Sofortige Verlängerung der S75 bis Berlin-Westkreuz


Sofortige Verlängerung der S75 bis Berlin-Westkreuz
Das Problem
Petition an das Abgeordnetenhaus von Berlin
Sofortige Verlängerung der S75 bis Berlin-Westkreuz – jetzt handeln statt weiter vertagen!
Sehr geehrte Abgeordnete des Berliner Abgeordnetenhauses,
die aktuelle Linienführung der S75 ist verkehrspolitisch nicht vertretbar und stellt eine strukturelle Benachteiligung des Berliner Nordostens dar.
Bis zum Fahrplanwechsel 2016/17 verkehrte die S75 im 10-Minuten-Takt von Wartenberg über die gesamte Stadtbahn bis Berlin-Westkreuz. Diese durchgehende Ost-West-Verbindung war über Jahre integraler Bestandteil der Netztopologie auf der Stadtbahn und funktionierte betrieblich stabil.
Seit der schrittweisen Kürzung im Zuge von Infrastrukturmaßnahmen endet die Linie regulär im Ostteil der Stadt. Trotz wiederholter politischer Ankündigungen einer Rückkehr, mit aktuellen Zeithorizonten bis 2029 oder 2032, existiert im Jahr 2026 weiterhin keine direkte Anbindung des Nordostens an die westliche Stadtbahn.
Das ist weder sachlich noch strategisch nachvollziehbar.
Faktische Auswirkungen für Zehntausende Fahrgäste
Die Verkürzung der S75 führt nachweislich zu:
- Wegfall einer direkten Ost-West-Achse auf der Stadtbahn
- Erzwungenen Umstiegen mit durchschnittlichen Zusatzwartezeiten von 5–10 Minuten
Verlängerung der Gesamtfahrzeit - Verlust von Sitzplatzkapazitäten im Berufsverkehr
- Erhöhter Störanfälligkeit durch Anschlussabhängigkeit
- Bereits bei einem Umstieg mit 5 Minuten Übergangszeit entstehen pro Arbeitstag rund 10 Minuten zusätzlicher Zeitverlust. Hochgerechnet auf ein Jahr summiert sich dies auf über 40 Stunden verlorene Lebenszeit pro Pendlerin und Pendler.
Bei unregelmäßigen Takten oder 20-Minuten-Intervallen verschärft sich die Situation signifikant.
Die Tramlinien M4 und M5 stellen keine funktionale Alternative dar. Sie weisen deutlich längere Fahrzeiten, zusätzliche Umstiege sowie teilweise ungünstigere Haltestellenlagen auf. Eine leistungsfähige S-Bahn-Direktverbindung kann dadurch nicht ersetzt werden.
Gleichwertige Lebensverhältnisse sind Verfassungsauftrag. Das Land Berlin ist verpflichtet, gleichwertige Mobilitätsbedingungen in allen Stadtteilen sicherzustellen.
Während andere Korridore der Stadtbahn weiterhin mehrere durchgehende Linien aufweisen, bleibt der Nordosten strukturell abgehängt.
Angesichts wachsender Wohngebiete in Hohenschönhausen und Wartenberg ist diese Reduzierung der Kapazität und Direktverbindung weder verkehrlich noch stadtentwicklungspolitisch vertretbar.
Unsere Forderung
Wir fordern das Abgeordnetenhaus und den Senat von Berlin auf:
- Die S75 unverzüglich wieder bis Berlin-Westkreuz zu verlängern.
- Einen verbindlichen Umsetzungszeitplan vorzulegen – spätestens innerhalb der laufenden Legislaturperiode; mit einem konkreten Umsetzungsstichtag innerhalb der nächsten 2 Jahre.
- Übergangsweise betriebliche Lösungen umzusetzen, falls infrastrukturelle Engpässe geltend gemacht werden. Dazu gehören insbesondere:
- Temporäre Taktanpassungen auf der Stadtbahn
- Teilweise Einkürzungen oder Überlagerungen bestehender Linien (z. B. S5 oder S7), um mindestens einen 20-Minuten-Takt der S75 bis Westkreuz zu ermöglichen
- Priorisierte Ressourcensteuerung zugunsten einer durchgehenden Ost-West-Anbindung.
Ein jahrelanges Verschieben bis 2029 oder 2032 ist politisch nicht akzeptabel!
Politische Verantwortung statt Absichtserklärungen! Die Verlängerung der S75 ist keine Vision und kein Neubauprojekt. Die Strecke existiert. Die Linie ist historisch dort gefahren. Die betriebliche Machbarkeit wurde über Jahre praktiziert.
Auch das Argument, die Nachfrage sei niedrig und deshalb bestehe kein Handlungsbedarf, greift zu kurz. Aufgrund der unzuverlässigen Taktfrequenz, der verkürzten Linienführung und der fehlenden Direktanbindung bis Westkreuz mag die S75 strukturell eine niedrigere Nachfrage aufweisen als die durchgehend verkehrenden Linien S5 und S7. Gerade deshalb ist die Wiederausweitung bis Westkreuz ein zentraler Hebel, um Nachfragepotenziale zu aktivieren und die Angebotsqualität im Berliner Nordosten nachhaltig zu stärken.
Was fehlt, ist die Priorisierung.
Mobilität ist Daseinsvorsorge. Die Bürgerinnen und Bürger im Berliner Nordosten haben Anspruch auf eine leistungsfähige, direkte und verlässliche Anbindung an die Stadtbahn. Andere Linien werden dadurch entlastet.
Wir erwarten eine klare Entscheidung – mit Termin, Umsetzung und Transparenz.
Die S75 muss wieder bis Westkreuz fahren. Nicht perspektivisch. Nicht langfristig. Sondern jetzt!

