Sichern der Finanzierung des AMELAG-Anschlussprojekts im Bundeshaushalt 2025


Sichern der Finanzierung des AMELAG-Anschlussprojekts im Bundeshaushalt 2025
Das Problem
Diese Petition war vollumfänglich erfolgreich! Die Laufzeit von AMELAG wurde bis zum 31. Dezember 2025 verlängert!
This petition was completely successful! The term of AMELAG was extended until 31 December 2025!
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(Please scroll to find the English version below)
Update vom 14. November 2024:
Mit dieser Petition wird umstandsbedingt in einem ersten Schritt gefordert, für das Abwassermonitoring AMELAG eine Lösung wenigstens zur finanziellen Überbrückung des Zeitraums bis zum Inkrafttreten des Bundeshaushalts 2025 zu finden.
Begründung:
Aufgrund des Koalitionsbruchs wird der Bundeshaushalt 2025 im Jahr 2024 nicht mehr beschlossen. Die Bereinigungssitzung wurde am 13. November 2024 abgesagt. Ab 1. Januar 2025 erfolgt damit die sog. vorläufige Haushaltsführung. Es wird berichtet, dass der Bundeshaushalt 2025 sogar erst im Sommer 2025 stehen könnte.
Für das Projekt AMELAG bedeutet dies – nach aktuellem Wissensstand – das vorläufig planmäßige Auslaufen am 31. Dezember 2024. Und eine vermeidbare Lücke in der Dokumentation und Wahrnehmung von Infektionsgeschehen, nicht nur bezüglich des Virus SARS-CoV-2, sondern auch des Vogelgrippevirus (H5N1 insbesondere), ein Influenza-A-Virus („Hochpathogene Aviäre Influenza, HPAI“). Ganz Österreich wurde deshalb am 8. November 2024 zum Gebiet mit erhöhtem Risiko eingestuft. Frankreich hat ebenfalls am 8. November 2024 die Warnstufe offiziell von „moderat“ auf „erhöht“ geändert. Auch Ungarn, Polen und das Vereinigte Königreich sind von HPAI betroffen. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat am 10. Oktober 2024 ein hohes Risiko für Geflügelhaltungen durch HPAI H5 der Klade 2.3.4.4b vermeldet. Ein Teenager liegt seit 9. November 2024 in Kanada auf der Intensivstation. Das Ergebnis der Genomsequenzierung deutet darauf hin, dass das Virus mit den H5N1-Viren der Vogelgrippe aus dem aktuellen Ausbruch bei Geflügel in British Columbia verwandt ist (Influenza A (H5N1), Klade 2.3.4.4b, Genotyp D.1.1). Unbekannt bleibt, wo sich der Teenager angesteckt hat. Aufgrund des bisherigen Ausbruchsmanagements in den USA kann auch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung von HPAI nicht mehr ausgeschlossen werden. Erstmalig wurde HPAI H5 am 12. November 2024 im Abwasser des US-Inselstaates Hawaii nachgewiesen. Die Herkunft ist aktuell ungewiss, da bislang keine Fälle offiziell bekannt geworden sind. Hawaii war bislang der einzige US-Staat ohne H5N1-Nachweise in Vögeln und anderen Tieren.
Gerade jetzt ist es also essenziell, das Frühwarnsystem Abwassermonitoring (AMELAG) bundesweit sicherzustellen, dessen Wochenberichte seit Ende Oktober 2024 auch Influenza A und B umfassen. Eine konkrete Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems wird in einem – vermeidbaren – deutschlandweit nicht mehr unmöglichen Krankheitsausbruch gesehen.
Das Abwassermonitoring als entscheidender Indikator fiele jedoch nach aktuellem Stand weg. Wie schnell eine Pandemie entstehen kann, lässt sich dem Bericht der Bundesregierung zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012 vom 3. Januar 2013, BT-Drs. 17/12051 entnehmen:
„Der Verlauf der SARS-Epidemie 2003 hat gezeigt, dass extrem wenige Fälle ausreichen können, um ein globales Infektionsgeschehen auszulösen.“ (S. 60)
„Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Erreger mit neuartigen Eigenschaften, die ein schwerwiegendes Seuchenereignis auslösen, plötzlich auftreten können.“ (S. 5)
Der aktuelle Kenntnisstand ist dem (englischsprachigen) CBC-Interview „Canadian bird flu case raises potential pandemic concerns“ von Bob McDonald mit Matthew Miller, Canada Research Chair of Viral Pandemics an der McMaster University (Hamilton), zu entnehmen. [Hinzugefügt am 18. November 2024]
Art. 111 Abs. 1 lit. b GG z.B. ermöglicht, vor der Lage zu sein und vor dem Beginn der vorläufigen Haushaltsführung Verbindlichkeiten in Bezug auf nötige Ausgaben einzugehen bzw. entstehen zu lassen. Vorstehende Ausführungen sprechen für die Notwendigkeit, d.h. Geeignetheit, sachliche und zeitliche Erforderlichkeit der Ausgaben im Rahmen einer Überbrückungsfinanzierung.
Es ist nicht ersichtlich, warum den Bundesländern der Infektionsschutz zufallen sollte. Das Infektionsschutzgesetz (IfSG), welches bereits Pflichten in Bezug auf zoonotische Influenza als meldepflichtige Krankheit regelt (vgl. § 6 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Buchst. s IfSG), hat generell abschließende Wirkung, wie schon der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags festgehalten hat. Das IfSG soll dabei helfen, Infektionen frühzeitig zu erkennen, ihre Weiterverbreitung zu verhindern und übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen. Das ist undenkbar, wenn - ungeachtet der Rechtslage - lediglich ein Bruchteil der Bundesländer Abwassermonitoring finanzieren kann. [Hinzugefügt am 20. November 2024]
Nach hiesigen Erkenntnissen besteht bei allen Projektbeteiligten grundsätzliches Interesse, das Abwassermonitoring fortzuführen. Auch die Zeit bis zum 31. Dezember 2024 erscheint hier ausreichend für eine Lösungsfindung.
Kein Virus wartet einen Haushaltsplan im Jahr 2025 oder die Umsetzung der noch nicht in Kraft getretenen Kommunalabwasserrichtlinie 2024 (KARL) im Jahr 2027 ab.
