Petition updateBeenden Sie mit einem Betreiberwechsel die unhaltbaren Zustände im Tierheim Leipzig!EINSCHLÄFERUNGEN IM TIERHEIM LEIPZIG ANGEZEIGT
Interessengemeinschaft "Gemeinsam ProTIERHEIM Leipzig"
Jun 18, 2018
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, vielen herzlichen Dank für mehr als 25 000 Unterschriften und viele mutmachende Worte! Doch meldeten sich erwartungsgemäß in den vergangenen Wochen auch Befürworter der amtierenden Tierheimleitung zu Wort. So wurde in einzelnen Kommentaren zu unser Petition behauptet, die geschilderten Missstände seien erlogen, es hätte keine Anzeigen gegeben usw. Darum erklären wir klar und deutlich: Alle aufgeführten Missstände entsprechen den Tatsachen der vergangenen Jahre. Erst auf Grund zunehmender öffentlicher Kritik und 2017 und 2018 erfolgter Anzeigen sah sich die TH-Leitung zu schrittweisen Veränderungen gezwungen, deren Dauer jedoch fraglich ist. ES GAB UND GIBT ZAHLREICHE ANZEIGEN bei Veterinäramt und Staatsanwaltschaft. Auf Grund einer solchen Anzeige wurde z.B. im Vorjahr festgestellt, dass die Zwinger der Hunde nicht den gesetzlichen Mindestgrößen entsprechen und vergrößert werden müssen. Es ist unglaublich schwer, Menschen zur Anzeige zu ermutigen. Betroffene berichteten uns, dass der TH-Chef mit Verleumdungsklagen drohte. Die Vereinsvorsitzende des Leipziger Tierschutzvereins ist Rechtsanwältin und es gab bereits zahlreiche gerichtliche Auseinandersetzungen. Umso erfreulicher ist die wachsende Zahl von Anzeigen. Leider wurden auch einzelne Ermittlungsverfahren eingestellt, so dass wir beschlossen, zusätzlich die breite Öffentlichkeit über die Zustände im größten sächsischen Tierheim zu informieren und so Stadt und Tierschutzbund zum Handeln zu bewegen. Nun noch ein Beispiel für bereits erfolgte Anzeigen: Im September 2017 erstattete ein Mitglied der IG bei der Staatsanwaltschaft Leipzig Anzeige wegen zahlreicher Einschläferungen von Hunden im TH Leipzig. Den Text dieser Anzeige veröffentlichen wir hier auszugsweise. Obwohl alle Zeugen der Vorladung zur Vernehmung Anfang 2018 Folge leisteten und ihre Aussagen persönlich bestätigten, stellte die Staatsanwaltschaft im April die Ermittlungen ein. Auch dazu mehr im Anschluss... Wir freuen uns, wenn - im Interesse der Tiere - unsere Petition weiterhin geteilt wird. Eine TH-Leitung, die über Jahre derartige Vorkommnisse zu verantworten hat, sollte nicht länger im Amt bleiben - auch wenn es nun einzelne äußerliche Verbesserungen gibt. Alle, die sich verlässlich informieren möchten, weisen wir nochmals auf die Berichte unserer Website hin. Gerne organisieren wir in Leipzig Gespräche mit Betroffenen und gewähren Einsicht in unsere Unterlagen. https://leipziger-tierfreu.wixsite.com/leipziger-tf-neu/als-mitarbeiter-erlebt Ihre/ Eure IG "Gemeinsam ProTIERHEIM Leipzig" ANZEIGE DER EINSCHLÄFERUNGEN VON HUNDEN: "Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit stelle ich Strafanzeige wegen aller in Betracht kommender Delikte gegen den Geschäftsführer des Tierheims Leipzig sowie gegen den Vorstand des Ersten Freien Tierschutzvereins Leipzig u.U.e.V.. Der Strafanzeige liegen folgende Sachverhalte zugrunde: NN "Rüde Marek hatte