Stille Mahnwache der Nächstenliebe am 1.12.23. Platz der Menschenrechte, 15:00.


Stille Mahnwache der Nächstenliebe am 1.12.23. Platz der Menschenrechte, 15:00.
Das Problem
Gemeinsam Sein
Offene Einladung zu einem Moment der Stille
Bereits auf Grund von Österreichs Geschichte tragen wir eine Verantwortung, uns um eine friedliche und vorurteilsfreie Zukunft zu kümmern. Der Antisemitismus und Ausländerhass, der hier stattfand, darf sich auf keine Art oder Weise wiederholen. Es ist essenziell gegen die fortwährenden, steigenden und aktuellen Diskriminierungen, sei es Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus oder jegliche andere Art der Xenophobie, ein Zeichen zu setzen.
Wir wollen, dass Menschen in Österreich ihre kulturelle Vielfalt friedlich und respektvoll miteinander leben können. Sie sollen wissen, dass sie hier nicht bloß einen Platz haben, aber auch die Empathie und Akzeptanz seitens ihrer Mitmenschen erfahren. Der verbindende Faden der menschlichen Geschichte ist unser konstanter Austausch von kulturellen und individuellen Werten, der unsere Gesellschaft und Demokratie zusammenbringt.
Diesen Austausch wollen wir pflegen.
Heute erscheint die Welt geteilt.
Heute erscheinen unsere Straßen geteilt.
Heute hören und erfahren viele von uns Geschichten der Angst, der Zerstörung, des Todes. Wenn wir diese Geschichten hören, fühlen wir miteinander. Wir weinen miteinander, umarmen einander, suchen Trost und stärken uns gegenseitig. Verständlicherweise bringen diese Geschichten und Erfahrungen wiederum Angst, Wut und Spaltung. Selbst Taten, die wir der Vergangenheit zuschreiben wollen, rücken immer mehr in den Alltag: Poster werden heruntergerissen, der Friedhof mit Hakenkreuzen beschmiert und in Brand gesetzt, Menschen wird gedroht, Gewalttaten gegen Muslime passieren auf offener Straße, und Sätze wie: “Schleich dich zurück in dein Land!”, sowie weitere Demütigungen häufen sich.
Wir wünschen uns, dass ÖsterreicherInnen, und alle in Österreich lebenden Menschen, jeglicher Art von Herkunft und Religionsbekenntnis, christliche, jüdische, muslimische, wir alle hier, in Frieden und Freundschaft miteinander leben, und bekennen uns gegen die Diskriminierung die unsere MitbürgerInnen erfahren.
Deswegen appellieren wir heute an die Menschlichkeit, ans Gemeinsam Sein, an die Stimme, die all unsere Kulturen und Religionen zusammenbringt: Die Nächstenliebe.
Wir wollen einander die Möglichkeit bieten, für einen Moment unsere Lasten gemeinsam abzulegen, und einander beiseite zu stehen. Es ist uns ein Wunsch einen Raum zu schaffen, an dem gleichwertiger Austausch stattfindet und in dem Visionen für ein neues Gemeinsam-Sein entstehen können.
Dafür stehen wir heute in Stille mit keinen anderen Symbolen als weißen Bannern, und weißen Tüchern auf der Straße in Wien.
gemeinsamsein.at@posteo.net @gemeinsamsein.at
english version:
Alreaady due to Austria's history, we carry the responsibility to ensure a peaceful and prejudice-free future. The antisemitism and xenophobia that occurred here must not repeat itself under any circumstances. It is essential that we stand united against the persistent, escalating, and current forms of discrimination—be it anti-Semitism, anti-Muslim racism, or any other manifestation of xenophobia.
We want people in Austria to peacefully and respectfully live their cultural diversity together. Everyone deserves to experience empathy and acceptance from their fellow human beings. The connecting thread of human history is our constant exchange of cultural and individual values that form and bring our societies together.
We aim to nurture this exchange.
Today, the world seems divided.
Today, our streets seem divided.
Today, many of us hear and experience stories of fear, destruction, and death. Understandably, these stories and experiences also bring fear, anger, and division. Even actions that we wish to attribute to the past are increasingly becoming part of everyday life: posters are being torn down, parts of the cemetery are sprayed with Swastikas and have been set on fire, threats are issued to people, acts of violence happen on the streets against Muslims and phrases like "Go back to your own country!" along with other humiliations are on the rise.
When we hear about these situations, we empathize. We cry together, embrace each other, seek comfort, and give our best to build each other up again.
We aspire to a peaceful and harmonious coexistence among all individuals residing in Austria, regardless of their origins or religious beliefs—whether Christian, Jewish, Muslim, or any other. We stand united against the discrimination faced by our fellow citizens, striving for a shared existence founded on peace and friendship.
Therefore, today, we appeal to humanity, to unity, to the voice that unites all our cultures and religions: compassion.
We want to offer each other the opportunity to momentarily share the weight of our burdens and stand by each other. It is our wish to create a space where equal exchange can take place and where visions for a new way of being together can emerge. That's why today we stand in silence, with no other symbols than white banners and white cloths on the streets of Vienna.
Jeanne Drach (podcast entrepreneur / musician), Lucas Englander (actor), Emma Gioia Enzi (student Angewandte Wien), Mariam Hage (actor) Michael Schulte (photographer)

