Würzburger Solidaritätserklärung

Würzburger Solidaritätserklärung

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Würzburger Zivilgesellschaft hat diese Petition an Stadtgesellschaft gestartet.

Wir Würzburgerinnen und Würzburger verhalten uns in der Corona-Pandemie umsichtig und solidarisch. Kultur, Zivilgesellschaft, Vereine, Gruppen, Einzelhandel, Gastronomen, Pflege- und Bildungspersonal, kurz, die ganze Stadtgesellschaft hat alle Maßnahmen und Beschränkungen umgesetzt, auch wenn es für die Betroffenen oft mit teils erheblichen Einschränkungen und Umsatzeinbußen verbunden war und auch noch bleiben wird. Gemeinsam stellen wir uns der Herausforderung, die diese Pandemie mit sich bringt, wie auch der Verantwortung, die man als Teil der Gesellschaft in dieser belastenden Zeit hat.

Besonders massiv sehen wir die Belastung für das Personal in den Klinik- und Pflegeeinrichtungen. Diesen wollen wir mit unserer gemeinsamen Erklärung auch unseren tiefen Dank ausdrücken. Wir können kaum erahnen, wie wichtig und hart deren Arbeit ist – Respekt und Anerkennung soll durch unseren Aufruf gezollt werden, in dieser Zeit oft ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit und unter diesen Extrembedingungen für uns als Gesellschaft „den Kopf hinzuhalten“.

Wir wissen, dass die Impfungen und das Boostern gegen Corona einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie des SARS-COV-2-Virus leisten und Teil einer Solidaritätsaktion sind. Wir sehen uns als Teil der überwältigenden Mehrheit der Gesellschaft, die in die Wissenschaft vertraut und sich am wissenschaftlichen Diskurs und der Faktenlage orientiert.

Mit der Unterzeichnung dieser Erklärung rufen wir alle Würzburgerinnen und Würzburger, die das Impfangebot als wichtigsten Baustein im Kampf gegen das Virus bisher noch nicht angenommen haben, dazu auf, das nun zu tun.

Was wir nicht hinnehmen, ist, dass eine Gruppe politisch motivierter Menschen versucht, mit Fackelmärschen, kruden Verschwörungstheorien und gezielten Fehlinformationen, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben. Wir verstehen uns als eine Gemeinschaft und wollen uns nicht spalten lassen.

Wir stellen uns klar gegen allgemeine und pauschale Aburteilungen und Diffamierungen von Menschen, wenden uns eindeutig gegen antisemitisches Gedankengut und werden es nicht akzeptieren, wenn Extremistinnen und Extremisten versuchen, sich als Opfer zu inszenieren. Besonders die eindeutigen Falschbezüge auf die Verfolgungswellen im Dritten Reich oder anderer faschistischer oder diktatorischer Regime weisen wir entschieden zurück. Einen rechten Geschichtsrevisionismus werden wir unter keinen Umständen hinnehmen und zulassen. Wir rufen die Behörden dazu auf, die Straftaten provozierenden und Staatsordnung zerstörenden Aufrufe, die unter dem Deckmantel der „Coronakritik“ einhergehen, klar und umgehend zu ahnden. Jeder Person der Polizei- und Rettungskräfte danken wir in diesem Zusammenhang für ihren demokratischen und solidarischen Dienst.

Wir sind der festen Überzeugung, dass die Akteurinnen und Akteure des angeblichen Protestes und selbsternannte „Widerstandskämpferinnen und -kämpfer“ die Spaltung der Gesellschaft als solches, von Familien, Freundschaften und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen bewusst befeuern, um Unruhe zu stiften und so unsere Demokratie schwächen wollen.

Wir rufen daher alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, nicht an Demonstrationen und „Spaziergängen“ teilzunehmen, die sich gegen Maßnahmen richten, die eine schlimmere Ausbreitung des Corona-Virus verhindern sollen. Egal aus welchem persönlichen Grund man an den Veranstaltungen teilnimmt, jeder und jedem, der auf diese „Spaziergänge“ mitgeht, muss klar sein, dass diese nicht nur durch Rechtsradikale und Demokratiefeinde besucht, sondern auch mehrheitlich von ihnen organisiert werden.

Als Würzburgerinnen und Würzburger stehen wir auch jetzt zusammen und treten für unsere gemeinsamen Werte ein, ohne Andere in Gefahr zu bringen. Wir sehen diese Erklärung als Sprachrohr und erheben unsere Stimme gegen Coronaleugnerinnen und -leugner und demokratiefeindliche und menschenverachtende Strömungen in der Gesellschaft.

Gruppierungen:

GEW Würzburg - Die Bildungsgewerkschaft

Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage e.V.

 

Erstunterzeichner sind:

Sebastian Roth Fraktionsvorsitzender DIE LINKE Würzburg,

Burkhard Hose, Hochschulpfarrer Würzburg,

Simone Barrientos, Kreissprecherin DIE LINKE MAINFRANKEN,

Kerstin Celina, MdL DIE GRÜNEN,

Alexander Kolbow, SPD-Fraktionsvorsitzender Würzburg,

Jörg Nellen, GEW Würzburg

Dr. Sandra Vorlova, Fraktionsvorsitzende DIE GRÜNEN Würzburg

Dominik Kuzmek, Kreissprecher DIE LINKE MAINFRANKEN,

Konstantin Mack, GRÜNEN-Stadtrat Würzburg

Romina Gulyas,

Patrick Friedl, MdL DIE GRÜNEN,

Dominik Betz,

Doris Dörnhöfer,

Otto Meixner,

Sabine Schmidt,

Bernd Frank Schwab,

Benedikt Wronski,

Barbara Meyer, Stadträtin DIE LINKE Würzburg

Aaron Valent,

Martin Möllmann,

Johannes Tölle,

Aaron Zant,

Elli Klopf,

Felix Göpfert,

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