Steckerfertige Speicher stärken, neue Potenziale ausschöpfen


Steckerfertige Speicher stärken, neue Potenziale ausschöpfen
Das Problem
Ziel der Petition:
Steckerfertige Stromspeicher stärken, neue Potenziale ausschöpfen: Diese Petition zielt darauf ab, die Nutzung steckerfertiger Speicher für jeden finanziell erschwinglich und eine netzdienliche, bidirektionale Stromspeicherung profitabel zu machen. So bietet sich die Möglichkeit, jeden in die Energiewende zu integrieren und finanziell profitieren zu lassen. Des Weiteren bestehen Anreize, dass private Speicher netzdienlich eingesetzt werden.
Begründung:
Um die Energiewende erfolgreich zu bewältigen, müssen Speichertechnologien ausgebaut und gesellschaftlich akzeptiert werden. Dabei sind die Minimierung von Kosten infolge des Netz- und Großspeicherausbaus sowie die Mobilisierung privater Investitionen von zentraler Bedeutung. Überlegungen dazu gibt es schon hinsichtlich der bidirektionalen Nutzung von Autobatterien. Wegen der hohen Anschaffungskosten wird diese Technik zunächst jedoch nicht in größerem Umfang als Speichermöglichkeit verfügbar sein. Dagegen ist die notwendige Technik für steckerfertige Speicher bereits auf dem Markt kostengünstig erhältlich und wäre sofort einsetzbar.
Man kann den Speicher in jedem deutschen Haushalt bequem an die Steckdose anschließen - unabhängig von Eigenheim oder Mietwohnung - und in Kombination mit einem intelligenten Messsystem nutzen. Werden die Rahmenbedingungen für die Nutzung eines dynamischen Stromtarifes sowie einer Stromdirektvermarktung attraktiver, ergeben sich folgende Vorteile:
Strom lässt sich immer dann beziehen, wenn erneuerbare Energie im Überschuss vorhanden und der Börsenstrompreis besonders günstig ist. Umgekehrt kann die gespeicherte Energie eingespeist werden, wenn wenig grüner Strom zur Verfügung steht und der Strompreis hoch ist. Durch Voreinstellungen in der Speicher-APP funktionieren Strombezug und -einspeisung vollautomatisch. Diese Anwendung sorgt für eine Stabilisierung der Stromnetze sowie Senkung der eigenen Stromkosten. Das stellt für private Investitionen einen Anreiz dar.
Die dezentrale Energiespeicherung verringert zudem die Flächen-Nutzungskonkurrenz von Speichern und landwirtschaftlichen Böden. Zusätzlich schützt man mit diesem Ansatz die Energieversorgung vor Sabotage, da die Speichersysteme weit verteilt sind und nicht in einem Großspeicher konzentriert werden.
Mit Blick auf die Dringlichkeit, dass schnell, möglichst viel Speicherkapazität in Deutschland zugebaut werden muss, können steckerfertige Speicher einen zügigen Hochlauf ermöglichen. Lange Planungs- und Genehmigungsverfahren fielen weg.
Um den Einsatz im privaten Gebrauch wirtschaftlicher zu machen, müssen sowohl Steuern, Abgaben und Netzentgelte als auch Anforderungen für die Einspeisung des Stromes gesenkt werden. Dazu sollte der Gesetzgeber die bidirektionale Stromnutzung für Heimspeicheranlagen vereinfachen. Kosten, die in Verbindung mit der technischen Ausstattung für die Stromdirektvermarktung auftreten, müssen gedeckelt werden. Günstig würde sich auch die anteilige Förderung der Installation des Smart Meters durch einen Elektriker auswirken.
Die steckerfertigen Speicher sollten nicht pauschal subventioniert werden, sondern sich am Markt rentieren. Zwar sind die Anschaffungskosten gesamtgesehen hoch, verteilen sich aber im privaten Bereich. Da Großspeicher günstigere Kosten pro Kilowattstunde Speicherkapazität aufweisen, sind diese vorrangig finanziell zu fördern. Trotzdem haben Kleinspeicher ein großes Potenzial, Großspeicheranlagen zu ergänzen.
Anregungen zu weiterer Diskussion:
Beispiel:
Würden in einer Stadt mit 100.000 Einwohnern nur 1 % einen Speicher mit 8 kWh (ca. 2.500 €) installieren, hätte man eine Pufferkapazität von 8 MWh. Bei 10 % wären es schon 80 MWh.
Rechnet man das auf die deutsche Bevölkerung (ca. 83 Mio. Bürger) hoch, ergäben sich bei 1,5 % Teilnahme knapp 10 GWh. Das entspricht einem Zehntel der für Deutschland vom Fraunhofer Institut errechneten Speicherkapazität, die bis zum Jahr 2030 benötigt wird. Würde man einen Speicher zum Standard in Privathaushalten machen, ließe sich das Potenzial vervielfachen.
Die Investition amortisiert sich mittelfristig unter folgenden Bedingungen:
Spart man 10 ct/ kWh, ergeben sich jährlich für einem 1-Personenhaushalt mit einem Stromverbrauch von 1500 kWh 150 € Ersparnis. Zuzüglich der Gewinne des eingespeisten Stromes von etwa 280 € (Annahme: 1 volle Ladung/ Tag und Abgabe von ca. 1400 kWh/ Jahr mit 20 ct Gewinn) beträgt die Gesamtersparnis 430 €. Die Anschaffung amortisiert sich demnach in unter 6 Jahren.
Ausblick:
Wenn diese Petition genügend Zustimmung findet, soll sie in den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht werden. Das Quorum beträgt dort 30.000 Unterschriften.
