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Gegen den Abriss der Deutschen Oper am Rhein - Umweltschutz durch Gebäudeerhaltung

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Düsseldorf ist eine Stadt, die dem regen Wandel der Veränderung unterliegt. 
Das muss nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein, denn natürlich muss es Veränderungen geben, um nicht zu stagnieren und Verbesserungen zuzulassen. Allerdings sollte dies in einem angemessen Rahmen geschehen. Leider wird dies aber zu einer immer präsenter werdenden Problematik in unserer Stadt: Es gibt nicht mehr viele geschichtsbezeichnende Bauten und der übrige schützenswerte Bestand ist immer wieder gefährdet, durch Neubauten ersetzt zu werden.

So auch im Falle der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.

Das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg stark beschädigt, erhielt nach seiner Sanierung in den 1950er Jahren ein neues Gesicht und ist heute langjähriger Bestandteil der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Allee und der Stadtmitte. Nun ist im Gespräch das Bauwerk, wegen angeblich zu hoher Sanierungskosten, schlichtweg abzureißen und einen lukrativeren, monumentalen Neubau an seine Stelle zu setzen.

Ein Abriss der Deutschen Oper am Rhein wäre für die Beständigkeit des Stadtbildes undenkbar und ein inakzeptabler Umgang mit einem denkmalgeschützten Bauwerk!

Ich, als gebürtige Düsseldorferin, kann nicht mehr mitansehen, wie unsere Stadt und ihre Umgebung immer mehr durch identitätslose Monumentalbauten ihr Gesicht verlieren. Außerdem ist es nicht vertretbar, dass Denkmalschutz ohne weiteres ausgehebelt werden kann, um neu entstandener Profitgier hinterher jagen zu können. Rücksichtslos mit dem Bestand umzugehen, der die Umgebung und Identität einer Stadt ausmacht, ist und kann nicht Ziel einer Verbesserung sein! 

Bei der Erhaltung von Bestandsgebäuden geht es auch um die Verhinderung der enormen Umweltbelastung durch Abriss und Neubau und die Sicherstellung bereits produzierter Baustoffe. Gerade die Gebäude der Nachkriegszeit dienen uns heute, durch die damals oft verwendeten chemisch versetzen Stoffen, als Zwischenlager für jenen Sondermüll, welcher bei einem Abriss zutage kommen würde. Für diese Art von Müll gibt es momentan weder ein Endlager, noch eine Lösung der ordnungsgemäßen Verwertung.

Bereits bestehende Gebäude sollten uns heute als Ressource dienen, welche umgenutzt, wieder- oder weiterverwendet werden könnten. Wir müssen wieder kreativer im Umgang mit bereits Bestehendem werden, um mit der Ressourcenknappheit umgehen zu können!

Vielen ist nicht bewusst, was ein einfach scheinender Abriss für Problematiken und Kosten mit sich bringt. Und das während Düsseldorf das Ziel verfolgt umweltfreundlicher zu werden! Man brüstet sich mit der Umweltspur und weiteren Vorzeigeprojekten, während die Ressourcenverschwendung und Freisetzung von grauer Energie durch immer neue Bauprojekte nicht weiter thematisiert, bedacht oder in der Öffentlichkeit diskutiert wird.

Ich fordere die Düsseldorfer Politik auf, den Abriss der Deutschen Oper am Rhein zu stoppen! Denn ein Abriss ist keine akzeptable Lösung, nur eine feige Ausrede für unkreative Planung, die nicht fähig ist, sich mit dem Bestehenden auseinanderzusetzen.