Schluss mit prekärer Beschäftigung von Honorardozenten an der Rheinischen Musikschule Köln

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Ich unterstütze die Honorarkräfte der Rheinischen Musikschule (RMS) Köln in ihrem Kampf gegen prekäre Beschäftigung bei der Stadt Köln und für einen angemessenen Stellenwert von musikalischer Bildung und Kultur für alle sozialen Schichten in unserer Gesellschaft!
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Hintergrund der Petition:

Musikalische Bildung für alle und Teilhabe an Kultur sind wesentlicher Bestandteil einer sozialen und gut funktionierenden Gesellschaft.
Jedoch erhält die Rheinische Musikschule (RMS) als renommierte und fast 175-jährige Institution der Kölner Kultur- und Bildungslandschaft von der Stadt Köln seit 1994 faktisch den gleichen Etat - bei doppelter Schülerzahl und gestiegenen Kosten. Diese Finanzierungslücken werden durch Gebührenerhöhungen und schlecht bezahlte Honorarverträge geschlossen, also zu Lasten der Eltern und der Lehrkräfte.

Über zwei Drittel der DozentInnen an der RMS haben trotz ihrer hohen fachlichen und pädagogischen Qualifikation keinen festen Arbeitsvertrag, sondern arbeiten auf Honorarbasis zu Konditionen, die mit Festanstellungen keinesfalls vergleichbar sind. Das bedeutet:

  • ein so niedriges Honorar, dass dies kaum zum Leben reicht, Nebenjobs nötig
  • Totaler Verdienstausfall bei Krankheit und in den Ferien
  • Kettenbefristungen mit einem Monat Kündigungsfrist
  • keine Arbeitslosenversicherung, kein Mutterschutz, keine Mitbestimmungsrechte
  • Altersarmut vorprogrammiert

Diese finanzielle und vertragliche Unsicherheit führt zu erheblichen Einschränkungen jedes Einzelnen von uns:
Wir können kaum für unseren eigenen Lebensunterhalt aufkommen, Vermieter lehnen uns als finanziell zu unsicher ab, manch einer kann die laufenden Kosten für das eigene Instrument kaum aufbringen, Familienplanung ist undenkbar, falls man nicht finanziell durch einen gut verdienenden Partner abgesichert ist, die Planbarkeit des Lebens wird enorm erschwert, längere Krankheit und Ferien werden finanziell sehr schnell existenzbedrohend, Urlaub bleibt oft unerreichbarer Luxus, im Rentenalter droht uns Altersarmut.

Wir wollen diesen Status als prekär Beschäftigte nicht länger hinnehmen. Ein gutes Musikschulleben wird immer schwieriger, die Qualität des Unterrichts leidet. Die RMS ist jedoch ein wesentlicher Kultur- und Bildungsträger der Stadt Köln, der musikalische Ausbildung für alle ermöglicht, Inklusion und Integration in unsere Gesellschaft fördert und somit einen wichtigen gesamtgesellschaftlichen und sozialen Beitrag für die Stadt Köln leistet. Dies alles kann nur weiterhin gewährleistet werden, wenn die Finanzierungslücken nicht länger durch prekäre Beschäftigung der Lehrkräfte und Gebührenerhöhungen geschlossen werden.

Wir fordern daher von der Stadt Köln:

  • höhere Zuschüsse für die RMS Köln
  • Festanstellung der Lehrkräfte nach Tarifvertrag oder vergleichbare Bezahlung der Honorarkräfte
  • Honorarfortzahlung in den Ferien und bei Krankheit

Um diesen Forderungen Gehör zu verschaffen, bitten wir Sie, unsere Petition zu unterzeichnen und zu verbreiten. Vielen Dank.

Bei Fragen und Anregungen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Eva-Maria Zimmermann
Wolfgang Ruland
(Sprecher des Forums für Honorarkräfte der RMS Köln)

e-Mail: forumfuerhonorarkraefte.rms@gmail.com
Facebook: http://tinyurl.com/FfH-RMS



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