Zweiter Schritt (originäre Petition):
Mit der Petition wird gefordert, mit dem Bundeshaushalt 2025 [, der vom 26. bis 29. November 2024 durch den Bundestag beraten und beschlossen werden soll, - Streichung beim Petitionsausschuss erbeten] die Finanzierung des AMELAG-Anschlussprojekts für das Abwassermonitoring durch das Robert Koch-Institut (RKI) und Mitbeteiligte wie das Umweltbundesamt (UBA) sicherzustellen.
Begründung:
Am 31. Dezember 2024 läuft das am 1. November 2022 gestartete Abwassermonitoring-Projekt AMELAG (Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung) aus. Nach Auskunft des RKI ist ein Anschlussprojekt konzipiert, lediglich die Finanzierung ist noch unsicher. Eine Entscheidung soll mit dem Bundeshaushalt 2025 fallen. Diese muss die Finanzierung des Anschlussprojekts sichern.
1. Das Abwassermonitoring ist ein unverzichtbares Instrument der öffentlichen und individuellen Gesundheit:
So ermöglicht es, frühzeitig mit passenden Maßnahmen auf Gefahren durch Krankheitserreger zu reagieren. Die Ausscheidung z.B. des SARS-CoV-2-Virus durch eine infizierte Person beginnt vor dem Auftreten von Symptomen. Abwassermonitoring stellt daher nach Angaben der WHO ein wertvolles Frühwarnsystem für eine mögliche Zunahme von Fällen und Krankenhauseinweisungen mit einer Verzögerung von 1-4 Wochen dar. Die COVID-19-Pandemie hält ausweislich der Kommunikation der WHO an. Durch die nahezu ungehinderte Belastung der Bevölkerung entstehen immer mehr neue SARS-CoV-2-Virusvarianten und Infektionen, die einzeln oder kumuliert irreversible Gesundheitsschäden verursachen können. Das Abwassermonitoring ermöglicht dabei nicht nur eine vorausschauende (Warn-/Aufklärungs-)Kommunikation und Planung der Gesundheitsversorgung, sondern auch den Gesundheitsschutz im Rahmen der Eigenverantwortung jeder Person: Die AMELAG-Daten ermöglichten schon bislang, die Gesundheitsgefahr am Wohnort einzuschätzen und sich selbst sowie andere zu schützen. Beides muss auch in der Zukunft möglich bleiben.
Ohne Surveillance-Instrumente wie das Abwassermonitoring wären wir in Deutschland sprichwörtlich blind, von Informationen anderer Länder abhängig und liefen Gefahr, zu spät auf Gefahren für die öffentliche und individuelle Gesundheit zu reagieren.
2. Mit der Schutz- und Vorsorgefunktion („prevention, preparedness, and response“) des Abwassermonitorings geht die Chance Deutschlands einher, in der Forschung und Entwicklung von international herausragender Bedeutung eine weiterhin wichtige, u.U. führende Rolle einzunehmen:
Die mit dem Abwassermonitoring verbundene Forschung, welche noch jung ist, ist nicht nur von nationaler oder EU-weiter (vgl. EU-Wastewater Integrated Surveillance for Public Health, EU Wastewater Observatory for Public Health), sondern auch von globaler Bedeutung. So umfassen z.B. der Strategic Preparedness and Response Plan (2023-2025) der WHO und das Pandemieabkommen (WHO Pandemic Agreement), für dessen Abschluss Deutschland eintritt, geeignete Surveillance-Maßnahmen wie das Abwassermonitoring. Die Welt kämpft derzeit mit zahlreichen Krankheitsausbrüchen (COVID-19, MPox, Marburgviruserkrankung, Vogelgrippe, Cholera u.a.). Der Klimawandel führt zudem bereits spürbar dazu, dass auf der Nordhalbkugel lange undenkbare Krankheitserreger und (tropische) Krankheiten Fuß fassen können.
Nicht nur wir brauchen diese Forschung und Weiterentwicklung. Die Welt braucht sie langfristig.
Eine gleichlautende öffentliche Petition (Petition 173080) wurde am 4. Oktober 2024 beim Petitionsausschuss des Bundestags eingereicht. Da sie am 6. November 2024, mehr als einen Monat nach Einreichung und lange nach dem 3-wöchigen Bearbeitungszeitraum, noch nicht veröffentlicht ist, wird sie nun ergänzend auf change.org veröffentlicht, um nicht noch mehr Unterstützung durch Zeitverlust zu verlieren. Diese Petition soll die öffentliche Petition unterstützen, ggf. ersetzen, sollte sie auch am 26. November 2024 nicht veröffentlicht sein.
Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass das RKI am 24. Oktober 2024 mitgeteilt hat, dass nun auch Viruslasten von Influenza A- und B-Viren wöchentlich im AMELAG-Wochenbericht veröffentlicht werden. Den lesenswerten Bericht zur Bedeutung des Abwassermonitorings von Beyer et al. 2024, "Abwasser als Informationsquelle - Schutz vor künftigen Epidemien", veröffentlicht in wwt 10/2024 (ab Seite 47) findet Ihr hier: https://www.umweltwirtschaft.com/epaper/umw/383/epaper/5917/44/index.html.
