Schwabach braucht ein neues Hallenbad!

Schwabach braucht ein neues Hallenbad!

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Initiativkreis Schwabach braucht ein Hallenbad hat diese Petition an Stadtrat der Stadt Schwabach gestartet.

Schwabach braucht ein neues Hallenbad!

Die Planungen laufen und der Stadtrat der Stadt Schwabach entscheidet (voraussichtlich) in der Stadtratssitzung im April am 30.04.2021 über die Finanzierung des Hallenbad-Neubaus. Bei dieser wegweisenden Abstimmung wird entschieden, ob die Mittel für den Hallenbad-Neubau genehmigt werden, oder nicht. Aufgrund von zugesagten Zuschüssen aus Bundes- und Landesmitteln, die mehr als die Hälfte der veranschlagten Projektkosten betragen, ist das eine einmalige Gelegenheit. Würde sich der Stadtrat Schwabach doch gegen die Finanzierung des Hallenbad-Neubaus entscheiden, wäre das das Ende des Projekts Hallenbad-Neubau, in das die Stadt Schwabach seit 2018 bereits viel Geld und Zeit investiert hat.

Das bestehende Schwabacher Hallenbad ist in diesem Jahr 51 Jahre alt, die Technik und die Bausubstanz sind marode.

Dieses bestehende Hallenbad mit einem 25m Schwimmbecken mit lediglich 4 Bahnen ist schon lange nicht mehr den Anforderungen der wachsenden Bevölkerung und dem Schul- und Vereinssport gewachsen. Die Lebensdauer der Technik nähert sich dem Ende und es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein nicht mehr zu behebender Schaden auftritt. Dann müsste das bestehende Hallenbad endgültig geschlossen werden muss.

Der Bau des sich aktuell in der Planungsphase befindlichen Hallenbads ist also die einzige Möglichkeit für die Stadt Schwabach, in den kommenden Jahrzehnten ein für Schulen, Vereine und die Bevölkerung nutzbares Hallenbad zu besitzen.

Diese Petition richtet sich an die Mitglieder des Stadtrates der Stadt Schwabach, um die Alternativlosigkeit der Entscheidung PRO Hallenbad-Neubau zu unterstreichen.

Warum braucht Schwabach ein neues Hallenbad?

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass Deutschland und insbesondere Bayern zu einem Land der Nichtschwimmer wird. Bayern stellt mit 95 Badetoten im Jahr 2019, darunter auch ein fünfjähriger Junge aus Schwabach, einen traurigen Rekord in Deutschland auf. Auch für das Jahr 2018 vermeldet Bayern 89 Tote durch Ertrinken. Während Ende der 80er Jahre noch fast 90% der deutschen Bevölkerung schwimmen konnten, ist dies heute nicht mehr der Fall. Nach Studien der DLRG können knapp 60% der Zehnjährigen nicht sicher oder überhaupt nicht schwimmen! Ertrinken stellt bei Kindern die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache nach Verkehrsunfällen dar.

Die persönliche Erfahrung von Grundschullehrerinnen und -lehrern in Schwabach bekräftigt diese Aussage. So sind Klassen mit bis zu 70% Nichtschwimmeranteil keine Seltenheit mehr. Für diese Entwicklung sind zum großen Teil die fortschreitenden Bäderschließungen und niedrigen Bahnenkapazitäten verantwortlich. Eltern, die ihre Kinder in Schwimmkursen der Schwimmvereine oder der Wasserwacht/DLRG anmelden wollen, müssen sich aufgrund der immer stärkeren Auslastung der verbliebenen Bäder auf mehrere Monate bis Jahre Wartezeit einstellen.

Schwabach präsentiert sich gerne als attraktive Stadt für junge Familien. In Schwabach befinden sich derzeit vier Grundschulen, zwei Mittelschulen, eine Realschule, zwei Gymnasien, die Wirtschaft- und Berufsschule und das sonderpädagogische Förderzentrum „Schule am Museum“, die von knapp 6000 Schülerinnen und Schülern besucht werden. Auch die Lebenshilfe hat in Schwabach einen eigenen Schulbetrieb. Diese Zahl wird sich laut des Bildungsberichts der Stadt Schwabach von 2019 in den nächsten Jahren nochmals spürbar erhöhen. 

