Stoppen Sie den Bau einer Wasserstofftankstelle und eines Elektrolyseurs am Wohngebiet

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Walter Müller und 10 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Ich und viele meiner Nachbarn leben in Häusern, die sich zum Teil weniger als 40 Meter vom geplanten Standort für einen Elektrolyseur und eine Wasserstofftankstelle auf dem Betriebshof der SWK an der St. Töniser Straße befinden. Die Angst vor Lärmbelästigung, den "undenkbaren" Gefahren einer Wasserstoffexplosion und dem damit verbundenen Wertverlust unserer Alterssicherung ist groß.

Unsere Bürgerinitiative wehrt sich gegen diese geplante Entwicklung aus zwei Gründen: Erstens, der geplante Standort für diese Anlagen befindet sich zu nah an Wohngebäuden. Es gibt eine Vielzahl von Fallstudien und Bedenken von Fachleuten, die auf mögliche Gefahren und Risiken hinweisen. Zweitens, der Einsatz von Wasserstoff im öffentlichen Nahverkehr ist umstritten. Es gibt ernsthafte ökologische Bedenken hinsichtlich der Wasserstofftechnologie, und viele Städte und Länder haben ihre Pläne für Wasserstoffbusse ausgesetzt oder neu bewertet.

Wir drängen die zuständigen Behörden, den Bau dieser Wasserstoffinfrastruktur zu stoppen und die geplanten Standorte neu zu bewerten. Laut dem deutschen Baurecht sind bestimmte Mindestentfernungen von Industrieanlagen zu Wohngebäuden einzuhalten (Bundesimmisionsschutzgesetz § 50). Es ist Zeit, die Sicherheit und das Wohl der Anwohner in den Vordergrund zu stellen.

Bitte unterschreiben Sie diese Petition, um unsere Gemeinschaft vor potenziell gefährlichen Industrieanlagen zu schützen und die Lebensqualität für unsere Nachbarschaft und Generationen zu sichern. Wir brauchen Ihre Unterstützung. Ihre Stimme zählt. Jede Unterschrift zählt.

Informationen unter www.haltwasserstoff.de

Die SWK wollen einen großen Teil der Busflotte auf den Betrieb mit Wasserstoff umstellen. Einige Busse wurden bereits angeschafft. 

Wasserstoff wird möglicherweise ein wichtiger Baustein zur Eindämmung des Klimawandels sein. Dies bestreiten wir nicht. Der Einsatz von Wasserstoff in Busflotten des öffentlichen Personennahverkehrs ist aber umstritten, ineffektiv und teuer! Einige Städte sind von entsprechenden Plänen bereits zurückgetreten (u. a. Hamburg, Wiesbaden, Siegen) bzw. ziehen diese gerade in Zweifel (u. a. Essen).

Zur Betankung der Busse wollen die SWK eine Wasserstoff-Tankstelle auf dem Betriebsgelände St. Töniser Straße / Gatherhofstraße errichten, die zunächst mit Lkw-Trailern beliefert werden soll. Die SWK beabsichtigen einen Antrag zum Bau eines Elektrolyseurs zu stellen, um damit Wasserstoff selbst zu erzeugen.

Dazu wird Wasser mit Hilfe von Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Es wird also viel Energie zur Erzeugung des Gases aufgewendet, die besser unmittelbar zur Betankung von E-Bussen eingesetzt werden könnte, von erheblichen Energieverlusten ganz zu schweigen.

Der ökologische und ökonomische Sinn einer solchen Anlage darf zu Recht angezweifelt werden!

Der Elektrolyseur soll auf dem Betriebsgelände errichtet werden, ohne aus unserer Sicht ausreichende Rücksicht auf die vorhandene Wohnbebauung und weitere schützenswerte Einrichtungen.

Während der Abstandserlass im Rahmen einer Bauleitplanung für Immissionsschutz einen Abstand von 1000 Metern vorsieht, soll dieser Elektrolyseur nur mit einem Abstand von (geschätzt) weniger als 25 Metern aufgestellt werden.

Einige (lärmintensive) Bauteile werden sehr nah an die Wohnbebauung heranreichen. Eine angekündigte Lärmschutzwand von 7 Meter Höhe wird zum „optischen Highlight“ werden.

Wasserstoff ist alles andere als ungefährlich. Die Entzündung von Wasserstoff durch Sabotage oder Unfall kann katastrophale Folgen haben.