Interessant sind darüber hinaus vielleicht noch internationale wissenschaftliche Veröffentlichungen wie z.B. (eine schnelle Auswahl, die ich ggf. noch ergänze):
WHO, "Environmental surveillance for SARS-COV-2 to complement public health surveillance – Interim Guidance", 14. April 2022, WHO Publications, abrufbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/WHO-HEP-ECH-WSH-2022.1, ersetzt durch
WHO, "Environmental surveillance for SARS-CoV-2 to complement other public health surveillance", 12. September 2023, WHO Publications, abrufbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/9789240080638
Diamond et al., "Wastewater surveillance of pathogens can inform public health responses", nature, vom 8. September 2022, abrufbar unter: https://www.nature.com/articles/s41591-022-01940-x
Keck et al., "Wastewater Surveillance—“Messy” Science With Public Health Potential", Am J Public Health, Januar 2023, abrufbar unter: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9755940/
Levy et al., "Wastewater surveillance for public health", Science, vom 5. Januar 2023, abrufbar unter: https://www.science.org/doi/10.1126/science.ade2503
Lancaster, "Tracking Community Health Through Wastewater Surveillance", The Scientist, vom 1. Februar 2024, abrufbar unter: https://www.the-scientist.com/tracking-community-health-through-wastewater-surveillance-71604
CDC (US Center for Disease Control and Prevention), "Wastewater Surveillance: A New Frontier for Public Health", vom 15. April 2024, CDC-Advanced Molecular Detection (AMD), abrufbar unter: https://www.cdc.gov/advanced-molecular-detection/php/success-stories/wastewater-surveillance.html
EU Kommission, "(Waste)water surveillance for bird flu (A/H5N1)", Mai 2024, Ad-hoc Bulletin, abrufbar unter: https://wastewater-observatory.jrc.ec.europa.eu/media/bulletin_files/Bird_flu_bulletin_may_2024.pdf
Nash et al., "From sewage to safety: Hospital wastewater surveillance as a beacon for defense against H5N1 bird flu", 1. Mai 2024, STAT, abrufbar unter: https://www.statnews.com/2024/05/01/h5n1-bird-flu-hospital-wastewater-surveillance/
Krugman, "H5N1: How Effective Is Wastewater Surveillance for Bird Flu?", vom 10. Juli 2024, Think Global Health, abrufbar unter: https://www.thinkglobalhealth.org/article/h5n1-how-effective-wastewater-surveillance-bird-flu
Hier können z.B. alle Teilveranstaltungen des Wastewater Disease Surveillance Summits der internationalen Organisation WEF (Water Environment Organisation) aus dem August 2024 abgerufen werden: https://www.youtube.com/playlist?list=PLmdHPUHnMj83MDSuvRxQJCymhr5_cd_J3
Grassly et al., "Global wastewater surveillance for pathogens with pandemic potential: opportunities and challenges", The Lancet, vom 30. August 2024, abrufbar unter: https://www.thelancet.com/journals/lanmic/article/PIIS2666-5247(24)00192-7/fulltext
Xiu et al., "Wastewater surveillance to track influenza viruses", vom 1. September 2024, Bull World Health Organ., abrufbar unter: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11362693/
CDC, "Wastewater Surveillance for Influenza A Virus and H5 Subtype Concurrent with the Highly Pathogenic Avian Influenza A(H5N1) Virus Outbreak in Cattle and Poultry and Associated Human Cases — United States, May 12–July 13, 2024", vom 19. September 2024, CDC-Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR), abrufbar unter: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/73/wr/mm7337a1.htm
World Health Network, Offener Brief für die Fortführung von AMELAG vom 4. November 2024, abrufbar unter: https://whn.global/offener-brief-fur-die-fortfuhrung-von-amelag/
Für Vergleichszwecke, hier der eingereichte Petitionstext:
15. November 2024:
4. Oktober 2024:
_______________________________________
English version:
Securing funding for the AMELAG follow-up project in the 2025 federal budget
Update from November 14, 2024:
As a first step, this petition calls for a solution to be found for the AMELAG wastewater monitoring system, at least to bridge the financial gap until the 2025 federal budget has come into force.
Justification:
Due to the collapse of the coalition, the 2025 federal budget will no longer be adopted in 2024. The adjustment meeting was canceled on November 13, 2024. From January 1, 2025, the so-called provisional budget management will thus take place. It is reported that the 2025 federal budget may not even be ready until summer 2025.
For the AMELAG project, this means - according to the current state of knowledge - the provisional scheduled expiry on December 31, 2024, and an avoidable gap in the documentation and perception of infection events, not only with regard to the SARS-CoV-2 virus, but also the avian influenza virus (H5N1 in particular), an influenza A virus (“highly pathogenic avian influenza, HPAI”). The whole of Austria was classified as a high-risk area on November 8, 2024. France also officially changed its warning level from “moderate” to “increased” on November 8, 2024. Hungary, Poland and the United Kingdom are also affected by HPAI. On October 10, 2024, the Friedrich-Loeffler-Institut reported a high risk for poultry farms due to HPAI H5 of clade 2.3.4.4b. A teenager has been in intensive care in Canada since November 9, 2024. The genome sequencing result indicates that the virus is related to the H5N1 avian influenza viruses from the current outbreak in poultry in British Columbia (influenza A (H5N1), clade 2.3.4.4b, genotype D.1.1). It remains unknown where the teenager contracted the disease. Due to the outbreak management in the USA to date, human-to-human transmission of HPAI can no longer be ruled out. HPAI H5 was detected for the first time in Hawaiian wastewater on November 12, 2024. The origin is currently unknown, as no cases have been officially reported to date. Hawaii was previously the only US state with no evidence of H5N1 in birds and other animals.
Right now, it is therefore essential to ensure the early warning system wastewater monitoring (AMELAG) nationwide, whose weekly reports include influenza A and B since the end of October 2024. A concrete threat to the functioning of the healthcare system is seen in a - preventable - disease outbreak that is no longer impossible throughout Germany.
However, wastewater monitoring as a decisive indicator would no longer apply as things stand. How quickly a pandemic can develop can be taken from the German Federal Government‘s report on risk analysis in civil protection 2012 from January 3, 2013, BT-Drs. 17/12051:
“The course of the SARS epidemic in 2003 showed that extremely few cases can be enough to trigger a global infection event.” (p. 60)
“The past has shown that pathogens with novel properties that trigger a serious epidemic event can appear suddenly.” (p. 5)
The current state of knowledge is well summarized in the CBC interview "Canadian bird flu case raises potential pandemic concerns" by Bob McDonald with Matthew Miller, Canada Research Chair of Viral Pandemics at McMaster University (Hamilton). [Added on November 18, 2024]
Art. 111 para. 1 lit. b of the German Constitution, for example, allows commitments for necessary expenditure to be made or entered into before the start of interim budget management. The above references speak in favor of the necessity, i.e. the suitability, material and temporal necessity of the expenditure in the context of interim financing.
It is not clear why infection protection should fall to the federal states. The Infection Protection Act (IfSG), which already regulates obligations with regard to zoonotic influenza as a notifiable disease (see Sec. 6 para. 1 s. 1 no. 1 letter s IfSG), generally has a conclusive effect, as the Scientific Service of the Bundestag has already stated. The IfSG is intended to help detect infections at an early stage, prevent them from spreading and prevent communicable diseases in humans. This is unthinkable if - regardless of the legal situation - only a fraction of the federal states can finance wastewater monitoring. [Added on November 20, 2024]
According to public reporting, all project participants are fundamentally interested in continuing the wastewater monitoring. The time until December 31, 2024 also appears to be sufficient to find a solution.