im Juni 2012 eine Tierheimmitarbeiterin gebissen, als sie sich nach einem Leckerli bückte, da es kein Hund fand - in diesem Moment schnappte er wohl zu. Konsequenz für den Hund: Er wurde auf die linke Seite der Quarantäne-Station gestellt, die Fenster für Besucher verdunkelt und dem Hund wurde ein Drahtmaulkorb aufgesetzt, den er 24 h - 8 Tage auf der Nase hatte, auch beim Fressen. Er wurde höchstens in den kleinen Auslauf, der dazugehörigen Bucht ausgeschiebert, aber dabei hat niemand gesehen, dass sich der Maulkorb unter den Augen reingefressen hat! In seinen Augen sah ich Leid und Schmerz, Hilfeschreie und dass er sich aufgegeben hat. Am letzten Tag setzte ich mich länger vor seine Bucht und schaute ihn an, dabei fiel mir der Maulkorb auf, der sich noch nicht mal mehr bewegte! Ich sagte einer ausgelernten Tierpflegerin Bescheid, diese meinte, ich solle weggehen. "Der wird dann eh abgeholt!" Ich war entsetzt, mir liefen die Tränen über die Wangen und in dem Moment kam sie wieder und fügte hinzu: "Kein einziges Wort zu irgend einem anderen!" Es war die Tierpflegerin NN. Noch an diesem Tag war Marek weg! Desweiteren möchte ich von Ben erzählen, der jahrelang im Tierheim war und als "gefährlich" galt. Er stand 2012 im Haus 2, wenn man rein kommt linker Gang - gleich die erste rechte Bucht. Ich empfand ihn als freundlich, aber näher durfte ich nicht an ihn ran. Sah ihn aber ein paar mal mit einem Ehrenamtlichen Gassigehen. Er gefiel mir und er brachte mich immer zum Schmunzeln. Als ich aber im Frühjahr 2013 als Besucher ins TH kam, war er weg. Ich fragte eine Tierpflegerin, was aus ihm geworden ist: "Der ist im Himmel!" Was hatte er denn? "Nüscht", da war mir so einiges klar. Hilflosigkeit machte sich bei mir breit, da es nun schon der 2. Hund war, der gegen das Tierschutzgesetz euthanasiert wurde. Schäferhund Romeo stand ebenfalls im Haus 2 auf der rechten Seite... Bei ihm musste man abends immer daran denken, den Napf wieder raus zu nehmen, ansonsten hätte er die ganze Nacht damit gespielt. Der Rüde hatte scheinbar Probleme mit seiner Hüfte (welcher Schäferhund nicht). Ich habe nicht mitbekommen, dass er Schmerzmedikamente bekam, aber das war der Grund, dass er tot vom TA-Besuch zurück kam. Etwa eine Woche später musste ich ihn aus der Kühltruhe zusammen mit einer Kollegin rausholen. Die Karre auf der er drauf lag, zog ich. Auf dem halben Weg nach draußen ging die Tüte am Kopf des Tieres auf --- es war Romeo. Ich habe meine Tränen nicht inne halten können und der Mann von der TKB meinte zu mir: "Na, so ist mir hier ja noch nie jemand entgegen gekommen!" Ob es TÄ notwendig war, weiß ich nicht. Weitere Euthas, die nicht hätten sein dürfen, habe ich nur durch Erzählungen mitbekommen." NN: "2015 leistete ich Arbeitsstunden im Tierheim Leipzig und möchte meine Erfahrungen aus diesem Tierheim weitergeben. Als ich im Hundehaus die Zwinger (links auf der langen Seite des Gebäudes) säuberte, fand ich an einem Tag drei Hunde leblos in ihren Zwingern. Sie waren eingeschläfert worden, weil sie - lt. Aussagen im Tierheim - nicht vermittelbar waren. Diese Hunde waren weder krank noch sonst etwas, sondern eben "nur schwierig". Ich sah, wie die