Es wurde in den letzten Wochen von politischer Seite aus, ein B-Plan (845) für den Bau einer Kita und gemeinnütziges Wohnen, auf dem Gelände der Pferdekoppeln ausgearbeitet. Dieser soll nun in einer der nächsten Sitzungen verabschiedet werden.
Die Situation ist doch ganz eindeutig, dass die Kita ein Türöffner/Vorreiter ist und einfach als Vorwand genutzt wird, um das Baugebiet 814 im Nachgang zu realisieren.
Es scheint uns wirklich ein sehr cleverer Schachzug zu sein, den B-Plan erst für eine Kita und gemeinnütziges Wohnen durchzubringen, wo natürlich gesellschaftliche Widerstände sehr schwer bis fast unmöglich sind,
um dann im Nachgang das große Baugebiet durchzuziehen!
Die Gutachten und Einwände (Artenschutz, Klimaschutz, Umweltschutz, Verkehr, Entwässerung, Geruchsemissionen etc...) sind dann schon abgewickelt und beiseite geschoben, somit wäre der Weg für den großen B-Plan frei!!!
Niemand aus der Bürgerinitiative "lasst dem Wiesenhof die Wiese" hat etwas gegen den Bau einer Kita aber das Gelände ist dafür absolut nicht geeignet. Gerade unter klimatischem Aspekt!
Es liegt am äußersten Rande des Stadtteils und die Kinder müssten wahrscheinlich zu 70 % mit dem Auto zum Kindergarten gebracht werden.
Es kann doch nicht sein, dass bauen auf der GRÜNEN Wiese auf´s notwendigste reduziert werden soll um das Klima zu schützen aber sobald es um eine Kita od. ähnliche soziale Einrichtungen geht,
wird dieser wichtige Grundsatz verworfen und es darf lustig ins GRÜNE gebaut werden.
Es kann doch nicht sein, dass es keine andere Fläche gibt? Auch eine Kita kann doch in eine bestehende Altimmobilie integriert werden?
Flächenumwandlungen sind sicher besser fürs Klima und somit auch für die nachkommenden Generationen.
Wurden hier wirklich alle Möglichkeiten geprüft? Alte Verwaltungsgebäude? Gewerbeflächen? bebaute Pachtgrundstücke? alte Höfe? Aufstockung von Gebäuden? etc...
Vielleicht gibt es auch ältere Menschen, die sich aus Altersgründen verkleinern möchten und ihr Eigenheim an die Stadt oder einen Träger abgeben würden, um es für die Umwandlung in eine Kita zur Verfügung zu stellen. Dazu gibt es in anderen Städten bereits Beispiele, wo nun in den ehemaligen Wohnräumen/Häusern eine wunderschöne Kita entstanden ist.
Das ist moderne Stadtentwicklung gepaart mit Umweltfreundlichkeit.
Vielleicht gibt es auch in Krefeld Menschen die bereit wären, ihr großes Haus mit Garten für solch eine Nutzung abzugeben...
Es gibt auch Kommunen in denen sogar auf Flachdächern Einrichtungen wie Kitas gebaut wurden oder in der Planung sind, um Landschaften zu schützen...
Aber wenn solche Möglichkeiten nicht angeregt oder geprüft werden ist es natürlich einfacher auf der GRÜNEN Wiese zu bauen.
Die Landschaft am Wiesenhof wird sonst irreparabel zerstört :-(