Rettet den Weiher!

Rettet den Weiher!

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Die SpardaImmobilienWelt GmbH - ein Unternehmen der Sparda-Bank - plant die Errichtung von vier jeweils dreistöckigen Doppelhaushälften sowie acht Carports und Garagen auf dem Weihergrundstück mit der Flurnummer 638 (Gemarkung Bronnamberg) an der Weiherhofer Haupststraße im Zirndorfer Ortsteil Weiherhof.

Hiermit fordern wir das Bauamt der Stadt Zirndorf, alle Mitglieder des Bau- Grundstücks- und Umweltausschusses der Stadt Zirndorf sowie das Landratsamt Fürth dazu auf, dieses Bauvorhaben nicht zu genehmigen. Wir fordern außerdem die SpardaImmobilienWelt GmbH zum Verzicht auf den geplanten Neubau auf.

Begründung:

1. Erhaltung eines historischen, ortsbildprägenden Weihers

Weiherhof wurde ca. 1709 gegründet. Der Weiher in dem o.g. Grundstück ist also sowohl historisch als auch ortsbildprägend. Laut §34 des Baugesetzbuches darf das Ortsbild von einem Bauvorhaben nicht beeinträchtigt werden. Dies wäre jedoch der Fall, wenn hier vier dreistöckige Doppelhaushälften und acht Carports und Garagen gebaut würden. Ohne eine teilweise Aufschüttung des Weihers ist dieses Projekt nicht möglich. Zudem gibt es keinerlei Garantie, daß auf diesem Grundstück anschließend nicht noch weitere Häuser gebaut werden, sodaß vom Weiher so gut wie nichts mehr übrigbleibt.

 

2. Naturschutz

Wir plädieren für den Erhalt der Naturfläche Weiher und der dazugehörigen Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Der Versiegelungsgrad der überbauten Fläche (ca. 1500 m2) dieses Bauvorhabens würde eine massive Beeinträchtigung der existierenden Flora und Fauna sowie eine Verminderung potenzieller Brut- und Nistmöglichkeiten für Wasservögel, Frösche und Fische darstellen. Zudem ist die Fällung alten Baumbestandes geplant. Bislang ist nicht klar, ob sich in diesen alten Bäumen Nisthöhlen von Fledermäusen befinden. Wir rufen die Stadt Zirndorf und das Landratsamt Fürth dazu auf, eine naturschutzfachrechtliche Untersuchung durchzuführen.

3. Gebäudehöhe

Maßgeblicher Beurteilungsrahmen für ein Bauvorhaben ist die nähere Umgebung. Nach § 34 Abs. 1 Satz 1 des Baugesetzbuches ist ein Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt. Das trifft auf dieses Vorhaben jedoch nicht zu. Die geplanten Gebäude sollen jeweils dreistöckig sein. Das näheste Haus im Grundstück des direkten Nachbarn ist ebenerdig, und keines der Häuser in den anderen benachbarten Grundstücken ist mehr als zweigeschossig. Die vier jeweils dreistöckigen Häuser würden also eindeutig das Gesamtbild stören und sich nicht in die nähere Umgebung einfügen.