Tiere in blauen Plastiksäcken weggebracht wurden. Wie ich mitbekam, gibt es im Tierheim eine große Gefriertruhe, in die die toten Tiere oft längere Zeit eingelagert werden. Die Namen der Hunde weiß ich leider nicht mehr." NN: "Es gab auch mal einen Husky dort, der wohl sehr aggressiv war. Man musste ihn immer ausschiebern (den Schieber für den Außenzwinger öffnen, damit er nach draußen geht), um Futterschüssel zu holen oder den Zwinger zu reinigen. Dieses Spiel kannte er nun seit Monaten. Keine Wiese, keine Spaziergänge! Eine Mitarbeiterin hatte dann Mitleid und wollte ihn ausführen, worauf er sie angriff. Sie musste ins Krankenhaus und war schwer verletzt und der Hund wurde am nächsten Tag eingeschläfert. Der Husky kam als Welpe ins TH und war ein sehr liebenswerter Hund. Das Tierheim hat ihn zu dem gemacht, was er am Ende war. Und es geht sehr vielen Hunden dort so." ... NN Ich selbst kann als ehemaliges Vereinsmitglied, welches mehrere Jahre ehrenamtlich im Tierheim mithalf, Folgendes bezeugen: Im Tierheim gab es eine Malinoi-Hündin, Hilde, welche als gefährlich galt und deshalb so gut wie nie aus ihrem Einzelzwinger heraus kam. Es gab darum auch keine Bestrebungen, sie in geeignete Hände zu vermitteln. Dies änderte sich erst, als Hilde erkrankte und teure Medikamente benötigte. Plötzlich stand sie zur Vermittlung im Internet. Es meldeten sich zwei Interessentinnen, denen das Tierheim die Hündin auch vermitteln wollte. Leider kamen die Frauen nicht wieder, so dass Hilde todgespritzt wurde. Eine Tierheim-Mitarbeiterin sagte mir, der Grund war, dass das TIerheim ihre teuren Medikamente nicht bezahlen konnte oder wollte. Die Einschläferung erfolgte meiner Erinnerung nach 2014 oder 2015. Ich bitte um die Bestätigung des Eingangs der Strafanzeige sowie Mitteilung des behördlichen Aktenzeichens. ..." Im April diesen Jahres entschied die Staatsanwaltschaft, das Verfahren einzustellen - obwohl zuvor ALLE ZEUGEN persönlich befragt und ihre Aussagen bestätigt hatten. Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung des Verfahrens damit, dass ein Teil der Fälle bereits verjährt sind (was einzusehen ist). Bei den übrigen Fälle ließe sich ein Tatnachweis nicht mehr führen, da dafür die Untersuchungen der Tierkörper nötig wären, die nicht mehr existieren. Zudem wurde die amtliche Tierärztin des Veterinäramtes angehört und diese habe erklärt, "dass regelmäßige Kontrollen in dem Tierheim stattfanden und keine Fälle von Tötungen ohne vernünftigen Grund bekannt gemacht werden konnten." Für uns stellen sich folgende Fragen: Warum ist keine Ermittlung auf Grund der Tierheimunterlagen (tierärztlichen Befunde) zu den einzelnen Tieren erfolgt. Diese müssen 5 Jahre aufbewahrt werden und geben Auskunft zum Gesundheitszustand der Tiere. Warum werden die zuständigen TH-Mitarbeiter nicht zu den Haltungsbedingungen und zum Gesundheitszustand der betr. Tiere befragt - notfalls unter Eid? Wenn tatsächlich das Vorhandensein der toten Tierkörper Voraussetzung für derartige Ermittlungen, wären so gut wie alle Anzeigen von Einschläferungen sinnlos. Kein Tierheim bewahrt verstorbene Tiere längerfristig auf.
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