Die SWK bewerben ihren Elektrolyseur mit den neuesten Sicherheitsmaßnahmen. Die eigentlich undenkbaren Fälle können die SWK aber auch nicht ausschließen.

Wir denken zurück an den durch Fahrlässigkeit ausgelösten Brand des Affenhauses im Krefelder Zoo, an den kürzlich nur knapp verhinderten Brandanschlag auf das Cinemaxx oder den 2016 nur wenige Meter weiter entgleisten Zug der Krefelder Hafenbahn.

Zum Vergleich:
Bei den im vergangenen Jahr in unmittelbarer Nähe des geplanten Standortes gefundenen Weltkriegsbomben (Blindgänger) richteten die Behörden jeweils eine Sicherheitszone von 300 Metern ein. Aber bei einer solchen industriellen Anlage mit entsprechendem Gefährdungspotential soll der Abstand plötzlich unwichtig werden.

Im Radius von nur 500 Metern um den geplanten Elektrolyseur liegen unter anderem das Seniorenheim „Bellini“, der Kindergarten und das Jugendfreizeitheim „Schicksbaum“, das Altenwohn- und Pflegeheim „Gatherhof“, der evangelische Kindergarten an der Dülkener Straße, das Pflegeheim „Haus Lindental“ sowie der „Königreichsaal“ der Zeugen Jehovas. Weitere Schulen und kirchliche Einrichtungen sind kaum weiter entfernt.

Im (Evakuierungs-) Radius von 300 Metern befinden sich mindestens 100 Wohngebäude verschiedenster Art.

Mit vielen Hinweisen und Quellenangaben haben wir die Fraktionen  der vertretenen Parteien und die Verwaltung mit Informationen versorgt, da unserer Wahrnehmung nach politische Gremien teilweise in völliger Unkenntnis über Art, Umfang und Standort der geplanten Maßnahmen sind. In einer seit kurzem vorliegenden Studie der „Scientists for future“, ist klar davon die Rede, dass anders als von der SWK vorgetragen, die Reichweite von H-Bussen im Vergleich zu E-Bussen kein ausschließendes Kriterium mehr ist.

Bei der Standortfrage des Elektrolyseurs unmittelbar an einem Wohngebiet führen die SWK erhebliche Synergieeffekte an, handeln also in rein wirtschaftlicher Interessenlage.  Wieso sollen die mit der Wasserstofftechnologie an diesem Standort in Kauf zunehmenden Nachteile von uns Bürgern im Westen der Stadt getragen werden?

Und das alles nur wegen einer Technologie, deren Einsatz im ÖPNV mehr als fragwürdig ist. Hier die Zusammenfassung aus der schon erwähnten Studie "Scientists for Future":

• Der Ausbau des ÖPNV und seine Umstellung auf CO2-freien Betrieb muss einen wesentlichen Beitrag zu Energiewende und THG-Null leisten. Eine erste Übersicht zeigt, dass dafür bislang mehr als 10-mal so viel E-Busse mit Batterien als Wasserstoff-Busse mit Brennstoffzelle eingesetzt werden.

• Die ÖPNV-Betreiber haben für ihre Entscheidungen für die eine oder andere Technologie sehr unterschiedliche Kriterien. Ein Kriterium ist die Energieeffizienz, wobei wegen der Energieverluste bei der Herstellung des Wasserstoffs mittels Elektrolyse und der Rückverwandlung in Strom in einer Brennstoffzelle der Wasserstoff-Bus deutlich schlechter abschneidet als das Laden und Entladen der Batterie-Busse.

• Bis vor kurzem war die mangelhafte Reichweite der E-Busse oft noch ausschlaggebend für eine Entscheidung zugunsten von Wasserstoff-Bussen. Inzwischen haben allerdings die E- Busse dank gesteigerter Batteriekapazität mit den Wasserstoff-Bussen gleichgezogen oder sie sogar überholt. Kommen die Wasserstoff-Busse meist mit einmal Nachtanken pro tägliche Fahrstrecke aus, reicht für aktuelle E-Busse inzwischen eine nächtliche Depotladung.

• Bei der Steigfähigkeit gibt es keine Unterschiede. Bei der Durchlasshöhe werden die E- Busse der nächsten Generation sogar im Vorteil sein.

