Neuigkeit zur PetitionSolidarität mit Katalonien - für das Recht auf friedliche Selbstbestimmung!Katalanisch, Deutschland und die Europäische Union
Prof. Dr. Axel SchönbergerDeutschland
16.07.2025

https://europaencatala.eu/

Katalanisch wird in den Staaten der Europäischen Union von mehr Menschen als Muttersprache gesprochen als beispielsweise Englisch. Dennoch wurde ihm bisher der Status einer Amtssprache der EU noch nicht zuerkannt. Das Königreich Spanien setzt sich zwar derzeit dafür ein, Katalanisch, Galicisch und Baskisch in den Rang von Amtssprachen der Europäischen Union zu erheben, Alberto Núñez Feijoo, Führer der spanischen Oppositionspartei Partido Popular, die politisch deutlich rechts etwa von der deutschen AfD steht, versucht indes, dies durch Interventionen bei verschiedenen Mitgliedsstaaten zu hintertreiben. Gelingt es der spanischen Minderheitsregierung unter Führung von Pedro Sánchez nicht, ihr Versprechen bezüglich des Katalanischen einzulösen, wird dies voraussichtlich zum Sturz der sozialdemokratischen Regierung in Spanien führen. Dies könnte einer der Gründe sein, weswegen die deutsche Bundesregierung sich bisher der spanischen und katalanischen Forderung, Katalanisch zur Amtssprache der EU zu machen, deutlich widersetzt, obwohl Spanien bereit ist, für alle damit zusammenhängenden Kosten alleine aufzukommen.

Deutschland trägt eine entscheidende Mitverantwortung für den Sieg der aufständischen Faschisten im Spanischen Bürgerkrieg, der zu Massenmorden, der Etablierung eines mörderischen faschistischen Regimes und einer jahrzehntelangen Unterdrückung der katalanischen Sprache und Kultur führte, die man in Deutschland bis zum Tode des Diktators im Jahr 1975 geflissentlich übersah. Obwohl das deutsche Volk im Jahr 1990 selbst sein kollektives Menschenrecht auf Selbstbestimmung ausübte und sich auf dessen Grundlage wiedervereinigte, erkennt Deutschland das unentziehbare und nicht einschränkbare kollektive Menschenrecht des katalanischen Volkes auf Selbstbestimmung bisher nicht an. Daß Deutschland zusammen mit Italien bisher den berechtigten Wunsch des katalanischen Volkes und des spanischen Staates, Katalanisch in den Rang einer EU-Amtssprache zu erheben, blockiert, zeigt einmal mehr, daß das heute Deutschland aus seiner Vergangenheit nicht die Lehren gezogen hat, die es zu ziehen galt. Die Behandlung der katalanischsprachigen EU-Bürger in Katalonien, auf den Balearen, im Land València, in Aragonien sowie in Frankreich und Italien als ‘EU-Bürger zweiter Klasse’ beschämt die Europäische Union, die mit doppelten Standards nach außen Werte vertritt und von anderen Staaten einfordert, zu denen sie in ihren Innern teilweise nicht steht.

Katalonien zählt zu den prosperierenden und innovativen Regionen der Europäischen Union. Während die Europäische Union dem katalanischen Volk weiterhin die kalte Schulter zeigt und den Sprechern des Katalanischen in mehreren Ländern das Gefühl vermittelt, von der EU in sprachlicher Hinsicht diskriminiert zu werden, hat das deutsche Unternehmen DeepL, wohl eines der innovativsten Unternehmen der Europäischen Union, die Zeichen der Zeit erkannt und wird das Katalanische voraussichtlich ab Ende des Jahres 2025 in den Kreis der von ihm zur maschinellen Übersetzung angebotenen Sprachen aufnehmen.

https://europaencatala.eu/

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