STOPPT DIE BEBAUUNG DER NATURFLÄCHEN UND FRISCHLUFTSCHNEISEN IM DÜSSELDORFER NORDEN

STOPPT DIE BEBAUUNG DER NATURFLÄCHEN UND FRISCHLUFTSCHNEISEN IM DÜSSELDORFER NORDEN

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Bitte unterstützen Sie unsere Petition zum Erhalt der Umwelt- und Grünflächen des Düsseldorfer Nordens für die nächsten Generationen und für den Erhalt funktionierender Frischluftschneisen in Düsseldorf.

Die Stadt Düsseldorf hat mit dem 2018 veröffentlichten Papier "Perspektiven für den Düsseldorfer Norden" in beispielloser Manier Tür und Tor zur Bebauung wichtiger Frischluftschneisen und Grünflächen im Düsseldorfer Norden geöffnet.

Keine Politikergeneration hat so extrem Eingriffe in die Naturreserven unserer geliebten Stadt geplant und legitimiert:

1. STARK NEGATIVE UMWELTAUSWIRKUNGEN DER BEBAUUNG DER GRÜNFLÄCHEN WURDEN VON LAND UND STADT DÜSSELDOF MIT DEM "SIEDLUNGSINTERESSE" EINFACH BEISEITE GESCHOBEN

  • In Angermund sind mit den Gebieten "Nördlich Auf der Krone" in den Auen der Anger wichtige Naturflächen zur Bauplanung freigegeben worden, deren Bebauung gemäß der eigenen Gutachten der Regierung stark negative Umweltauswirkungen haben ("Als Ergebnis der schutzgutübergreifenden Gesamtbewertung des Prüfbogens sind erhebliche Umweltauswirkungen zu erwarten", Quelle: Umweltgutachten des Regionalplans der Stadt Düsseldorf 2018)
  • Das LANDESBÜRO DER NATURSCHUTZVERBÄNDE NRW verlangte "die Rücknahme der ASB-Reserve [d.h. der Gebiete Auf der Krone] im Norden von Angermund an.“ (Aktz: V-2002-2015-03-31 /134, Begründungen des Regionalplans 2018). 
  • Von der regierenden Stadt-Regierung und der Bezirksregierung wurden diese Umweltauswirkungen einfach mit dem "Siedlungsinteresse" beiseitegeschoben und die Gebiete vom Status Natur- und landwirtschaftlichen Flächen in "Allgemeine Siedlungsbereiche (ASB)" umgewandelt

2. ES WURDEN - OHNE PRÜFUNG (!) - GEBIETE AUSGEWIESEN, DIE GEMÄSS DEN EIGENEN PLÄNEN DER STADT KRITISCH FÜR FRISCHLUFTSCHNEISEN UND STADTKLIMA SIND UND NICHT BEBAUT WERDEN DÜRFEN

  • Sowohl im Regionalplanverfahren 2018 und dem Verfahren, das zum Konzept "Perspektiven für den Düsseldorfer Norden" führte, wurden die Auswirkungen auf die FRISCHLUFTSCHNEISEN das STADTKLIMA der Stadt Düsseldorf (bewußt?) NICHT GEPRÜFT. Dies ist beispielsweise in den Protokollen des Regionalplanverfahrens 2018 klar ersichtlich
  • Ein Skandal, obwohl schon 2012 von der Stadt Düsseldorf festgestellt wurde „Zum Schutz der regional bedeutsamen Ausgleichsräume und zum Erhalt von unbebauten Verbindungen zwischen den Frischlufteinzugsgebieten und den dicht bebauten Stadtteilen von Düsseldorf sollte die Bebauung der Stadtteile Kalkum und Angermund im Norden [...] nicht wei­ter ausgedehnt werden.“ (Quelle: Klima- und Frischluftplan der Stadt Düsseldorf in der „Planungshinweiskarte 2012")
  • Die Frischluftschneisen müssen frei von Bebauung bleiben, da sie essentiell für das Stadtklima der Stadt Düsseldorf sind. Ohne sie werden die Temperaturen im Sommer noch schneller und noch deutlich stärker ansteigen

3. DAS WACHSTUM DER STADT GIBT DEN BEDARF AN WOHNUNGSBAU GAR NICHT MEHR HER - BEFREIEN WIR DIE STADT WIEDER AUS DEN FÄNGEN DER IMMOBILIENINVESTOREN

