Corona-Schutz für Obdachlose - sofortige Unterbringung benötigt!

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+++ Wir fordern die sofortige und sichere Unterbringung von Obdachlosen in Hamburg.
Obdachlosen muss ermöglicht werden, ihren gesellschaftlichen Beitrag zur Eindämmung von Corona zu leisten. Hamburg muss sofort die Koordination und die Auftragsvergabe in der Obdachlosenhilfe aufnehmen. +++

Um die Ausbreitung des Covid-19 Virus zu verlangsamen, müssen wir als Gesellschaft gemeinsam agieren und uns so verhalten, dass Übertragungen vermieden werden.
Menschen ohne Obdach zählen überproportional häufig zu der besonders gefährdeten Gruppe der Vorerkrankten und/oder Immungeschwächten. 

Die gesamte ehren- und hauptamtliche Infrastruktur von Obdachlosen ist vergangene Woche bis auf ein Minimum zusammengebrochen.
Eine Versorgung der Menschen auf der Straße ist aktuell kaum möglich.

Um mitzuhelfen, die Verbreitung der Pandemie einzudämmen, brauchen Obdachlose einen geschützten Raum, Nahrung und einen Zugang zu Sanitäranlagen.

Die Kompetenzen liegen in der Obdachlosenhilfe, die Vergabe der Aufträge liegt bei der Stadt. Nur gemeinsam können wir eine humanitäre Katastrophe während der Pandemie noch verhindern:
Wir*, die Stadt und alle Hamburger:innen sind dazu aufgerufen, an einem Strang zu ziehen. 

»Die Stadt« besteht auch nur aus Menschen, die gerade ihr Bestes geben!
Wir wollen nicht auf Gestern schauen, wir wollen gemeinsam mit ihnen handeln.
Jetzt.

Wir haben Zeit, wir haben Erfahrung, wir haben Strukturen und wir wissen, dass Lösungsvorschläge für alle Beteiligten umsetzbar sein müssen.
Hier kommen eine Reihe von umsetzbaren Sofortmaßnahmen und unabdingbaren Folgehilfen:

Schutz durch sofortige dezentrale Unterbringung und Versorgung.

SOFORT

Hotelgutscheine:
• Mieten von ausreichend Hotelzimmern á 30 Tage für Obdachlose
• Koordinationsauftrag erteilen, mit einer Stelle besetzen
• Vergabe und Koordination der Zimmer-Gutscheine
• einzige Bedingung: die Person muss obdach- oder wohnungslos sein.

Krankenpflege:
• zum Beispiel leerstehende Pflegestationen aufschließen 
• Koordinations- und Durchführungsauftrag erteilen
• bedingungslose medizinische Versorgung

Notunterkünfte & Heime:
• Zimmer nur noch zur Einzelnutzung für mindestens 12 Monate.
• Weiterführung des Winternotprogramms inklusive der Containerdörfer bis mindestens 30.4.
• ganztägige Öffnung des Winternotprogramms.
• gesundheitsamtliche Schulung für alle Mitarbeitenden in Bezug auf die Pandemie.

NÖTIGE FOLGEHILFEN 

Wohnungen:
• Koordinierungsstab einrichten
• Ziel: zentral gelegenen 1 bis 2-Zimmer-Wohnungen binnen 30 Tagen mieten und einrichten.
• alle notdürftig untergekommenen Obdachlosen ziehen für mindestens 12 Monate bedingungslos von den Hotels und Heimen in ihre Wohnungen.  
• soziale- und psychologische Betreuung.
• Einrichten eines Prüf- und Optimierungsgremiums, bestehend aus der Hamburger Obdachlosenhilfe

BEDINGUNGEN FÜR ORGANISATIONEN

Die Versorgung der Auftragnehmenden: 
• mit amtlichen Handlungsanweisungen.
• mit nötigem Schutzequipment.
• mit nötigem Budget.

WIR*
Hamburger Gabenzaun e.V., Johan Graßhoff, Irina Götz, Ronald Kelm, Alli Neumann, Leben im Abseits e.V., Pfand gehört daneben, StrassenBLUES e.V. und GoBanyo.

#Schutzfüralle #RechtaufSchutz 


Weitere Infos:
Statement Irina Götz, Ärztin für innere Medizin:
https://www.facebook.com/gobanyo/photos/a.2254174014797912/2522167321331912/?type=3&theater

Aktuelle Petition in Berlin: https://www.change.org/p/senatsverwaltung-f%C3%BCr-soziales-berlin-hotelunterbringung-f%C3%BCr-obdachlose-jetzt-kein-corona-ende-der-k%C3%A4ltehilfe 

Artikel zur aktuellen Situation: https://www.zeit.de/hamburg/2020-03/coronavirus-armut-quarantaene-hamburg-obdachlosigkeit
Quelle: ZEIT

Aktuelle Maßnahmen in LA: https://www.latimes.com/homeless-housing/story/2020-03-18/coronavirus-homelelss-money-california-risk-150-million
Quelle: LA Times