No virus is waiting for a budget plan in 2025 or the implementation of the 2024 urban wastewater treatment directive in 2027, which has not yet come into force.
Second step (original petition):
This petition calls for the 2025 federal budget [, which is to be discussed and adopted by the Bundestag from November 26 to 29, 2024, - deletion requested] to ensure funding for the AMELAG follow-up project for wastewater monitoring by the Robert Koch Institute (RKI) and co-participants such as the Federal Environment Agency (UBA).
Justification:
The AMELAG wastewater monitoring project (wastewater monitoring for epidemiological situation assessment), which was launched on November 1, 2022, will expire on December 31, 2024. According to the RKI, a follow-up project has been planned, but the funding is still uncertain. A decision is to be made with the 2025 federal budget. This must secure funding for the follow-up project.
1. Wastewater monitoring is an indispensable tool for public and individual health:
It makes it possible to react to dangers posed by pathogens at an early stage with appropriate measures. The excretion of the SARS-CoV-2 virus by an infected person, for example, begins before the onset of symptoms. According to the WHO, wastewater monitoring is therefore a valuable early warning system for a possible increase in cases and hospital admissions with a delay of 1-4 weeks. According to WHO communications, the COVID-19 pandemic continues. Due to the almost unhindered exposure of the population, more and more new SARS-CoV-2 virus variants and infections are emerging, which individually or cumulatively can cause irreversible damage to health. Wastewater monitoring not only enables forward-looking (warning/awareness) communication and healthcare planning, but also health protection within the scope of each person's personal responsibility: AMELAG data has already made it possible to assess the health risk at the place of residence and to protect oneself and others. Both must remain possible in the future.
Without surveillance instruments such as wastewater monitoring, we in Germany would literally be blind, dependent on information from other countries and run the risk of reacting too late to threats to public and individual health.
2. The prevention, preparedness and response function of wastewater monitoring goes hand in hand with the opportunity for Germany to continue to play an important, possibly leading role in research and development of outstanding international importance:
The research associated with wastewater monitoring, which is still young, is not only of national or EU-wide importance (cf. EU Wastewater Integrated Surveillance for Public Health, EU Wastewater Observatory for Public Health), but also of global significance. For example, the WHO's Strategic Preparedness and Response Plan (2023-2025) and the WHO Pandemic Agreement, which Germany is committed to concluding, include appropriate surveillance measures such as wastewater monitoring. The world is currently battling numerous disease outbreaks (COVID-19, MPox, Marburg virus disease, bird flu, cholera, etc.). In addition, climate change is already having a noticeable impact, allowing pathogens and (tropical) diseases that were unthinkable for a long time to gain a foothold in the northern hemisphere.
We are not the only ones who need this research and further development. The world needs it in the long term.
An identical public petition (Petition 173080) was submitted to the Petitions Committee of the Bundestag on October 4, 2024. As it has not yet been published on November 6, 2024, more than a month after submission and long after the 3-week processing period, it is now being published on change.org in addition, so as not to lose any more support through loss of time. This petition is intended to support the public petition, possibly replacing it if it is still not published on November 26, 2024.
In addition, it should be noted that the RKI announced on October 24, 2024 that viral loads of influenza A and B viruses will now also be published weekly in the AMELAG weekly report. The report on the importance of wastewater monitoring by Beyer et al. 2024 in wwt 10/2024 is worth reading and can be found here (starting on page 47, in German): https://www.umweltwirtschaft.com/epaper/umw/383/epaper/5917/44/index.html.
International scientific publications such as the following may also be of interest (a quick selection, which I will add to if necessary):
WHO, "Environmental surveillance for SARS-COV-2 to complement public health surveillance – Interim Guidance", 14 April 2022, WHO Publications, link: https://www.who.int/publications/i/item/WHO-HEP-ECH-WSH-2022.1, superseded by
WHO, "Environmental surveillance for SARS-CoV-2 to complement other public health surveillance", 12 September 2023, WHO Publications, link: https://www.who.int/publications/i/item/9789240080638
Diamond et al., "Wastewater surveillance of pathogens can inform public health responses", nature, 8 September 2022, link: https://www.nature.com/articles/s41591-022-01940-x
Keck et al., "Wastewater Surveillance—“Messy” Science With Public Health Potential", Am J Public Health, January 2023, link: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9755940/
Levy et al., "Wastewater surveillance for public health", Science, 5 January 2023, link: https://www.science.org/doi/10.1126/science.ade2503
Lancaster, "Tracking Community Health Through Wastewater Surveillance", The Scientist, 1 February 2024, link: https://www.the-scientist.com/tracking-community-health-through-wastewater-surveillance-71604
CDC (US Center for Disease Control and Prevention), "Wastewater Surveillance: A New Frontier for Public Health", 15 April 2024, CDC-Advanced Molecular Detection (AMD), link: https://www.cdc.gov/advanced-molecular-detection/php/success-stories/wastewater-surveillance.html
EU Commission, "(Waste)water surveillance for bird flu (A/H5N1)", May 2024, Ad-hoc Bulletin, link: https://wastewaterobservatory.jrc.ec.europa.eu/media/bulletin_files/Bird_flu_bulletin_may_2024.pdf
Nash et al., "From sewage to safety: Hospital wastewater surveillance as a beacon for defense against H5N1 bird flu", 1 May 2024, STAT, link: https://www.statnews.com/2024/05/01/h5n1-bird-flu-hospital-wastewater-surveillance/
Krugman, "H5N1: How Effective Is Wastewater Surveillance for Bird Flu?", 10 July 2024, Think Global Health, link: https://www.thinkglobalhealth.org/article/h5n1-how-effective-wastewater-surveillance-bird-flu
Here, for example, all sub-events of the Wastewater Disease Surveillance Summit of the international organization WEF (Water Environment Organization) from August 2024 can be accessed: https://www.youtube.com/playlist?list=PLmdHPUHnMj83MDSuvRxQJCymhr5_cd_J3
Grassly et al., "Global wastewater surveillance for pathogens with pandemic potential: opportunities and challenges", The Lancet, 30 August 2024, link: https://www.thelancet.com/journals/lanmic/article/PIIS2666-5247(24)00192-7/fulltext
Xiu et al., "Wastewater surveillance to track influenza viruses", 1 September 2024, Bull World Health Organ., link: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11362693/
CDC, "Wastewater Surveillance for Influenza A Virus and H5 Subtype Concurrent with the Highly Pathogenic Avian Influenza A(H5N1) Virus Outbreak in Cattle and Poultry and Associated Human Cases — United States, May 12–July 13, 2024", 19 September 2024, CDC-Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR), link: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/73/wr/mm7337a1.htm
World Health Network, Open Letter for the continuation of AMELAG dated 4 November 2024, link: https://whn.global/offener-brief-fur-die-fortfuhrung-von-amelag/

1.384
Das Problem
Diese Petition war vollumfänglich erfolgreich! Die Laufzeit von AMELAG wurde bis zum 31. Dezember 2025 verlängert!