Schwabacher Vereine, wie der Schwimmverein Schwabach, müssen aktuell jedes Jahr vielen, die in den Schwimmsport einsteigen wollen, eine Absage erteilen, da aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse im Hallenbad die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Gerade bei jungen Anfängern, bei denen es besonders wichtig ist, die sichere Fortbewegung im Medium Wasser zu fördern muss der SVS jedes Jahr ca. 30 Anwärter ablehnen. Auch die Wartelisten für Plätze in den Anfängerschwimmkursen der Wasserwacht sind sehr lang. Für die Schwabacher Vereine, deren Hauptsportstätte die Schwabacher Bäder sind, ist das Hallenbad sogar überlebensnotwendig. Vor allem der Schwimmverein Schwabach und die Wasserwacht Ortsgruppe Schwabach stünden ohne Hallenbad vor dem sicheren Aus! Aber auch Vereine, wie der Kanu-Club Schwabach und die TSG-Roth sind Nutzer des Hallenbades, die ohne ein neues Hallenbad über kurz oder lang keine Möglichkeit mehr hätten, ihren Sport auszuüben. Das Ausweichen auf umliegende Bäder ist schlichtweg unmöglich. Die Bäder in der Umgebung sind bereits ausgebucht. Ohne Vereine wie die Wasserwacht, die hauptverantwortlich für die Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche in Schwabach ist, würde sich die Problematik der vielen Nichtschwimmer noch deutlich verschlimmern.

Neben der Nutzung eines Bades durch Schulen und Vereine bildet die Bevölkerung den dritten großen Nutzerkreis. Im Jahr 1970, als das aktuelle Hallenbad fertiggestellt wurde hatte Schwabach ca. 31.000 Einwohner. Aktuell sind es ca. 41.000 Einwohner, was eine Steigerung von ca. 32% darstellt. Viele Schwabacher und Schwimmbegeisterte aus der Umgebung wollen in ihrer Freizeit das Hallenbad nutzen, haben aber das Problem, dass es mit seinen vier 25m Bahnen ohne Nichtschwimmerbecken nicht viel Platz bietet. Im einzigen Becken kommen sich Schwimmer und Nichtschwimmer permanent ins Gehege. Der geplante Hallenbad-Neubau sieht ein 25m Schwimmerbecken mit 5 Bahnen vor, dazu ein Lehrschwimmbecken für Nichtschwimmer, so wie ein kleines separates Kleinkinderbecken. Also deutlich mehr Platz für alle Bedürfnisse.

Zu all dem kommt, dass ein Hallenbad die einzige Sportstätte ist, die frei von der gesamten Bevölkerung genutzt werden kann. Es werden Millionen-Summen für Sportstätten wie Turnhallen ausgegeben und das ist wichtig und richtig. Ein Schwimmbad nimmt unter den Sportstätten aber eine Sonderrolle ein, denn keine Turnhalle und kein Sportplatz bietet so viel für die Allgemeinheit wie ein Hallenbad. Ohne Mitglied in einem Verein sein zu müssen, kann jeder ein Schwimmbad besuchen. 

Schwabach als familienfreundliche Schulstadt kann sich den Wegfall des Hallenbades ohne angemessenen Neubau nicht leisten! Es darf nicht sein, dass den Schülerinnen und Schülern das Erlernen der unter Umständen lebensrettenden Kulturtechnik des Schwimmens verwehrt wird. Vereinen darf nicht die Existenzgrundlage genommen werden, so dass hunderte von Sportlern ihren Sport nicht mehr ausüben können. Jeder, der in seiner Freizeit, sei es aus reiner Lust am Sport oder aus gesundheitlicher Notwendigkeit, ein Schwimmbad besuchen möchte, soll dies ganzjährig in Schwabach tun können.

Auch in Krisenzeiten muss klargestellt werden, dass ein Hallenbad in Schwabach kein Luxus ist, sondern im Verbund mit den Schulen eine grundlegende öffentliche Einrichtung darstellt.

 

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