Stoppen die Abschiebung eines integrierten Freundes
Stoppen die Abschiebung eines integrierten Freundes
Das Anliegen
Mit 17 machte er sich allein auf den Weg. Durch die Wüste, Monate unterwegs, dann die Überfahrt über die Ägäis in einem überfüllten Boot. Wer diese Route geht, erlebt Gewalt, Hunger, Erpressung und Haft. Viele kommen nie an. Mohammed kam an — mit nichts.
In Griechenland wurde er registriert und stellte dort einen Asylantrag. Das war keine Entscheidung, sondern Vorschrift: Wer in Griechenland ankommt, wird dort registriert. Danach ließ man ihn allein. Griechenland stellt Schutzsuchenden faktisch keine Unterkunft, keine Grundsicherung und keine Perspektive zur Verfügung. Deutsche Verwaltungsgerichte haben Überstellungen dorthin über Jahre hinweg immer wieder untersagt.
Also ging er weiter — und kam nach Deutschland genauer gesagt in den Kreis Minden Lübbecke.
Und dann tat er genau das, was wir uns von jedem wünschen, der neu ankommt: Er machte es.
Er lernte Deutsch, ohne dass ihn jemand dazu zwingen musste. Er ging zur Schule und machte nach 2 Jahren seinen Hauptschulabschluss — in einer Sprache, die er zwei Jahre vorher noch kein Wort gesprochen hatte. Er bewarb sich, führte Vorstellungsgespräche und bekam eine Zusage: Ab September sollte er bei einem der größten Arbeitgeber unserer Region eine Ausbildung beginnen.
Und er ist längst einer von uns. Seit 1,5 Jahren spielt er in einem Fußball Verein in Fabbenstedt. Er steht sonntags auf dem Platz, fährt zu Auswärtsspielen, hilft im Verein mit. Seine Mitspieler sind seine Freunde. Wenn man in Espelkamp fragt, wer Mohammed ist, bekommt man keine Akte beschrieben, sondern einen Menschen: freundlich, verlässlich, jemand, der hilft, ohne gefragt zu werden.
Am 28.09.26 kam der Bescheid. Deutschland erklärt sich für nicht zuständig — zuständig sei Griechenland, weil er dort zuerst registriert wurde. Der Rechtsweg ist inzwischen ausgeschöpft. Am 10.09.2026 soll er zurück. In ein Land, in dem er niemanden kennt, dessen Sprache er nicht spricht, wo ihn weder Wohnung noch Schule noch Arbeit erwarten.
Zwei Jahre Arbeit. Ein Abschluss. Ein Ausbildungsplatz. Alles weg — wegen einer Zuständigkeitsregel.
Warum das falsch ist
Es hat nicht an ihm gelegen. Sprache: gelernt. Schulabschluss: gemacht. Ausbildungsplatz: selbst gefunden. Verein, Freunde, Alltag: angekommen. Wenn selbst das nicht reicht — was soll dann jemals reichen?
Es widerspricht allem, was wir sonst fordern. In Espelkamp, in Lübbecke, im ganzen Kreis Minden-Lübbecke suchen Betriebe verzweifelt Auszubildende. Hier ist ein 19-Jähriger mit Abschluss, mit Deutschkenntnissen, mit einem zugesagten Ausbildungsplatz — und der Staat bringt ihn außer Landes. Das ist kein Ordnungsprinzip. Das ist ein Fehler, den man korrigieren kann.
Das Gesetz erlaubt die Korrektur. Art. 17 der Dublin-III-Verordnung gibt Deutschland ausdrücklich das Recht, ein Asylverfahren selbst zu führen, auch wenn formal ein anderer Staat zuständig wäre. Es braucht dafür kein neues Gesetz — nur eine Entscheidung. Auch die Härtefallkommission NRW existiert genau für Fälle wie diesen: wenn das Verfahren zu Ende ist, das Ergebnis aber offensichtlich unmenschlich wäre.
Griechenland ist kein Schutz. Eine Überstellung dorthin bedeutet für einen alleinstehenden 19-Jährigen realistisch: Obdachlosigkeit. Das ist keine Rückführung in ein funktionierendes Verfahren, das ist eine Abschiebung in die Perspektivlosigkeit.
Und es geht um einen Menschen. Um jemanden, der jede Woche auf unserem Platz steht. Um einen Freund.
Was Sie tun können
Unterschreiben Sie diese Petition. Und teilen Sie sie — mit Ihrer Familie, in Ihrem Verein, in Ihrer Schule, an Ihrem Arbeitsplatz. Jede Unterschrift ist ein Argument mehr in einem Verfahren, in dem ein Mensch sonst nur eine Aktennummer ist.
Wir richten uns nicht gegen den Rechtsstaat. Wir bitten ihn, dort Ermessen zu nutzen, wo er es ausdrücklich hat.
Espelkamp wurde für Menschen gebaut, die nirgendwo hinkonnten. Lassen wir nicht zu, dass ausgerechnet hier ein junger Mann weggeschickt wird, der angekommen ist.
Mohammed hat sich für dieses Land entschieden, als er nichts hatte. Jetzt entscheidet dieses Land über ihn.