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Das Problem
Petition an das Abgeordnetenhaus von Berlin
Sofortige Verlängerung der S75 bis Berlin-Westkreuz – jetzt handeln statt weiter vertagen!
Sehr geehrte Abgeordnete des Berliner Abgeordnetenhauses,
die aktuelle Linienführung der S75 ist verkehrspolitisch nicht vertretbar und stellt eine strukturelle Benachteiligung des Berliner Nordostens dar.
Bis zum Fahrplanwechsel 2016/17 verkehrte die S75 im 10-Minuten-Takt von Wartenberg über die gesamte Stadtbahn bis Berlin-Westkreuz. Diese durchgehende Ost-West-Verbindung war über Jahre integraler Bestandteil der Netztopologie auf der Stadtbahn und funktionierte betrieblich stabil.
Seit der schrittweisen Kürzung im Zuge von Infrastrukturmaßnahmen endet die Linie regulär im Ostteil der Stadt. Trotz wiederholter politischer Ankündigungen einer Rückkehr, mit aktuellen Zeithorizonten bis 2029 oder 2032, existiert im Jahr 2026 weiterhin keine direkte Anbindung des Nordostens an die westliche Stadtbahn.
Das ist weder sachlich noch strategisch nachvollziehbar.
Faktische Auswirkungen für Zehntausende Fahrgäste
Die Verkürzung der S75 führt nachweislich zu:
- Wegfall einer direkten Ost-West-Achse auf der Stadtbahn
- Erzwungenen Umstiegen mit durchschnittlichen Zusatzwartezeiten von 5–10 Minuten
Verlängerung der Gesamtfahrzeit - Verlust von Sitzplatzkapazitäten im Berufsverkehr
- Erhöhter Störanfälligkeit durch Anschlussabhängigkeit
- Bereits bei einem Umstieg mit 5 Minuten Übergangszeit entstehen pro Arbeitstag rund 10 Minuten zusätzlicher Zeitverlust. Hochgerechnet auf ein Jahr summiert sich dies auf über 40 Stunden verlorene Lebenszeit pro Pendlerin und Pendler.
Bei unregelmäßigen Takten oder 20-Minuten-Intervallen verschärft sich die Situation signifikant.
Die Tramlinien M4 und M5 stellen keine funktionale Alternative dar. Sie weisen deutlich längere Fahrzeiten, zusätzliche Umstiege sowie teilweise ungünstigere Haltestellenlagen auf. Eine leistungsfähige S-Bahn-Direktverbindung kann dadurch nicht ersetzt werden.
Gleichwertige Lebensverhältnisse sind Verfassungsauftrag. Das Land Berlin ist verpflichtet, gleichwertige Mobilitätsbedingungen in allen Stadtteilen sicherzustellen.
Während andere Korridore der Stadtbahn weiterhin mehrere durchgehende Linien aufweisen, bleibt der Nordosten strukturell abgehängt.
Angesichts wachsender Wohngebiete in Hohenschönhausen und Wartenberg ist diese Reduzierung der Kapazität und Direktverbindung weder verkehrlich noch stadtentwicklungspolitisch vertretbar.
Unsere Forderung
Wir fordern das Abgeordnetenhaus und den Senat von Berlin auf:
- Die S75 unverzüglich wieder bis Berlin-Westkreuz zu verlängern.
- Einen verbindlichen Umsetzungszeitplan vorzulegen – spätestens innerhalb der laufenden Legislaturperiode; mit einem konkreten Umsetzungsstichtag innerhalb der nächsten 2 Jahre.
- Übergangsweise betriebliche Lösungen umzusetzen, falls infrastrukturelle Engpässe geltend gemacht werden. Dazu gehören insbesondere:
- Temporäre Taktanpassungen auf der Stadtbahn
- Teilweise Einkürzungen oder Überlagerungen bestehender Linien (z. B. S5 oder S7), um mindestens einen 20-Minuten-Takt der S75 bis Westkreuz zu ermöglichen
- Priorisierte Ressourcensteuerung zugunsten einer durchgehenden Ost-West-Anbindung.
Ein jahrelanges Verschieben bis 2029 oder 2032 ist politisch nicht akzeptabel!
Politische Verantwortung statt Absichtserklärungen! Die Verlängerung der S75 ist keine Vision und kein Neubauprojekt. Die Strecke existiert. Die Linie ist historisch dort gefahren. Die betriebliche Machbarkeit wurde über Jahre praktiziert.
Auch das Argument, die Nachfrage sei niedrig und deshalb bestehe kein Handlungsbedarf, greift zu kurz. Aufgrund der unzuverlässigen Taktfrequenz, der verkürzten Linienführung und der fehlenden Direktanbindung bis Westkreuz mag die S75 strukturell eine niedrigere Nachfrage aufweisen als die durchgehend verkehrenden Linien S5 und S7. Gerade deshalb ist die Wiederausweitung bis Westkreuz ein zentraler Hebel, um Nachfragepotenziale zu aktivieren und die Angebotsqualität im Berliner Nordosten nachhaltig zu stärken.
Was fehlt, ist die Priorisierung.
Mobilität ist Daseinsvorsorge. Die Bürgerinnen und Bürger im Berliner Nordosten haben Anspruch auf eine leistungsfähige, direkte und verlässliche Anbindung an die Stadtbahn. Andere Linien werden dadurch entlastet.
Wir erwarten eine klare Entscheidung – mit Termin, Umsetzung und Transparenz.
Die S75 muss wieder bis Westkreuz fahren. Nicht perspektivisch. Nicht langfristig. Sondern jetzt!

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Die Entscheidungsträger*innen
Petition am 15. Februar 2026 erstellt