This petition was completely successful! The term of AMELAG was extended until 31 December 2025!
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(Please scroll to find the English version below)
Update vom 14. November 2024:
Mit dieser Petition wird umstandsbedingt in einem ersten Schritt gefordert, für das Abwassermonitoring AMELAG eine Lösung wenigstens zur finanziellen Überbrückung des Zeitraums bis zum Inkrafttreten des Bundeshaushalts 2025 zu finden.
Begründung:
Aufgrund des Koalitionsbruchs wird der Bundeshaushalt 2025 im Jahr 2024 nicht mehr beschlossen. Die Bereinigungssitzung wurde am 13. November 2024 abgesagt. Ab 1. Januar 2025 erfolgt damit die sog. vorläufige Haushaltsführung. Es wird berichtet, dass der Bundeshaushalt 2025 sogar erst im Sommer 2025 stehen könnte.
Für das Projekt AMELAG bedeutet dies – nach aktuellem Wissensstand – das vorläufig planmäßige Auslaufen am 31. Dezember 2024. Und eine vermeidbare Lücke in der Dokumentation und Wahrnehmung von Infektionsgeschehen, nicht nur bezüglich des Virus SARS-CoV-2, sondern auch des Vogelgrippevirus (H5N1 insbesondere), ein Influenza-A-Virus („Hochpathogene Aviäre Influenza, HPAI“). Ganz Österreich wurde deshalb am 8. November 2024 zum Gebiet mit erhöhtem Risiko eingestuft. Frankreich hat ebenfalls am 8. November 2024 die Warnstufe offiziell von „moderat“ auf „erhöht“ geändert. Auch Ungarn, Polen und das Vereinigte Königreich sind von HPAI betroffen. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat am 10. Oktober 2024 ein hohes Risiko für Geflügelhaltungen durch HPAI H5 der Klade 2.3.4.4b vermeldet. Ein Teenager liegt seit 9. November 2024 in Kanada auf der Intensivstation. Das Ergebnis der Genomsequenzierung deutet darauf hin, dass das Virus mit den H5N1-Viren der Vogelgrippe aus dem aktuellen Ausbruch bei Geflügel in British Columbia verwandt ist (Influenza A (H5N1), Klade 2.3.4.4b, Genotyp D.1.1). Unbekannt bleibt, wo sich der Teenager angesteckt hat. Aufgrund des bisherigen Ausbruchsmanagements in den USA kann auch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung von HPAI nicht mehr ausgeschlossen werden. Erstmalig wurde HPAI H5 am 12. November 2024 im Abwasser des US-Inselstaates Hawaii nachgewiesen. Die Herkunft ist aktuell ungewiss, da bislang keine Fälle offiziell bekannt geworden sind. Hawaii war bislang der einzige US-Staat ohne H5N1-Nachweise in Vögeln und anderen Tieren.
Gerade jetzt ist es also essenziell, das Frühwarnsystem Abwassermonitoring (AMELAG) bundesweit sicherzustellen, dessen Wochenberichte seit Ende Oktober 2024 auch Influenza A und B umfassen. Eine konkrete Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems wird in einem – vermeidbaren – deutschlandweit nicht mehr unmöglichen Krankheitsausbruch gesehen.
Das Abwassermonitoring als entscheidender Indikator fiele jedoch nach aktuellem Stand weg. Wie schnell eine Pandemie entstehen kann, lässt sich dem Bericht der Bundesregierung zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012 vom 3. Januar 2013, BT-Drs. 17/12051 entnehmen:
„Der Verlauf der SARS-Epidemie 2003 hat gezeigt, dass extrem wenige Fälle ausreichen können, um ein globales Infektionsgeschehen auszulösen.“ (S. 60)
„Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Erreger mit neuartigen Eigenschaften, die ein schwerwiegendes Seuchenereignis auslösen, plötzlich auftreten können.“ (S. 5)
Der aktuelle Kenntnisstand ist dem (englischsprachigen) CBC-Interview „Canadian bird flu case raises potential pandemic concerns“ von Bob McDonald mit Matthew Miller, Canada Research Chair of Viral Pandemics an der McMaster University (Hamilton), zu entnehmen. [Hinzugefügt am 18. November 2024]
Art. 111 Abs. 1 lit. b GG z.B. ermöglicht, vor der Lage zu sein und vor dem Beginn der vorläufigen Haushaltsführung Verbindlichkeiten in Bezug auf nötige Ausgaben einzugehen bzw. entstehen zu lassen. Vorstehende Ausführungen sprechen für die Notwendigkeit, d.h. Geeignetheit, sachliche und zeitliche Erforderlichkeit der Ausgaben im Rahmen einer Überbrückungsfinanzierung.
Es ist nicht ersichtlich, warum den Bundesländern der Infektionsschutz zufallen sollte. Das Infektionsschutzgesetz (IfSG), welches bereits Pflichten in Bezug auf zoonotische Influenza als meldepflichtige Krankheit regelt (vgl. § 6 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Buchst. s IfSG), hat generell abschließende Wirkung, wie schon der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags festgehalten hat. Das IfSG soll dabei helfen, Infektionen frühzeitig zu erkennen, ihre Weiterverbreitung zu verhindern und übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen. Das ist undenkbar, wenn - ungeachtet der Rechtslage - lediglich ein Bruchteil der Bundesländer Abwassermonitoring finanzieren kann. [Hinzugefügt am 20. November 2024]
Nach hiesigen Erkenntnissen besteht bei allen Projektbeteiligten grundsätzliches Interesse, das Abwassermonitoring fortzuführen. Auch die Zeit bis zum 31. Dezember 2024 erscheint hier ausreichend für eine Lösungsfindung.
