#Howdareyou: Tillich, tritt zurück!

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Ich bin Hannelore Wodtke. Als Tagebaubetroffene saß ich in der Kohlekommission, wo ich als einziges Mitglied gegen den Abschlussbericht stimmte. Heute bin ich empört: Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen, Stanislaw Tillich, der bis zum Januar diesen Jahres Vorsitzender der Kohlekommission war, ist gestern zur Kohle-Lobby übergewechselt, er sicherte sich einen hochdotierten Posten beim Kohlekonzern Mibrag (Spiegel). Das ist ein Korruptionsskandal sondergleichen. Ich sage: “Tillich, tritt zurück, leg dein Aufsichtsratsmandat nieder, beende dein falsches Spiel!"

Wie ein Hohn klingen die Worte der sächsischen CDU bei der Besetzung der Kommission heute: „Stanislaw Tillich ist der richtige Vertreter, um in der Kommission kraftvoll für die Interessen der Menschen nicht nur in den sächsischen Kohlerevieren einzutreten“ (Lr-online.de). Heute sehen wir, für wen Tillich die ganze Zeit Politik machte, nicht für die Menschen, sondern für sich, und für den Kohlekonzern Mibrag. Tillichs Wechsel in den hochdotierten Posten des Aufsichtsratschefs bei dem Kohle-Konzern Mibrag ist für mich ein klimapolitisches Verbrechen, ein Betrug an Bürgerinnen und Bürgern.

In Deutschland gibt es zu viel klimaschädliche Korruption. In der Automobilindustrie müssen die Konzerne allmählich zahlen: so zahlte VW mehrere Milliarden in die USA, und nun soll die VW-Führung hierzulande vor Gericht. Auch Daimler muss nun ein Bußgeld zahlen (Focus). Diese Korruption schadet dem Klima, schadet der Politik, schadet uns allen. Deswegen fordere ich Herrn Tillich auf, mit dem letzten Stück Ehre zurückzutreten. Ich sage: “Tillich, tritt zurück!”

Die Bundesregierung war verantwortlich für die Besetzung der Kohlekommission. Deswegen fordere ich auch die freiheitlich demokratischen Abgeordneten im Bundestag auf, einen Untersuchungsausschusses zur Besetzung der Kommission und zur Aufklärung der Verstrickung zwischen Tillich und Mibrag einzurichten. Ich will, dass dieses klimaschädliche Falschspiel Konsequenzen hat!  


Bitte unterstützt mich dabei,

Eure Hannelore Wodtke