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Das Anliegen
Mit 17 machte er sich allein auf den Weg. Durch die Wüste, Monate unterwegs, dann die Überfahrt über die Ägäis in einem überfüllten Boot. Wer diese Route geht, erlebt Gewalt, Hunger, Erpressung und Haft. Viele kommen nie an. Mohammed kam an — mit nichts.
In Griechenland wurde er registriert und stellte dort einen Asylantrag. Das war keine Entscheidung, sondern Vorschrift: Wer in Griechenland ankommt, wird dort registriert. Danach ließ man ihn allein. Griechenland stellt Schutzsuchenden faktisch keine Unterkunft, keine Grundsicherung und keine Perspektive zur Verfügung. Deutsche Verwaltungsgerichte haben Überstellungen dorthin über Jahre hinweg immer wieder untersagt.
Also ging er weiter — und kam nach Deutschland genauer gesagt in den Kreis Minden Lübbecke.
Und dann tat er genau das, was wir uns von jedem wünschen, der neu ankommt: Er machte es.
Er lernte Deutsch, ohne dass ihn jemand dazu zwingen musste. Er ging zur Schule und machte nach 2 Jahren seinen Hauptschulabschluss — in einer Sprache, die er zwei Jahre vorher noch kein Wort gesprochen hatte. Er bewarb sich, führte Vorstellungsgespräche und bekam eine Zusage: Ab September sollte er bei einem der größten Arbeitgeber unserer Region eine Ausbildung beginnen.
Und er ist längst einer von uns. Seit 1,5 Jahren spielt er in einem Fußball Verein in Fabbenstedt. Er steht sonntags auf dem Platz, fährt zu Auswärtsspielen, hilft im Verein mit. Seine Mitspieler sind seine Freunde. Wenn man in Espelkamp fragt, wer Mohammed ist, bekommt man keine Akte beschrieben, sondern einen Menschen: freundlich, verlässlich, jemand, der hilft, ohne gefragt zu werden.
Am 28.09.26 kam der Bescheid. Deutschland erklärt sich für nicht zuständig — zuständig sei Griechenland, weil er dort zuerst registriert wurde. Der Rechtsweg ist inzwischen ausgeschöpft. Am 10.09.2026 soll er zurück. In ein Land, in dem er niemanden kennt, dessen Sprache er nicht spricht, wo ihn weder Wohnung noch Schule noch Arbeit erwarten.
Zwei Jahre Arbeit. Ein Abschluss. Ein Ausbildungsplatz. Alles weg — wegen einer Zuständigkeitsregel.
Warum das falsch ist
Es hat nicht an ihm gelegen. Sprache: gelernt. Schulabschluss: gemacht. Ausbildungsplatz: selbst gefunden. Verein, Freunde, Alltag: angekommen. Wenn selbst das nicht reicht — was soll dann jemals reichen?
Es widerspricht allem, was wir sonst fordern. In Espelkamp, in Lübbecke, im ganzen Kreis Minden-Lübbecke suchen Betriebe verzweifelt Auszubildende. Hier ist ein 19-Jähriger mit Abschluss, mit Deutschkenntnissen, mit einem zugesagten Ausbildungsplatz — und der Staat bringt ihn außer Landes. Das ist kein Ordnungsprinzip. Das ist ein Fehler, den man korrigieren kann.
Das Gesetz erlaubt die Korrektur. Art. 17 der Dublin-III-Verordnung gibt Deutschland ausdrücklich das Recht, ein Asylverfahren selbst zu führen, auch wenn formal ein anderer Staat zuständig wäre. Es braucht dafür kein neues Gesetz — nur eine Entscheidung. Auch die Härtefallkommission NRW existiert genau für Fälle wie diesen: wenn das Verfahren zu Ende ist, das Ergebnis aber offensichtlich unmenschlich wäre.
Griechenland ist kein Schutz. Eine Überstellung dorthin bedeutet für einen alleinstehenden 19-Jährigen realistisch: Obdachlosigkeit. Das ist keine Rückführung in ein funktionierendes Verfahren, das ist eine Abschiebung in die Perspektivlosigkeit.
Und es geht um einen Menschen. Um jemanden, der jede Woche auf unserem Platz steht. Um einen Freund.
Was Sie tun können
Unterschreiben Sie diese Petition. Und teilen Sie sie — mit Ihrer Familie, in Ihrem Verein, in Ihrer Schule, an Ihrem Arbeitsplatz. Jede Unterschrift ist ein Argument mehr in einem Verfahren, in dem ein Mensch sonst nur eine Aktennummer ist.
Wir richten uns nicht gegen den Rechtsstaat. Wir bitten ihn, dort Ermessen zu nutzen, wo er es ausdrücklich hat.
Espelkamp wurde für Menschen gebaut, die nirgendwo hinkonnten. Lassen wir nicht zu, dass ausgerechnet hier ein junger Mann weggeschickt wird, der angekommen ist.
Mohammed hat sich für dieses Land entschieden, als er nichts hatte. Jetzt entscheidet dieses Land über ihn.

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Petition am 30. September 2026 erstellt