Kein Virus wartet einen Haushaltsplan im Jahr 2025 oder die Umsetzung der noch nicht in Kraft getretenen Kommunalabwasserrichtlinie 2024 (KARL) im Jahr 2027 ab.
Zweiter Schritt (originäre Petition):
Mit der Petition wird gefordert, mit dem Bundeshaushalt 2025 [, der vom 26. bis 29. November 2024 durch den Bundestag beraten und beschlossen werden soll, - Streichung beim Petitionsausschuss erbeten] die Finanzierung des AMELAG-Anschlussprojekts für das Abwassermonitoring durch das Robert Koch-Institut (RKI) und Mitbeteiligte wie das Umweltbundesamt (UBA) sicherzustellen.
Begründung:
Am 31. Dezember 2024 läuft das am 1. November 2022 gestartete Abwassermonitoring-Projekt AMELAG (Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung) aus. Nach Auskunft des RKI ist ein Anschlussprojekt konzipiert, lediglich die Finanzierung ist noch unsicher. Eine Entscheidung soll mit dem Bundeshaushalt 2025 fallen. Diese muss die Finanzierung des Anschlussprojekts sichern.
1. Das Abwassermonitoring ist ein unverzichtbares Instrument der öffentlichen und individuellen Gesundheit:
So ermöglicht es, frühzeitig mit passenden Maßnahmen auf Gefahren durch Krankheitserreger zu reagieren. Die Ausscheidung z.B. des SARS-CoV-2-Virus durch eine infizierte Person beginnt vor dem Auftreten von Symptomen. Abwassermonitoring stellt daher nach Angaben der WHO ein wertvolles Frühwarnsystem für eine mögliche Zunahme von Fällen und Krankenhauseinweisungen mit einer Verzögerung von 1-4 Wochen dar. Die COVID-19-Pandemie hält ausweislich der Kommunikation der WHO an. Durch die nahezu ungehinderte Belastung der Bevölkerung entstehen immer mehr neue SARS-CoV-2-Virusvarianten und Infektionen, die einzeln oder kumuliert irreversible Gesundheitsschäden verursachen können. Das Abwassermonitoring ermöglicht dabei nicht nur eine vorausschauende (Warn-/Aufklärungs-)Kommunikation und Planung der Gesundheitsversorgung, sondern auch den Gesundheitsschutz im Rahmen der Eigenverantwortung jeder Person: Die AMELAG-Daten ermöglichten schon bislang, die Gesundheitsgefahr am Wohnort einzuschätzen und sich selbst sowie andere zu schützen. Beides muss auch in der Zukunft möglich bleiben.
Ohne Surveillance-Instrumente wie das Abwassermonitoring wären wir in Deutschland sprichwörtlich blind, von Informationen anderer Länder abhängig und liefen Gefahr, zu spät auf Gefahren für die öffentliche und individuelle Gesundheit zu reagieren.
2. Mit der Schutz- und Vorsorgefunktion („prevention, preparedness, and response“) des Abwassermonitorings geht die Chance Deutschlands einher, in der Forschung und Entwicklung von international herausragender Bedeutung eine weiterhin wichtige, u.U. führende Rolle einzunehmen:
Die mit dem Abwassermonitoring verbundene Forschung, welche noch jung ist, ist nicht nur von nationaler oder EU-weiter (vgl. EU-Wastewater Integrated Surveillance for Public Health, EU Wastewater Observatory for Public Health), sondern auch von globaler Bedeutung. So umfassen z.B. der Strategic Preparedness and Response Plan (2023-2025) der WHO und das Pandemieabkommen (WHO Pandemic Agreement), für dessen Abschluss Deutschland eintritt, geeignete Surveillance-Maßnahmen wie das Abwassermonitoring. Die Welt kämpft derzeit mit zahlreichen Krankheitsausbrüchen (COVID-19, MPox, Marburgviruserkrankung, Vogelgrippe, Cholera u.a.). Der Klimawandel führt zudem bereits spürbar dazu, dass auf der Nordhalbkugel lange undenkbare Krankheitserreger und (tropische) Krankheiten Fuß fassen können.
Nicht nur wir brauchen diese Forschung und Weiterentwicklung. Die Welt braucht sie langfristig.
Eine gleichlautende öffentliche Petition (Petition 173080) wurde am 4. Oktober 2024 beim Petitionsausschuss des Bundestags eingereicht. Da sie am 6. November 2024, mehr als einen Monat nach Einreichung und lange nach dem 3-wöchigen Bearbeitungszeitraum, noch nicht veröffentlicht ist, wird sie nun ergänzend auf change.org veröffentlicht, um nicht noch mehr Unterstützung durch Zeitverlust zu verlieren. Diese Petition soll die öffentliche Petition unterstützen, ggf. ersetzen, sollte sie auch am 26. November 2024 nicht veröffentlicht sein.
Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass das RKI am 24. Oktober 2024 mitgeteilt hat, dass nun auch Viruslasten von Influenza A- und B-Viren wöchentlich im AMELAG-Wochenbericht veröffentlicht werden. Den lesenswerten Bericht zur Bedeutung des Abwassermonitorings von Beyer et al. 2024, "Abwasser als Informationsquelle - Schutz vor künftigen Epidemien", veröffentlicht in wwt 10/2024 (ab Seite 47) findet Ihr hier: https://www.umweltwirtschaft.com/epaper/umw/383/epaper/5917/44/index.html.
