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Ответ от Gabriele Triebel

Gabriele Triebel
MdL., Stv. Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
5 мар. 2024 г.
Deutsch und Mathe sind die Basis für Arbeit und Leben. Diese Fächer zu stärken ist gut. Das zulasten anderer Fächer zu tun, verschiebt künftige Schwächen in der Bildung unserer Kinder auf die schlechtest mögliche Weise. Musik, Kunst, Gestalten und Werken sind wichtig, um kreatives Denken zu fördern. Für die Probleme im Berufsleben wie im Alltag wird es Kreativität und Flexibilität brauchen. Komplexe Herausforderungen wie die Klimakrise, die Friedensicherung oder die Weiterentwicklung der KI erfordern kreatives Denken. Rechnen und Schreiben sind die Grundlagen - Kreativität braucht es für den richtigen Einsatz dieser Kompetenzen. Schon deshalb dürfen Musik und Kunst nicht aus der Schule ausgelagert und eine Frage des Geldbeutels oder sozialen Status der Eltern werden. Das Zusammenstreichen der Fächer Kunst, Musik, Werken und Gestalten durch die CSU/FW-Regierung ist der falsche Weg. Wir lehnen das ab.

Schüler*innen und Lehrkräfte brauchen Freiraum, Luft zum Atmen – pädagogisch und zeitlich. Möglichst viele Inhalte in möglichst kurze Zeit zu pressen ist ein verstaubtes Schulkonzept. Das hat Kinder, Eltern und Lehrkräfte erst in die aktuelle Drucksituation gebracht. Wir wollen dagegen ein paar Stunden mehr Unterrichtszeit für echte individuelle Förderung und um zu entlasten: Kinder vom permanenten Zeitdruck, Lehrkräfte vom vollgestopften Lehrplan, Eltern von der Notwendigkeit, schon ab 11.15 Uhr eine Kinderbetreuung sicherstellen zu müssen.

Wir begrüßen mehr Flexibilität in den Grundschulen, mehr Vertrauen in Lehrkräfte, Elternschaft und Kinder. Söders Verbot, auch Religionsstunden flexibler handzuhaben, widerspricht dieser Flexibilität.

Der Umfang des Religionsunterrichts ist diskussionswürdig. Wir werden dazu den konstruktiven Austausch mit den Kirchen fortsetzen und verstärken. Ziel ist, die Stunden-Relation zwischen Religion und anderen Fächern neu auszubalancieren.

Unsere Kinder sind das Wertvollste, das wir haben. Deshalb wollen wir für unsere Kleinsten das Beste. Wir brauchen mehr pädagogisches Fachpersonal und kleinere Klassen für mehr ganzheitlichen Unterricht ohne Frontalvorträge. Die CSU-/FW-Regierung muss endlich dafür sorgen, dass mehr Menschen Freude am Lehrberuf finden. Der Söder-Vorschlag, Teilzeit einzuschränken ist das Gegenteil. In Kinder und ihre Bildung ganz oben auf die Prioritätenliste zu nehmen, ist die allerbeste Investition in die Zukunft.
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