• Bei der Einrichtung der technisch nötigen Tank- bzw. Lade-Infrastruktur ist der E-Bus in der Regel weniger aufwändig als der Wasserstoff-Bus.

• Bei den Anschaffungskosten ist die Investition in Wasserstoff-Busse derzeit bis zu 20 % höher als in E-Busse. Bei der Wartung und der Erneuerung der Batterien bzw. der Brennstoffzellen-Stacks bleiben die Kosten ungefähr auf derselben Höhe. Allerdings kann, wenn es für den Standort besondere Förderbedingungen gibt, die Umstellung auf Wasserstoff im Sonderfall günstiger sein.

• An einigen wenigen Standorten, wo fossiler Wasserstoff sozusagen als Abfallprodukt der Chemie-Industrie anfällt oder derzeit noch überschüssiger grüner Wasserstoff aus subventionierten Pilotprojekten verfügbar ist, ist Wasserstoff bzgl. der Betriebskosten evtl. aktuell noch die günstigere Lösung. Die aktuellen Wasserstoffkosten am freien Markt sind aber bereits jetzt deutlich höher als die aktuellen Stromkosten.

• Mittel- und langfristig wird die Versorgung mit 100 % grünem Wasserstoff weder mengenmäßig gesichert noch kostenmäßig bezahlbar sein. Während die Versorgung mit 100% grünem Strom mittel- und langfristig zu relativ günstigen Betriebskosten führen wird.
Unter dem Strich ist die Umstellung auf E-Busse bezüglich der Betriebskosten die zukunftssichere Lösung bei vergleichbarer Fahrleistung und Einsetzbarkeit wie Wasserstoff-Busse.

Übrigens:
Das Thema Durchlasshöhe (siehe oben) ist in Krefeld durchaus relevant, denn die 3,30 Meter hohen Wasserstoffbusse werden einige Krefelder Eisenbahnbrücken (Gladbacher Straße, Kölner Straße, Voltaplatz, Hausbend) niemals unterqueren können, da diese nur für Fahrzeuge bis 3,00 Meter bzw. 3,20 Meter Höhe ausgelegt sind. Ein Vollbetrieb mit Wasserstoffbussen wird in Krefeld also nicht möglich sein.

 

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Walter Müller und 10 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Ich und viele meiner Nachbarn leben in Häusern, die sich zum Teil weniger als 40 Meter vom geplanten Standort für einen Elektrolyseur und eine Wasserstofftankstelle auf dem Betriebshof der SWK an der St. Töniser Straße befinden. Die Angst vor Lärmbelästigung, den "undenkbaren" Gefahren einer Wasserstoffexplosion und dem damit verbundenen Wertverlust unserer Alterssicherung ist groß.

Unsere Bürgerinitiative wehrt sich gegen diese geplante Entwicklung aus zwei Gründen: Erstens, der geplante Standort für diese Anlagen befindet sich zu nah an Wohngebäuden. Es gibt eine Vielzahl von Fallstudien und Bedenken von Fachleuten, die auf mögliche Gefahren und Risiken hinweisen. Zweitens, der Einsatz von Wasserstoff im öffentlichen Nahverkehr ist umstritten. Es gibt ernsthafte ökologische Bedenken hinsichtlich der Wasserstofftechnologie, und viele Städte und Länder haben ihre Pläne für Wasserstoffbusse ausgesetzt oder neu bewertet.

Wir drängen die zuständigen Behörden, den Bau dieser Wasserstoffinfrastruktur zu stoppen und die geplanten Standorte neu zu bewerten. Laut dem deutschen Baurecht sind bestimmte Mindestentfernungen von Industrieanlagen zu Wohngebäuden einzuhalten (Bundesimmisionsschutzgesetz § 50). Es ist Zeit, die Sicherheit und das Wohl der Anwohner in den Vordergrund zu stellen.

Bitte unterschreiben Sie diese Petition, um unsere Gemeinschaft vor potenziell gefährlichen Industrieanlagen zu schützen und die Lebensqualität für unsere Nachbarschaft und Generationen zu sichern. Wir brauchen Ihre Unterstützung. Ihre Stimme zählt. Jede Unterschrift zählt.

Informationen unter www.haltwasserstoff.de

Die SWK wollen einen großen Teil der Busflotte auf den Betrieb mit Wasserstoff umstellen. Einige Busse wurden bereits angeschafft. 

