Für mehr Fußgängersicherheit rund um das Mettmanner Rathaus

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 500.


Die Verkehrsinfrastruktur für Fußgänger*innen (und Radfahrer*innen) rund um das Mettmanner Rathaus bedarf mehrerer dringender Verbesserungen. Im Folgenden werden 7 wichtige Gefahrenpunkte [Link zum Bild] vorgestellt. Ihre/Eure Unterstützung ist gefragt damit die erforderlichen Korrekturen, so wie hier dargestellt oder in ähnlicher Form, baldmöglichst umgesetzt werden.

Besonders kritisch sind die Kreuzungen Neanderstraße / Laubacher Straße und Neanderstraße /Am Rathaus, sowie die Straßenkurve beim Übergang von der Eidamshauserstr. in die Neanderstr (im folgenden als Gefahrenpunkte #1, #2 und #6 genannt).

Sie werden täglich zu den Spitzenzeiten von vielen Kindern überquert, die z.B. zur Katholischen Grundschule (KGS) oder zum Konrad-Heresbach-Gymnasium (KHG) gehen; aber auch Fußgänger*innen aller Altersstufen auf dem Weg zum Rathaus, zum Bürgerbüro oder einfach auf dem Weg in die Stadt sind mit den Risiken konfrontiert.

Vor 8 Jahren (2011, 2012) lehnte die Stadtverwaltung durch ihre Dienststelle für Verkehrsinfrastruktur eine Verbesserung ab: es hieß unter anderem, daß die „strengeren Massstäben eines zu der Grundschule führenden Schulweges“ erfüllt wären. Außerdem hieß es, man werdedas Thema „Schulwegsicherung“ verstärkt im Auge …behalten" [hier Link anklicken]. Bis heute hat trotz des steigenden Verkehrsaufkommens und des Trends zu großen SUVs keine Veränderung stattgefunden.

Die folgenden 7 Gefahrenpunkte entsprechen nicht den Maßstäben einer verkehrssicheren Stadt. Die Nähe zum Rathaus und zu einer Bildungseinrichtung erfordern rasches Handeln:

#1 Kreuzung Eidamshauser Str. / Große Furth [Link zum Bild]
Die Kreuzung beider Straßen hat keinen Zebrastreifen; an der Kurve beim Übergang von der Eidamshauser Str. in die Neanderstraße gibt es eine ungünstig gestaltete Verkehrsinsel: die größeren Fahrzeuge, wie LKWs und Busse, werden dazu gezwungen, über den Bürgersteig zu fahren. Hier laufen morgens die Schüler*innen nebeneinander und benutzen die gesamte Breite des Bürgersteigs.  Die Verkehrsinsel  ist zu verändern und ein Blitzgerät wäre zu begrüßen, da das Tempo-30-Limit häufig missachtet wird . 

#2: Kreuzung Neanderstraße / Laubacherstraße [Link zum Bild] (2011 gemeldet); Situation: Ein Fußgänger*in kommt von der Eidamshauser Straße und geht Richtung Rathaus. Er möchte die Laubacher Straße überqueren. Viele Autos biegen in Eile in die Laubacherstraße ohne den geradeaus gehenden Fußgänger*in zu respektieren, wodurch sie gegen die Verkehrsregeln verstoßen. Häufig kommen während der Stoßzeiten Autos aus 3 verschiedenen Richtungen gleichzeitig: aus der Innenstadt, aus der Laubacherstraße und aus der Eidamshauser Straße. Ein Zebrastreifen und ein Tempo-30-Limit auf der Neanderstrasse sind unerlässlich.

#3: Laubacherstraße, Überquerung vor dem Konrad-Heresbach Gymnasium [Link zum Bild]: Vor dem Gymnasium gibt es eine Straßenerhöhung, um den Verkehr zu beruhigen; aber die Priorität der Schüler*innen und sonstiger Fußgänger*innen ist nicht erkennbar.  Ein Zebrastreifen und eine entspr. Beschilderung fehlen an der Straßenerhöhung vor dem KHG-Gymnasium. Man nehme als positives Beispiel [Link zum Bild] die Überquerung in der Nähe der Kreuzung Sudhoffstr./Eidamshauser Straße.