Macht mit – gemeinsam die Energiewende gestalten!
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Das Problem
Ziel der Petition:
Steckerfertige Stromspeicher stärken, neue Potenziale ausschöpfen: Diese Petition zielt darauf ab, die Nutzung steckerfertiger Speicher für jeden finanziell erschwinglich und eine netzdienliche, bidirektionale Stromspeicherung profitabel zu machen. So bietet sich die Möglichkeit, jeden in die Energiewende zu integrieren und finanziell profitieren zu lassen. Des Weiteren bestehen Anreize, dass private Speicher netzdienlich eingesetzt werden.
Begründung:
Um die Energiewende erfolgreich zu bewältigen, müssen Speichertechnologien ausgebaut und gesellschaftlich akzeptiert werden. Dabei sind die Minimierung von Kosten infolge des Netz- und Großspeicherausbaus sowie die Mobilisierung privater Investitionen von zentraler Bedeutung. Überlegungen dazu gibt es schon hinsichtlich der bidirektionalen Nutzung von Autobatterien. Wegen der hohen Anschaffungskosten wird diese Technik zunächst jedoch nicht in größerem Umfang als Speichermöglichkeit verfügbar sein. Dagegen ist die notwendige Technik für steckerfertige Speicher bereits auf dem Markt kostengünstig erhältlich und wäre sofort einsetzbar.
Man kann den Speicher in jedem deutschen Haushalt bequem an die Steckdose anschließen - unabhängig von Eigenheim oder Mietwohnung - und in Kombination mit einem intelligenten Messsystem nutzen. Werden die Rahmenbedingungen für die Nutzung eines dynamischen Stromtarifes sowie einer Stromdirektvermarktung attraktiver, ergeben sich folgende Vorteile:
Strom lässt sich immer dann beziehen, wenn erneuerbare Energie im Überschuss vorhanden und der Börsenstrompreis besonders günstig ist. Umgekehrt kann die gespeicherte Energie eingespeist werden, wenn wenig grüner Strom zur Verfügung steht und der Strompreis hoch ist. Durch Voreinstellungen in der Speicher-APP funktionieren Strombezug und -einspeisung vollautomatisch. Diese Anwendung sorgt für eine Stabilisierung der Stromnetze sowie Senkung der eigenen Stromkosten. Das stellt für private Investitionen einen Anreiz dar.
Die dezentrale Energiespeicherung verringert zudem die Flächen-Nutzungskonkurrenz von Speichern und landwirtschaftlichen Böden. Zusätzlich schützt man mit diesem Ansatz die Energieversorgung vor Sabotage, da die Speichersysteme weit verteilt sind und nicht in einem Großspeicher konzentriert werden.
Mit Blick auf die Dringlichkeit, dass schnell, möglichst viel Speicherkapazität in Deutschland zugebaut werden muss, können steckerfertige Speicher einen zügigen Hochlauf ermöglichen. Lange Planungs- und Genehmigungsverfahren fielen weg.
Um den Einsatz im privaten Gebrauch wirtschaftlicher zu machen, müssen sowohl Steuern, Abgaben und Netzentgelte als auch Anforderungen für die Einspeisung des Stromes gesenkt werden. Dazu sollte der Gesetzgeber die bidirektionale Stromnutzung für Heimspeicheranlagen vereinfachen. Kosten, die in Verbindung mit der technischen Ausstattung für die Stromdirektvermarktung auftreten, müssen gedeckelt werden. Günstig würde sich auch die anteilige Förderung der Installation des Smart Meters durch einen Elektriker auswirken.
Die steckerfertigen Speicher sollten nicht pauschal subventioniert werden, sondern sich am Markt rentieren. Zwar sind die Anschaffungskosten gesamtgesehen hoch, verteilen sich aber im privaten Bereich. Da Großspeicher günstigere Kosten pro Kilowattstunde Speicherkapazität aufweisen, sind diese vorrangig finanziell zu fördern. Trotzdem haben Kleinspeicher ein großes Potenzial, Großspeicheranlagen zu ergänzen.
Anregungen zu weiterer Diskussion:
Beispiel:
Würden in einer Stadt mit 100.000 Einwohnern nur 1 % einen Speicher mit 8 kWh (ca. 2.500 €) installieren, hätte man eine Pufferkapazität von 8 MWh. Bei 10 % wären es schon 80 MWh.
Rechnet man das auf die deutsche Bevölkerung (ca. 83 Mio. Bürger) hoch, ergäben sich bei 1,5 % Teilnahme knapp 10 GWh. Das entspricht einem Zehntel der für Deutschland vom Fraunhofer Institut errechneten Speicherkapazität, die bis zum Jahr 2030 benötigt wird. Würde man einen Speicher zum Standard in Privathaushalten machen, ließe sich das Potenzial vervielfachen.
Die Investition amortisiert sich mittelfristig unter folgenden Bedingungen:
Spart man 10 ct/ kWh, ergeben sich jährlich für einem 1-Personenhaushalt mit einem Stromverbrauch von 1500 kWh 150 € Ersparnis. Zuzüglich der Gewinne des eingespeisten Stromes von etwa 280 € (Annahme: 1 volle Ladung/ Tag und Abgabe von ca. 1400 kWh/ Jahr mit 20 ct Gewinn) beträgt die Gesamtersparnis 430 €. Die Anschaffung amortisiert sich demnach in unter 6 Jahren.
Ausblick:
Wenn diese Petition genügend Zustimmung findet, soll sie in den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht werden. Das Quorum beträgt dort 30.000 Unterschriften.
Macht mit – gemeinsam die Energiewende gestalten!
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Die Entscheidungsträger*innen
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Petition am 2. Januar 2025 erstellt