Wasserstoff wird möglicherweise ein wichtiger Baustein zur Eindämmung des Klimawandels sein. Dies bestreiten wir nicht. Der Einsatz von Wasserstoff in Busflotten des öffentlichen Personennahverkehrs ist aber umstritten, ineffektiv und teuer! Einige Städte sind von entsprechenden Plänen bereits zurückgetreten (u. a. Hamburg, Wiesbaden, Siegen) bzw. ziehen diese gerade in Zweifel (u. a. Essen).

Zur Betankung der Busse wollen die SWK eine Wasserstoff-Tankstelle auf dem Betriebsgelände St. Töniser Straße / Gatherhofstraße errichten, die zunächst mit Lkw-Trailern beliefert werden soll. Die SWK beabsichtigen einen Antrag zum Bau eines Elektrolyseurs zu stellen, um damit Wasserstoff selbst zu erzeugen.

Dazu wird Wasser mit Hilfe von Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Es wird also viel Energie zur Erzeugung des Gases aufgewendet, die besser unmittelbar zur Betankung von E-Bussen eingesetzt werden könnte, von erheblichen Energieverlusten ganz zu schweigen.

Der ökologische und ökonomische Sinn einer solchen Anlage darf zu Recht angezweifelt werden!

Der Elektrolyseur soll auf dem Betriebsgelände errichtet werden, ohne aus unserer Sicht ausreichende Rücksicht auf die vorhandene Wohnbebauung und weitere schützenswerte Einrichtungen.

Während der Abstandserlass im Rahmen einer Bauleitplanung für Immissionsschutz einen Abstand von 1000 Metern vorsieht, soll dieser Elektrolyseur nur mit einem Abstand von (geschätzt) weniger als 25 Metern aufgestellt werden.

Einige (lärmintensive) Bauteile werden sehr nah an die Wohnbebauung heranreichen. Eine angekündigte Lärmschutzwand von 7 Meter Höhe wird zum „optischen Highlight“ werden.

Wasserstoff ist alles andere als ungefährlich. Die Entzündung von Wasserstoff durch Sabotage oder Unfall kann katastrophale Folgen haben.

Die SWK bewerben ihren Elektrolyseur mit den neuesten Sicherheitsmaßnahmen. Die eigentlich undenkbaren Fälle können die SWK aber auch nicht ausschließen.

Wir denken zurück an den durch Fahrlässigkeit ausgelösten Brand des Affenhauses im Krefelder Zoo, an den kürzlich nur knapp verhinderten Brandanschlag auf das Cinemaxx oder den 2016 nur wenige Meter weiter entgleisten Zug der Krefelder Hafenbahn.

Zum Vergleich:
Bei den im vergangenen Jahr in unmittelbarer Nähe des geplanten Standortes gefundenen Weltkriegsbomben (Blindgänger) richteten die Behörden jeweils eine Sicherheitszone von 300 Metern ein. Aber bei einer solchen industriellen Anlage mit entsprechendem Gefährdungspotential soll der Abstand plötzlich unwichtig werden.

Im Radius von nur 500 Metern um den geplanten Elektrolyseur liegen unter anderem das Seniorenheim „Bellini“, der Kindergarten und das Jugendfreizeitheim „Schicksbaum“, das Altenwohn- und Pflegeheim „Gatherhof“, der evangelische Kindergarten an der Dülkener Straße, das Pflegeheim „Haus Lindental“ sowie der „Königreichsaal“ der Zeugen Jehovas. Weitere Schulen und kirchliche Einrichtungen sind kaum weiter entfernt.

Im (Evakuierungs-) Radius von 300 Metern befinden sich mindestens 100 Wohngebäude verschiedenster Art.

Mit vielen Hinweisen und Quellenangaben haben wir die Fraktionen  der vertretenen Parteien und die Verwaltung mit Informationen versorgt, da unserer Wahrnehmung nach politische Gremien teilweise in völliger Unkenntnis über Art, Umfang und Standort der geplanten Maßnahmen sind. In einer seit kurzem vorliegenden Studie der „Scientists for future“, ist klar davon die Rede, dass anders als von der SWK vorgetragen, die Reichweite von H-Bussen im Vergleich zu E-Bussen kein ausschließendes Kriterium mehr ist.

