Petition updateKeine Genehmigung für Tierversuche am Nürnberger Klinikum!noch mehr Tierversuche in Nürnberg: Uni beantragt weitere Versuchsreihe
Aktionsgruppe Tierrechte Bayern
Aug 27, 2019

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) am Klinikum Nürnberg - Standort Nord / Nordklinikum hat weitere Tierversuche beantragt. Unsere aktuelle Pressemitteilung dazu.

Ausweitung der Tierversuche: Paracelsus Medizinische Privatuniversität beantragt zweite Versuchsreihe

Nürnberg/Roth, 27.08.19 - die Paracelsus Medizinische Privatuniversität weitet die Tierversuche am Nürnberger Nordklinikum aus und hat eine zweite Tierversuchsreihe beantragt. Das teilte die Regierung von Unterfranken heute auf Nachfrage der Aktionsgruppe Tierrechte Bayern mit. Die Tierschutzinitiative kritisiert diesen Schritt stark. Schlimm genug, dass seit Monaten an dutzenden Ratten geforscht werden darf. Die nun beabsichtigte Ausweitung der Versuche ist ein Schritt in die vollkommen falsche Richtung. Die Aktionsgruppe Tierrechte
Bayern befürchtet, dass nun noch mehr Mäuse und Ratten in sinnlosen Versuchen leiden und sterben müssen. Die Tierschutzinitiative fordert das Nordklinikum und die Verantwortlichen der Privatuniversität auf, Transparenz zu schaffen. Völlig unbekannt ist derzeit, welche Versuche bereits seit Frühjahr hinter verschlossenen Türen stattfinden, wie viele Tiere dafür bereits ihr Leben lassen mussten, welche Ergebnisse die erste Versuchsreihe bereits geliefert hat, ob die zweite Versuchsreihe die erste Versuchsreihe ablöst, oder parallel dazu läuft, ob Sudierende an den Tieren forschen dürfen, welches Ziel die neue Versuchsreihe hat und ob die Universität die Beantragung weiterer Versuchsreihen plant.

Seit über zwei Jahren setzt sich die Aktionsgruppe Tierrechte für die Verhinderung und Beendigung der Tierversuche in Nürnberg ein. Petitionen, Mahnwachen, kreativen Protesten und Laufdemonstrationen
schlossen sich auch immer wieder Oberärzte und Mitarbeiter des Nordklinikums selbst an.

Hintergrund Tierversuche: Deutschland droht Klage vor dem EUGH

Forscherinnen und Forscher haben in Deutschland im vergangenen Jahr an mehr als zwei Millionen lebenden Tieren Versuche durchgeführt. Weitere fast 740.000 Tiere sind wissenschaftliche Zwecke getötet worden. Diese Zahlen teilte die Bundesregierung mit. Wie jetzt bekannt wurde, droht Deutschland wegen Verstößen gegen EU-Vorgaben zu Tierversuchen eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EUGH). Deutschland habe EU-Recht in mehr als 20 Bereichen nicht oder nur ungenügend umgesetzt. Hierbei geht es unter anderem um die Vorgaben zum Töten und Betäuben von Tieren und die behördlichen Kontrollen von Tierversuchen sowie die Sachkunde des Forschungspersonals.

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