  • In den letzten 5 Jahren (2014-2019) ist die Stadt Düsseldorf nur um 12.124 Haushalte gewachsen (Quelle: Demographiemonitoring der Stadt Düsseldorf 2020). In der gleichen Zeit wurden 18.904 Wohnungen fertiggestellt (Quelle: Präsentation "Düsseldorf gut aufgestellt" der Stadt Düsseldorf 2020).
    Das ergibt einen Überhang von 6.780 (fast 56%!) zu viel gebauten Wohnungen! 
  • Der strukturelle Leerstand an Wohnungen (keine Nutzung von über 3 Monaten) ist gleichzeitig um >25% auf fast 4% aller Wohnungen oder ca. 13.500 Wohneinheiten angewachsen (Quelle: Wohnungsreport der Stadt Düsseldorf 2020). Möglicher Grund: Investoren profitieren weiter trotz Leerstand aufgrund des derzeitigen (zinsgetriebenen) Wertzuwachses >10% p.a. – sie müssen daher nicht vermieten.
  • Das Bevölkerungswachstum in Düsseldorf liegt mittlerweile nur noch bei ca. 0,3% mit sinkender Tendenz (Quelle: siehe oben). Gegenüber den offiziellen Wachstumsprognosen liegen die Wachstumsraten der Bevölkerung der letzten 2 Jahre nur noch halb so hoch wie die offiziellen 10-Jahres Planungen (Quelle: Statistikamt des Landes NRW)
  • Durch den nicht mehr umkehrbaren Trend hin zu Homeoffice nach COVID-19 werden in den nächsten Jahren ersten Studien zufolge über 30% der 9,23 Mio. m² Büroflächen nicht mehr benötigt und werden leer stehen (zur Zeit stehen bereits >7% der Flächen leer). Bei einer Umwandlung in Wohnflächen könnten so zusätzlich über 40.000 Wohnungen ohne jeglichen Eingriff in die Natur bereitgestellt werden. Das entspräche bei jetzigen Prognosen dem Bedarf an Wohnungen der Stadt Düsseldorf der nächsten 30 Jahre!
  • Für wen soll hier eigentlich auf Kosten der Natur gebaut werden? 

4. DIE ZEIT DRÄNGT: DIE STADT PLANT IM VERBORGENEN BEREITS MIT INVESTOREN DIE SCHNELLE BEBAUUNG UND VERSUCHT ÜBER "ARRONDIERUNGEN" ODER "ABRUNDUNGEN" BAUPLANVERFAHREN ZU UMGEHEN UND FAKTEN ZU SCHAFFEN

  • Investoren haben sich vorab viele Flächen mit Vorverträgen gesichert und planen, auf Kosten der Umwelt, das große Geld zu machen.
  • Geplant wird – unterstützt durch die Stadt – im Verborgenen (die Stadt gibt bspw. trotz Aufforderungen keine Planungen von Investoren heraus) und von vornherein mit vielen Anwälten
  • Die Investoren in Angermund hatten übrigens schon 2016 über den Rechtsweg versucht, durch die Hintertür Baurecht für das Gebiet Nördlich auf der Krone vor Gericht zu erstreiten - damals noch erfolglos und interessanterweise noch von allen Parteien – inkl. der SPD – bekämpft
  • Der Plan der Investoren: erst kleinere Flächen im Zielgebiet über Politik-Lobbying in Baurecht umwandeln (die Stichworte hier: „Abrundung“ oder „Arrondierung“ – das klingt nicht so schlimm) und dann auf dem Rechtsweg die großen Flächen erstreiten - wie bereits in anderen Flächen wie bspw. der Buschgasse in Angermund erfolgt
     

WIR FORDERN DAHER MIT UNSERER ONLINE-PETITION VON DER STADT DÜSSELDORF, DER BEZIRKSREGIERUNG UND DEN PARTEIEN

  1. DIE SOFORTIGE RÜCKNAHME DES KONZEPTES "PERSPEKTIVEN FÜR DEN DÜSSELDORFER NORDEN"
  2. DEN SOFORTIGEN STOPP JEGLICHER BAUVORHABEN IN DEN IM KONZEPT GENANNTEN FLÄCHEN IN ANGERMUND (INSB. "AUF DER KRONE") UND KALKUM
  3. DIE RÜCKNAHME DES STATUS ALLGEMEINER SIEDLUNGSBEREICH (ASB) FÜR DIE FLÄCHEN "AUF DER KRONE" IN ANGERMUND UND STATT DESSEN UMWANDLUNG DER FLÄCHEN IN LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIETE
  4. DEN SOFORTIGEN STOPP DER VERDECKTEN INVESTOREN-BAUPLANUNGEN "NÖRDLICH AUF DER KRONE" IN ANGERMUND INKL. GEPLANTER "ARRONDIERUNGEN" ODER "ABRUNDUNGEN"

 

Bitte helfen Sie mit, für unsere Umwelt, für eine nachhaltige Stadtentwicklung, gegen die weitere Versiegelung!

Jede Stimme zählt!

 

Ihre Bürgerinitiative Gegen die Bebauung der Angerauen/Angermund