Interessant sind darüber hinaus vielleicht noch internationale wissenschaftliche Veröffentlichungen wie z.B. (eine schnelle Auswahl, die ich ggf. noch ergänze):
WHO, "Environmental surveillance for SARS-COV-2 to complement public health surveillance – Interim Guidance", 14. April 2022, WHO Publications, abrufbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/WHO-HEP-ECH-WSH-2022.1, ersetzt durch
WHO, "Environmental surveillance for SARS-CoV-2 to complement other public health surveillance", 12. September 2023, WHO Publications, abrufbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/9789240080638
Diamond et al., "Wastewater surveillance of pathogens can inform public health responses", nature, vom 8. September 2022, abrufbar unter: https://www.nature.com/articles/s41591-022-01940-x
Keck et al., "Wastewater Surveillance—“Messy” Science With Public Health Potential", Am J Public Health, Januar 2023, abrufbar unter: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9755940/
Levy et al., "Wastewater surveillance for public health", Science, vom 5. Januar 2023, abrufbar unter: https://www.science.org/doi/10.1126/science.ade2503
Lancaster, "Tracking Community Health Through Wastewater Surveillance", The Scientist, vom 1. Februar 2024, abrufbar unter: https://www.the-scientist.com/tracking-community-health-through-wastewater-surveillance-71604
CDC (US Center for Disease Control and Prevention), "Wastewater Surveillance: A New Frontier for Public Health", vom 15. April 2024, CDC-Advanced Molecular Detection (AMD), abrufbar unter: https://www.cdc.gov/advanced-molecular-detection/php/success-stories/wastewater-surveillance.html
EU Kommission, "(Waste)water surveillance for bird flu (A/H5N1)", Mai 2024, Ad-hoc Bulletin, abrufbar unter: https://wastewater-observatory.jrc.ec.europa.eu/media/bulletin_files/Bird_flu_bulletin_may_2024.pdf
Nash et al., "From sewage to safety: Hospital wastewater surveillance as a beacon for defense against H5N1 bird flu", 1. Mai 2024, STAT, abrufbar unter: https://www.statnews.com/2024/05/01/h5n1-bird-flu-hospital-wastewater-surveillance/
Krugman, "H5N1: How Effective Is Wastewater Surveillance for Bird Flu?", vom 10. Juli 2024, Think Global Health, abrufbar unter: https://www.thinkglobalhealth.org/article/h5n1-how-effective-wastewater-surveillance-bird-flu
Hier können z.B. alle Teilveranstaltungen des Wastewater Disease Surveillance Summits der internationalen Organisation WEF (Water Environment Organisation) aus dem August 2024 abgerufen werden: https://www.youtube.com/playlist?list=PLmdHPUHnMj83MDSuvRxQJCymhr5_cd_J3
Grassly et al., "Global wastewater surveillance for pathogens with pandemic potential: opportunities and challenges", The Lancet, vom 30. August 2024, abrufbar unter: https://www.thelancet.com/journals/lanmic/article/PIIS2666-5247(24)00192-7/fulltext
Xiu et al., "Wastewater surveillance to track influenza viruses", vom 1. September 2024, Bull World Health Organ., abrufbar unter: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11362693/
CDC, "Wastewater Surveillance for Influenza A Virus and H5 Subtype Concurrent with the Highly Pathogenic Avian Influenza A(H5N1) Virus Outbreak in Cattle and Poultry and Associated Human Cases — United States, May 12–July 13, 2024", vom 19. September 2024, CDC-Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR), abrufbar unter: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/73/wr/mm7337a1.htm
World Health Network, Offener Brief für die Fortführung von AMELAG vom 4. November 2024, abrufbar unter: https://whn.global/offener-brief-fur-die-fortfuhrung-von-amelag/
Für Vergleichszwecke, hier der eingereichte Petitionstext:
15. November 2024:
4. Oktober 2024:
_______________________________________
English version:
Securing funding for the AMELAG follow-up project in the 2025 federal budget
Update from November 14, 2024:
As a first step, this petition calls for a solution to be found for the AMELAG wastewater monitoring system, at least to bridge the financial gap until the 2025 federal budget has come into force.
Justification:
Due to the collapse of the coalition, the 2025 federal budget will no longer be adopted in 2024. The adjustment meeting was canceled on November 13, 2024. From January 1, 2025, the so-called provisional budget management will thus take place. It is reported that the 2025 federal budget may not even be ready until summer 2025.
For the AMELAG project, this means - according to the current state of knowledge - the provisional scheduled expiry on December 31, 2024, and an avoidable gap in the documentation and perception of infection events, not only with regard to the SARS-CoV-2 virus, but also the avian influenza virus (H5N1 in particular), an influenza A virus (“highly pathogenic avian influenza, HPAI”). The whole of Austria was classified as a high-risk area on November 8, 2024. France also officially changed its warning level from “moderate” to “increased” on November 8, 2024. Hungary, Poland and the United Kingdom are also affected by HPAI. On October 10, 2024, the Friedrich-Loeffler-Institut reported a high risk for poultry farms due to HPAI H5 of clade 2.3.4.4b. A teenager has been in intensive care in Canada since November 9, 2024. The genome sequencing result indicates that the virus is related to the H5N1 avian influenza viruses from the current outbreak in poultry in British Columbia (influenza A (H5N1), clade 2.3.4.4b, genotype D.1.1). It remains unknown where the teenager contracted the disease. Due to the outbreak management in the USA to date, human-to-human transmission of HPAI can no longer be ruled out. HPAI H5 was detected for the first time in Hawaiian wastewater on November 12, 2024. The origin is currently unknown, as no cases have been officially reported to date. Hawaii was previously the only US state with no evidence of H5N1 in birds and other animals.
Right now, it is therefore essential to ensure the early warning system wastewater monitoring (AMELAG) nationwide, whose weekly reports include influenza A and B since the end of October 2024. A concrete threat to the functioning of the healthcare system is seen in a - preventable - disease outbreak that is no longer impossible throughout Germany.
However, wastewater monitoring as a decisive indicator would no longer apply as things stand. How quickly a pandemic can develop can be taken from the German Federal Government‘s report on risk analysis in civil protection 2012 from January 3, 2013, BT-Drs. 17/12051:
“The course of the SARS epidemic in 2003 showed that extremely few cases can be enough to trigger a global infection event.” (p. 60)
“The past has shown that pathogens with novel properties that trigger a serious epidemic event can appear suddenly.” (p. 5)
The current state of knowledge is well summarized in the CBC interview "Canadian bird flu case raises potential pandemic concerns" by Bob McDonald with Matthew Miller, Canada Research Chair of Viral Pandemics at McMaster University (Hamilton). [Added on November 18, 2024]
Art. 111 para. 1 lit. b of the German Constitution, for example, allows commitments for necessary expenditure to be made or entered into before the start of interim budget management. The above references speak in favor of the necessity, i.e. the suitability, material and temporal necessity of the expenditure in the context of interim financing.
