Münchner Tauben verhungern und brauchen Ihre Hilfe!

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Derzeit sind die Tauben in München vom Hungertod bedroht, da ein generelles Fütterungsverbot besteht. Füttern ist nur in dafür vorgesehenen Taubenschlägen erlaubt. Bei unseren Recherchen konnten wir von den angeblich 17 vorhandenen Taubenschlägen in München nur 2 nachweisen, die jedoch nicht funktionieren, z.B. weil der Taubenschlag am Boden aufgestellt ist. Besonders schlimm ist derzeit die Situation am Hauptbahnhof, da hier kurzfristig der Taubenschlag ersatzlos entfernt wurde. Der von der Stadt vorgeschlagene Ersatzstandort, an dem vom Tierschutzverein München gefüttert wird, wird von den standorttreuen Tauben nicht angenommen. Die Situation verschärft sich nun durch Corona und die kommenden kalten Wintermonate.


Ich bin Dr. Doris Quinten, in meiner Münchner Tierarztpraxis habe ich 30 Jahre lang unterernährte und verletzte Tauben behandelt. 

Unsere Stadttauben stammen von der wilden Felsentaube ab, der Standorttreue und ganzjähriges Brutverhalten angezüchtet wurden, um sie für den Menschen nutzbar zu machen. Sie sind deshalb keine Wildtiere, sondern verwilderte Haustiere. Aus diesem Grunde sind wir für sie verantwortlich. Wegen ihres hohen Stoffwechsels brauchen die Tiere oft und viel artgerechtes Futter, um nicht zu verhungern. Eine sehr gute Lösung bietet das sogenannte Augsburger Modell: Die Tauben werden in Taubenschlägen gezielt und artgerecht gefüttert. Die Vermehrung wird durch Austausch der Taubeneier gegen Attrappen kontrolliert. Hierdurch wird auch die Verschmutzung der Stadt erheblich reduziert, da die Tauben 80% des Kotes in den Taubenschlägen absetzen.

Ich fordere die Stadt München auf, unverzüglich das allgemeine Fütterungsverbot aufzuheben  bzw. die Fütterung der Stadttauben in ganz München solange sicherzustellen, bis endlich ausreichend Taubenhäuser im Stadtgebiet errichtet sind. Mittelfristig muss das bereits von der Stadt 2008 beschlossene Augsburger Modell nun endlich konsequent umgesetzt werden.