Aus der Region Hannover liegen mir rund 20 Fälle vor, die vom OLG Celle (fast immer vom 10. Senat) auf die stets selbe Art behandelt wurden: Gewaltschutz für Mütter und Kinder wird verhindert!
SPD, CDU und Grüne wurden über diese Fälle detailliert informiert!! Sie wissen, dass über 13.000 Menschen eine Untersuchungskommission fordern. Keine Reaktion seitens der Politik - außer einigen skurillen Anrufen, bei denen man versuchte, mir so einiges anzubieten, damit ich die Petition zurückziehe.
Zum Beispiel dieser Skandal-Anruf:
O-Ton PolitikerIn: „Überdenken Sie bitte dringend Ihre Petition. Solange sie online ist, können wir Anette W. nicht helfen. Die Petition schadet ihr nur. Wir können deshalb nichts für sie tun. Wenn Sie die Petition überdenken würden, sähe das anders aus. Wir könnten mehrere Millionen in die Forschung zu dem Thema stecken. Das muss natürlich vertraulich unter uns bleiben. Für Anette W. könnten wir ein Gespräch mit dem Ministerpräsidenten organisieren.“
Ich: „Aber es geht ja nicht nur um Anette W. Es geht um ganz viele betroffene Mütter, es geht um Kinder, die sind jetzt gerade in diesem Moment bei Gewalttätern untergebracht, denen nützt die tollste Forschung nichts mehr. Die müssen geschützt werden. Was ist mit denen?“
O-Ton PolitikerIn: „Denen können wir nicht helfen. Überlegen Sie es sich!“
WTF?
Vereins-Credo: „Wir brauchen gewalttätige Väter“
Währenddessen verweist die Stadt Hannover Väter weiter an einen Verein, der einschlägig für Frauenfeindlichkeit bekannt ist:
Die Seiten der Facebook-Gruppen des Vereins strotzen nur so vor misogynen Memes. Dieselben Frauenfeindlichkeiten finden sich auch bei Twitter (Z.B. das Posten des Artikels "Wir brauchen gewalttätige Väter"). Natürlich findet der bisherige Kopf des Vereins auch, dass Frauen im Bundestag überrepräsentiert sind und dass es für Femizide keine härteren Strafen geben sollte usw. usf. Diese glasklare Frauenfeindlichkeit hinderte das Bundesjustizministerium übrigens nicht daran, den Vereinsvorstand im Januar zum Kaffeeplausch einzuladen.
Eine unabhängige Untersuchungskommission jetzt!
Bei Anette W. haben (genauso wie bei vielen anderen) Verfahrensbeteiligte Fehler gemacht und ich glaube gerne, dass sie nun ihr Gesicht wahren wollen und einfach keine (Mit)Schuld eingestehen wollen. Doch hier geht es nicht um ein paar verschlampte Rechnungen oder eine kaputte Vase. Hier werden Kinder zerstört! Und das in großem Stil!
Deshalb fordere ich eine unabhängige Untersuchungskommission! Wer keinen "Dreck am Stecken" hat, bräuchte eine Untersuchung nicht fürchten! Es gibt keinen Grund gegen eine Untersuchungskommission zu sein - es sei denn man ist in die Machenschaften rund um das AG Hannover, das OLG Celle und das JA der Stadt Hannover verstrickt!
Und selbstverständlich fordere ich von der Landesregierung auch, die Untersuchungen im zweiten Schritt auf das ganze Bundesland Niedersachsen auszuweiten. Denn fest steht auch: es sind keine Einzelfälle. Frauen- und Kinderfeindlichkeit hat System - in ganz Deutschland! Das habe ich in meinem Buch und auch Dr. Hammer in seiner Studie mehr als deutlich gemacht!
Wer die Petition für Niedersachsen noch nicht unterschrieben hat: bitte unterschreiben und teilen!
Weitere Infos findet Ihr hier: Instagram @umgang_sorgerecht_coaching, Facebook: Christina Mundlos, Twitter: @CMundlos, Tiktok: @c_mundlos
Wer sich in das Thema institutionelle Gewalt weiter einlesen will, findet Infos, Hintergründe, Betroffenen- und ExpertInnen-Berichte sowie Tipps im gerade erschienenen Buch „Mütter klagen an – Institutionelle Gewalt gegen Frauen und Kinder im Familiengericht“.
Coaching-Anfragen bitte frühzeitig stellen – ich bin meist für Monate im Voraus ausgebucht und kann zum Teil auch keine Notfall- oder VIP-Termine mehr zeitnah anbieten!