Bei der Standortfrage des Elektrolyseurs unmittelbar an einem Wohngebiet führen die SWK erhebliche Synergieeffekte an, handeln also in rein wirtschaftlicher Interessenlage.  Wieso sollen die mit der Wasserstofftechnologie an diesem Standort in Kauf zunehmenden Nachteile von uns Bürgern im Westen der Stadt getragen werden?

Und das alles nur wegen einer Technologie, deren Einsatz im ÖPNV mehr als fragwürdig ist. Hier die Zusammenfassung aus der schon erwähnten Studie "Scientists for Future":

• Der Ausbau des ÖPNV und seine Umstellung auf CO2-freien Betrieb muss einen wesentlichen Beitrag zu Energiewende und THG-Null leisten. Eine erste Übersicht zeigt, dass dafür bislang mehr als 10-mal so viel E-Busse mit Batterien als Wasserstoff-Busse mit Brennstoffzelle eingesetzt werden.

• Die ÖPNV-Betreiber haben für ihre Entscheidungen für die eine oder andere Technologie sehr unterschiedliche Kriterien. Ein Kriterium ist die Energieeffizienz, wobei wegen der Energieverluste bei der Herstellung des Wasserstoffs mittels Elektrolyse und der Rückverwandlung in Strom in einer Brennstoffzelle der Wasserstoff-Bus deutlich schlechter abschneidet als das Laden und Entladen der Batterie-Busse.

• Bis vor kurzem war die mangelhafte Reichweite der E-Busse oft noch ausschlaggebend für eine Entscheidung zugunsten von Wasserstoff-Bussen. Inzwischen haben allerdings die E- Busse dank gesteigerter Batteriekapazität mit den Wasserstoff-Bussen gleichgezogen oder sie sogar überholt. Kommen die Wasserstoff-Busse meist mit einmal Nachtanken pro tägliche Fahrstrecke aus, reicht für aktuelle E-Busse inzwischen eine nächtliche Depotladung.

• Bei der Steigfähigkeit gibt es keine Unterschiede. Bei der Durchlasshöhe werden die E- Busse der nächsten Generation sogar im Vorteil sein.

• Bei der Einrichtung der technisch nötigen Tank- bzw. Lade-Infrastruktur ist der E-Bus in der Regel weniger aufwändig als der Wasserstoff-Bus.

• Bei den Anschaffungskosten ist die Investition in Wasserstoff-Busse derzeit bis zu 20 % höher als in E-Busse. Bei der Wartung und der Erneuerung der Batterien bzw. der Brennstoffzellen-Stacks bleiben die Kosten ungefähr auf derselben Höhe. Allerdings kann, wenn es für den Standort besondere Förderbedingungen gibt, die Umstellung auf Wasserstoff im Sonderfall günstiger sein.

• An einigen wenigen Standorten, wo fossiler Wasserstoff sozusagen als Abfallprodukt der Chemie-Industrie anfällt oder derzeit noch überschüssiger grüner Wasserstoff aus subventionierten Pilotprojekten verfügbar ist, ist Wasserstoff bzgl. der Betriebskosten evtl. aktuell noch die günstigere Lösung. Die aktuellen Wasserstoffkosten am freien Markt sind aber bereits jetzt deutlich höher als die aktuellen Stromkosten.

• Mittel- und langfristig wird die Versorgung mit 100 % grünem Wasserstoff weder mengenmäßig gesichert noch kostenmäßig bezahlbar sein. Während die Versorgung mit 100% grünem Strom mittel- und langfristig zu relativ günstigen Betriebskosten führen wird.
Unter dem Strich ist die Umstellung auf E-Busse bezüglich der Betriebskosten die zukunftssichere Lösung bei vergleichbarer Fahrleistung und Einsetzbarkeit wie Wasserstoff-Busse.

Übrigens:
Das Thema Durchlasshöhe (siehe oben) ist in Krefeld durchaus relevant, denn die 3,30 Meter hohen Wasserstoffbusse werden einige Krefelder Eisenbahnbrücken (Gladbacher Straße, Kölner Straße, Voltaplatz, Hausbend) niemals unterqueren können, da diese nur für Fahrzeuge bis 3,00 Meter bzw. 3,20 Meter Höhe ausgelegt sind. Ein Vollbetrieb mit Wasserstoffbussen wird in Krefeld also nicht möglich sein.

 

Die Entscheidungsträger*innen

Stadt Krefeld
Stadt Krefeld
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