
Liebe Unterstützer*innen,
danke an diejenigen, die geholfen haben, unser Anliegen gestern vor dem Bundesgesundheitsministerium sichtbar zu machen!
Auch wenn es insgesamt mit ca. 20 bis 40 Teilnehmenden eine überschaubare Zahl an Demonstrierenden war, hat die Aktion meines Erachtens ihren Sinn nicht verfehlt.
Denn erstens hat die Berliner Zeitung die Demonstration zum Anlass genommen, sehr hintergründig über die politische Lage der Dinge und die Bedeutung unseres Anliegens unter Verlinkung der Petition zu berichten:
Zweitens haben wir mit dem Berlin Buyers Club das Problem konkret im Regierungsviertel sichtbar gemacht.
Drittens haben wir den schwer an Long-/Post-Covid und ME/CFS-Erkrankten, die nicht vor Ort sein konnten, eine Stimme gegeben. Die Statements der nicht mobilen Betroffenen wurden verlesen, es waren bewegende und beklemmende Momente.
Neben dem wissenschaftlich-epidemiologischen Nutzen hat das Abwassermonitoring für Schattenfamilien und schwer Vorerkrankte einen sehr lebenspraktischen Nutzen. Dies zu verdeutlichen macht klar, dass es sich bei der Abschaltung der epidemiologischen Überwachung nicht um ein irgendwie dem Alltag entferntes akademisches Problem handelt.
Was sehr enttäuschend war: Vom Ministerium hat sich überhaupt niemand blicken lassen. Ich hatte vor der Demonstration Gelegenheit, kurz mit den Veranstalter*innen zu sprechen. Diese erklärten unisono, dass das Ministerium sich für ihr Anliegen nur bei großen Medienterminen oder anlässlich des runden Tisches interessiere und sie und die Anliegen Long-Covid-Betroffener ansonsten nicht beachte.
Auch ich habe weder eine Reaktion auf meine persönliche Einladung zum Dialog an die Pressestelle des Ministeriums erhalten, noch überhaupt eine Bestätigung des elektronischen Empfangs der bisher gesammelten Unterschriften. Dass es keine persönliche Annahme geben würde, hatte man mir schon bei meiner ersten Kontaktaufnahme mitgeteilt.
5000 Unterschriften!
Ich möchte aber positiv schließen: Und mich bei den Unterzeichnenden bedanken! Wir haben die 5.000er Marke tatsächlich geschafft. Und täglich kommen mehr Unterschriften dazu.
Und mich beim Berlin Buyers Club von Herzen bedanken, der bei der Demonstration von ihrer großen Telefonaktion berichtete: Das Kollektiv hatte alle Abgeordneten des Gesundheitsausschuss' kontaktiert und alle zuständigen Stellen bei den einzelnen Bundesländern. Unterstützt bitte, wenn ihr mögt, die ehrenamtliche Arbeit des Kollektivs, die als von Long-Covid-Betroffene ihre begrenzte Energie für den wichtigen Kampf für Wissenschaft, Forschung und eine solidarische Gesundheitsversorgung und Gesellschaft aufwenden. Spendet oder kauft euch den schicken Merch und setzt damit ein Statement!
Die Petition bleibt offen, denn ich möchte erstens die Unterschriften auch beizeiten dem neu besetzten und hoffentlich dann an Public Health orientierten Gesundheitsministerium zugänglich machen. Und zweitens hoffe ich beizeiten hier über die Zulassung der ePetition des Deutschen Bundestages informieren zu können. Der Petionsausschuss ist mit der Prüfung überfällig.
Kommende Woche richten sich nun unsere Hoffnungen auf die Bereinigungssitzungen des Haushaltsausschusses.
Bleibt gesund und engagiert!
Schönes Wochenende