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Das Problem
Gemeinsam Sein
Offene Einladung zu einem Moment der Stille
Bereits auf Grund von Österreichs Geschichte tragen wir eine Verantwortung, uns um eine friedliche und vorurteilsfreie Zukunft zu kümmern. Der Antisemitismus und Ausländerhass, der hier stattfand, darf sich auf keine Art oder Weise wiederholen. Es ist essenziell gegen die fortwährenden, steigenden und aktuellen Diskriminierungen, sei es Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus oder jegliche andere Art der Xenophobie, ein Zeichen zu setzen.
Wir wollen, dass Menschen in Österreich ihre kulturelle Vielfalt friedlich und respektvoll miteinander leben können. Sie sollen wissen, dass sie hier nicht bloß einen Platz haben, aber auch die Empathie und Akzeptanz seitens ihrer Mitmenschen erfahren. Der verbindende Faden der menschlichen Geschichte ist unser konstanter Austausch von kulturellen und individuellen Werten, der unsere Gesellschaft und Demokratie zusammenbringt.
Diesen Austausch wollen wir pflegen.
Heute erscheint die Welt geteilt.
Heute erscheinen unsere Straßen geteilt.
Heute hören und erfahren viele von uns Geschichten der Angst, der Zerstörung, des Todes. Wenn wir diese Geschichten hören, fühlen wir miteinander. Wir weinen miteinander, umarmen einander, suchen Trost und stärken uns gegenseitig. Verständlicherweise bringen diese Geschichten und Erfahrungen wiederum Angst, Wut und Spaltung. Selbst Taten, die wir der Vergangenheit zuschreiben wollen, rücken immer mehr in den Alltag: Poster werden heruntergerissen, der Friedhof mit Hakenkreuzen beschmiert und in Brand gesetzt, Menschen wird gedroht, Gewalttaten gegen Muslime passieren auf offener Straße, und Sätze wie: “Schleich dich zurück in dein Land!”, sowie weitere Demütigungen häufen sich.
Wir wünschen uns, dass ÖsterreicherInnen, und alle in Österreich lebenden Menschen, jeglicher Art von Herkunft und Religionsbekenntnis, christliche, jüdische, muslimische, wir alle hier, in Frieden und Freundschaft miteinander leben, und bekennen uns gegen die Diskriminierung die unsere MitbürgerInnen erfahren.
Deswegen appellieren wir heute an die Menschlichkeit, ans Gemeinsam Sein, an die Stimme, die all unsere Kulturen und Religionen zusammenbringt: Die Nächstenliebe.
Wir wollen einander die Möglichkeit bieten, für einen Moment unsere Lasten gemeinsam abzulegen, und einander beiseite zu stehen. Es ist uns ein Wunsch einen Raum zu schaffen, an dem gleichwertiger Austausch stattfindet und in dem Visionen für ein neues Gemeinsam-Sein entstehen können.
Dafür stehen wir heute in Stille mit keinen anderen Symbolen als weißen Bannern, und weißen Tüchern auf der Straße in Wien.
gemeinsamsein.at@posteo.net @gemeinsamsein.at
english version:
Alreaady due to Austria's history, we carry the responsibility to ensure a peaceful and prejudice-free future. The antisemitism and xenophobia that occurred here must not repeat itself under any circumstances. It is essential that we stand united against the persistent, escalating, and current forms of discrimination—be it anti-Semitism, anti-Muslim racism, or any other manifestation of xenophobia.
We want people in Austria to peacefully and respectfully live their cultural diversity together. Everyone deserves to experience empathy and acceptance from their fellow human beings. The connecting thread of human history is our constant exchange of cultural and individual values that form and bring our societies together.
We aim to nurture this exchange.
Today, the world seems divided.
Today, our streets seem divided.
Today, many of us hear and experience stories of fear, destruction, and death. Understandably, these stories and experiences also bring fear, anger, and division. Even actions that we wish to attribute to the past are increasingly becoming part of everyday life: posters are being torn down, parts of the cemetery are sprayed with Swastikas and have been set on fire, threats are issued to people, acts of violence happen on the streets against Muslims and phrases like "Go back to your own country!" along with other humiliations are on the rise.
When we hear about these situations, we empathize. We cry together, embrace each other, seek comfort, and give our best to build each other up again.
We aspire to a peaceful and harmonious coexistence among all individuals residing in Austria, regardless of their origins or religious beliefs—whether Christian, Jewish, Muslim, or any other. We stand united against the discrimination faced by our fellow citizens, striving for a shared existence founded on peace and friendship.
Therefore, today, we appeal to humanity, to unity, to the voice that unites all our cultures and religions: compassion.
We want to offer each other the opportunity to momentarily share the weight of our burdens and stand by each other. It is our wish to create a space where equal exchange can take place and where visions for a new way of being together can emerge. That's why today we stand in silence, with no other symbols than white banners and white cloths on the streets of Vienna.
Jeanne Drach (podcast entrepreneur / musician), Lucas Englander (actor), Emma Gioia Enzi (student Angewandte Wien), Mariam Hage (actor) Michael Schulte (photographer)

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Petition am 23. November 2023 erstellt