#4: Kreuzung Straße "Am Rathaus" / Laubacherstraße [Link zum Bild]
Die Nähe zur Feuerwehr, zum Rathausparkplatz und zur Sparkasse, sowie die "Elterntaxis"  sorgen für ein hohes Verkehrsaufkommen.  Zebrastreifen und ein Verkehrszeichen mit Tempo-30-Limit (für die Linksabbieger Richtung Neanderstraße) sind erforderlich.

#5: Straße "Am Rathaus" auf der Höhe von der  Einfahrt zum Rathausparkplatz [Link zum Bild]
Viele Schüler*innen benutzen morgens denn Rathausparkplatz als Abkürzung zum Gymnasium. Ein Zebrastreifen wäre zu begrüßen (ein Zebrastreifen an der Kreuzung Am Rathaus/Neanderstrasse würde diesen Punkt unnötig machen - siehe nächsten Punk).

#6  Kreuzung Neanderstraße  / "Am Rathaus" [Link zum Bild] (2011 gemeldet); Situation: Ein Fußgänger*in kommt von der Neanderstraße und geht Richtung Innenstadt. Er möchte die Straße "Am Rathaus" überqueren. Viele Autos biegen in Eile in die letztgenannte Straße ohne den geradeaus gehenden Fußgänger*in zu respektieren, wodurch sie gegen die Verkehrsregeln verstoßen. Häufig kommen während der Stoßzeiten Autos aus 3 verschiedenen Richtungen gleichzeitig (aus der Innenstadt, aus "Am Rathaus", aus der Eidamshauser Straße). Die Kreuzung ist extrem gefährlich: die Autos, die aus „Am Rathaus“ kommen, fahren bergauf und sind durch den spitzen Winkel mit der Neanderstraße nur spät sichtbar! Ein Zebrastreifen und Tempo 30 in der „Neanderstraße“ sind dringend nötig. 

#7 Kreuzung Seminarstrasse / Neanderstrasse [Link zum Bild]
Diese Kreuzung ist gefährlicher Alltag auf dem Weg von der Seminarstrasse zum Rathaus, zum Bürgerbüro oder zur Bushaltestelle. Zebrastreifen sind hier nötig, sowie Tempo-30 auf der Neanderstraße.

#8 Abkürzung des Schulweges [Link zum Bild] (Zusatzpunkt): bis ca. 2010 durften die Schüler*innen des KHGs von der Eidamshauser Straße kommend eine sichere Abkürzung nehmen: sie durften in die Große Furth abbiegen, um dann durch den Parkplatz des MBVs (Neanderstr. 103) zu gehen, und dann immer geradeaus durch den Vorgarten des Wohnhauses Laubacherstrasse 19 zu laufen. Durch eine Wiedereröffnung der Abkürzung nach Rücksprache mit den betroffenen Anwohnern könnte man den Gefahrenpunkt #1 und den schmale Bürgersteig entlang der Neanderstraße vermeiden. 

****************

So viel zu den Verbesserungsmaßnahmen. Der vollständigkeitshalber und als Unterstützung für künftige Gespräche seien  nun hier die Ablehnungsgründe aus dem Jahr 2012 [Link zum Bild] genannt. Sie waren Ausdruck des fehlenden Interesses der Verwaltung, Mettmann fußgänger- und umweltfreundlicher zu gestalten. Die kürzliche Ernennung eines Umweltbeautragten zeigt, dass heute ein anderes Problembewußtsein und Interesse seitens der Verwaltung und der Bürger*innen vorliegt. Ablehnungsgründe von der Dienstelle für Verkehrsinfrastruktur aus dem Jahr 2012: 


a)    Man stellte fest, "...dass die Verhältnisse nicht nur an den von Ihnen beschriebenen Einmündungen, sondern darüber hinaus an einigen anderen Kreuzungen auch, zumindest vergleichbar sind“. Das ist leider  vollkommen richtig, denn es gibt viele andere schlecht abgesicherte Kreuzungen. Dass die Rathauskreuzungen in schlechter Gesellschaft sind, ist kein Grund um ihre Verbesserung abzulehnen.

