
Hallo zusammen
in Olching im Münchner Umland wurden zwei junge Frauen beim Containern erwischt und sollen nun zusammen 2400€ Strafe zahlen. Dabei haben sie das Richtige getan: Lebensmittel vor dem Müll gerettet.
Nachdem der Strafbefehl kam, haben sie nochmal das Richtige getan: Sie haben beschlossen, dagegen vorzugehen. Obwohl das im Zweifel für sie deutlich teurer werden kann. Auf ihrem Blog schreiben sie:
"Das Thema Lebensmittelverschwendung ist ein gesellschaftliches. Wir fühlen uns nicht „schuldig“ in dem Sinne, wie uns vonseiten der Staatsanwaltschaft vorgeworfen wird. Stattdessen sollten Gesetzgeber, Supermärkte und Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Es wäre einfacher und eventuell günstiger gewesen, den Forderungen des Strafbefehls nachzukommen und die 2400€ zu bezahlen. Damit hätten wir jedoch unsere Schuld gestanden und hätten uns dem Kriminalisierungsversuch ergeben. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, unseren Fall öffentlich und politisch zu führen."
Jetzt brauchen sie Unterstützung!
- Auf ihrem Blog http://olchiscontainern1.blogsport.de/ findet ihr ein Spendenkonto
- Morgen, also am Mittwoch, den 17.10. wird in München im Einewelthaus, Schwanthalerstrasse 80, eine Solidaritätsgruppe gegründet. An alle aus der Umgebung: Seid dabei, und sagt Bekannten bescheid!
- Der Prozess ist für den 12.11. angesetzt. Er wurde bereits ein Mal verschoben, wenn es zu Protesten kommt, sind weitere Verschiebungen durchaus möglich. Aktuelle Infos wird es auf dem Blog geben.
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Staatsanwaltschaft in München - genauso wir in Aachen vor eineinhalb Jahren - mit ihrem Kriminalisierungsversuch auf die Nase fallen. Denn eins ist klar: Containern ist kein Verbrechen!
Ich habe außerdem einen kurzen Artikel mit Hintergrundinformationen geschrieben: https://www.sozialismus.info/2018/10/containern-ist-kein-verbrechen-2/
Viele Grüße aus Aachen
Chris