b)    „Beim Konrad-Heeresbach-Gymnasium handelt es sich um eine weiterführende Schule. Insofern sind hier weiter gesteckte Massstäbe, als zum Beispiel bei einem Schulweg zu einer Grundschule, anzuwenden“. Nicht einmal diese einfacheren „weiter gesteckten Maßstäbe“ werden erfüllt. Hinzu kommt, dass Rollstuhlfahrer*innen, motorisch eingeschränkte Schüler*innen und ältere Bürger*innen außer Acht gelassen werden!

c)    “Unabhängig davon genügen die z.Zt. vorhandenen Sicher(heits)-verhältnisse jedoch auch den strengeren Massstäben eines zu der Grundschule führenden Schulweges.“ Die alltäglichen Gefahren rund um das Rathaus zeigen, dass diese sog. „strengere Masstäbe“ nicht erfüllt werden.

d)    „Von Seiten der Polizei sind auch keine Unfälle oder gefährlichen Situationen bekannt. Insofern bitte ich um Verständnis, dass von Seiten der Stadt hier kein Bedarf für Verbesserungen gesehen wird“.Es handelt sich hierbei um eine Art selbsterfüllender Prophezeiung: „mache die Stadt unattraktiv für die Fußgänger*innen, und die Fußgänger*innen tauchen in der Unfallstatistik nicht mehr auf". Das hohe Verkehrsaufkommen während der Stoßzeiten ist ein Beweis hierfür.
  
Vielen Dank für ihre Unterstützung. Es geht darum, die Stadt fußgänger- und umweltfreundlicher zu gestalten. Insbesondere die Schüler verdienen einen besonderen Schutz. Und die Vorteile wären unzählig, wie man z.B. an der Förderung des Schulweges zu Fuß erkennt„Das verringert den Autoverkehr und der Fußweg hat einige positive Effekte: Gehen ist gesünder, weil sich die Schüler an der frischen Luft bewegen, eigene Erfahrungen im Straßenverkehr werden gesammelt, das Selbstbewusstsein wird gestärkt. Die Kinder haben bessere soziale Kontakte und sie sind im Unterricht konzentrierter und leistungsfähiger, da sie körperlich richtig wach sind und sich schon vor dem Unterricht mit ihren Freunden unterhalten haben“[1].

Eine Begehung zu den genannten Spitzenzeiten ist empfehlenswert (bitte bedenken Sie, dass wegen der Coronakrise das aktuelle Straßenbild verändert ist; achten Sie auf die Abstände und bei Bedarf tragen sie bitte eine Maske). Nach unserer Erfahrung haben die Punkte #1, #2 und #6 die höchste Priorität; aber alle Maßnahmen würden erhebliche Vorteile bringen. Eine Korrektur der aktuellen Missstände eilt.

Mit freundlichen Grüßen,
 
Ernesto Fernández Sáenz   und Familie  (Kontakt: ernestofersa@gmail.com)

*************Machen Sie mit:

a)  Könnten Sie bitte den Petitionsflyer (LINK aufmachen und drucken) in ihrem Umfeld (Schule, KITA, Supermarkt, Eisdiele, usw. - natürlich nach der nötigen Erlaubnis) sichtbar anbringen?

b)  Geben Sie den Petitionslink weiter an ihren Freunden und Bekannten. Es gibt einen kürzeren Link zu dieser Seite, den Sie sich bestimmt  merken können: www.sicherzufuss.me . Achten Sie auf die Endung  „me“ wie Mettmann.  

Link zu weiterer Dokumentation und zu den Bildern 

[1] Zu Fuß zur Schule und besser lernen