It is not clear why infection protection should fall to the federal states. The Infection Protection Act (IfSG), which already regulates obligations with regard to zoonotic influenza as a notifiable disease (see Sec. 6 para. 1 s. 1 no. 1 letter s IfSG), generally has a conclusive effect, as the Scientific Service of the Bundestag has already stated. The IfSG is intended to help detect infections at an early stage, prevent them from spreading and prevent communicable diseases in humans. This is unthinkable if - regardless of the legal situation - only a fraction of the federal states can finance wastewater monitoring. [Added on November 20, 2024]
According to public reporting, all project participants are fundamentally interested in continuing the wastewater monitoring. The time until December 31, 2024 also appears to be sufficient to find a solution.
No virus is waiting for a budget plan in 2025 or the implementation of the 2024 urban wastewater treatment directive in 2027, which has not yet come into force.
Second step (original petition):
This petition calls for the 2025 federal budget [, which is to be discussed and adopted by the Bundestag from November 26 to 29, 2024, - deletion requested] to ensure funding for the AMELAG follow-up project for wastewater monitoring by the Robert Koch Institute (RKI) and co-participants such as the Federal Environment Agency (UBA).
Justification:
The AMELAG wastewater monitoring project (wastewater monitoring for epidemiological situation assessment), which was launched on November 1, 2022, will expire on December 31, 2024. According to the RKI, a follow-up project has been planned, but the funding is still uncertain. A decision is to be made with the 2025 federal budget. This must secure funding for the follow-up project.
1. Wastewater monitoring is an indispensable tool for public and individual health:
It makes it possible to react to dangers posed by pathogens at an early stage with appropriate measures. The excretion of the SARS-CoV-2 virus by an infected person, for example, begins before the onset of symptoms. According to the WHO, wastewater monitoring is therefore a valuable early warning system for a possible increase in cases and hospital admissions with a delay of 1-4 weeks. According to WHO communications, the COVID-19 pandemic continues. Due to the almost unhindered exposure of the population, more and more new SARS-CoV-2 virus variants and infections are emerging, which individually or cumulatively can cause irreversible damage to health. Wastewater monitoring not only enables forward-looking (warning/awareness) communication and healthcare planning, but also health protection within the scope of each person's personal responsibility: AMELAG data has already made it possible to assess the health risk at the place of residence and to protect oneself and others. Both must remain possible in the future.
Without surveillance instruments such as wastewater monitoring, we in Germany would literally be blind, dependent on information from other countries and run the risk of reacting too late to threats to public and individual health.
2. The prevention, preparedness and response function of wastewater monitoring goes hand in hand with the opportunity for Germany to continue to play an important, possibly leading role in research and development of outstanding international importance:
The research associated with wastewater monitoring, which is still young, is not only of national or EU-wide importance (cf. EU Wastewater Integrated Surveillance for Public Health, EU Wastewater Observatory for Public Health), but also of global significance. For example, the WHO's Strategic Preparedness and Response Plan (2023-2025) and the WHO Pandemic Agreement, which Germany is committed to concluding, include appropriate surveillance measures such as wastewater monitoring. The world is currently battling numerous disease outbreaks (COVID-19, MPox, Marburg virus disease, bird flu, cholera, etc.). In addition, climate change is already having a noticeable impact, allowing pathogens and (tropical) diseases that were unthinkable for a long time to gain a foothold in the northern hemisphere.
We are not the only ones who need this research and further development. The world needs it in the long term.
An identical public petition (Petition 173080) was submitted to the Petitions Committee of the Bundestag on October 4, 2024. As it has not yet been published on November 6, 2024, more than a month after submission and long after the 3-week processing period, it is now being published on change.org in addition, so as not to lose any more support through loss of time. This petition is intended to support the public petition, possibly replacing it if it is still not published on November 26, 2024.
In addition, it should be noted that the RKI announced on October 24, 2024 that viral loads of influenza A and B viruses will now also be published weekly in the AMELAG weekly report. The report on the importance of wastewater monitoring by Beyer et al. 2024 in wwt 10/2024 is worth reading and can be found here (starting on page 47, in German): https://www.umweltwirtschaft.com/epaper/umw/383/epaper/5917/44/index.html.
International scientific publications such as the following may also be of interest (a quick selection, which I will add to if necessary):
WHO, "Environmental surveillance for SARS-COV-2 to complement public health surveillance – Interim Guidance", 14 April 2022, WHO Publications, link: https://www.who.int/publications/i/item/WHO-HEP-ECH-WSH-2022.1, superseded by
WHO, "Environmental surveillance for SARS-CoV-2 to complement other public health surveillance", 12 September 2023, WHO Publications, link: https://www.who.int/publications/i/item/9789240080638
Diamond et al., "Wastewater surveillance of pathogens can inform public health responses", nature, 8 September 2022, link: https://www.nature.com/articles/s41591-022-01940-x
Keck et al., "Wastewater Surveillance—“Messy” Science With Public Health Potential", Am J Public Health, January 2023, link: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9755940/
Levy et al., "Wastewater surveillance for public health", Science, 5 January 2023, link: https://www.science.org/doi/10.1126/science.ade2503
Lancaster, "Tracking Community Health Through Wastewater Surveillance", The Scientist, 1 February 2024, link: https://www.the-scientist.com/tracking-community-health-through-wastewater-surveillance-71604
CDC (US Center for Disease Control and Prevention), "Wastewater Surveillance: A New Frontier for Public Health", 15 April 2024, CDC-Advanced Molecular Detection (AMD), link: https://www.cdc.gov/advanced-molecular-detection/php/success-stories/wastewater-surveillance.html
EU Commission, "(Waste)water surveillance for bird flu (A/H5N1)", May 2024, Ad-hoc Bulletin, link: https://wastewaterobservatory.jrc.ec.europa.eu/media/bulletin_files/Bird_flu_bulletin_may_2024.pdf
Nash et al., "From sewage to safety: Hospital wastewater surveillance as a beacon for defense against H5N1 bird flu", 1 May 2024, STAT, link: https://www.statnews.com/2024/05/01/h5n1-bird-flu-hospital-wastewater-surveillance/
Krugman, "H5N1: How Effective Is Wastewater Surveillance for Bird Flu?", 10 July 2024, Think Global Health, link: https://www.thinkglobalhealth.org/article/h5n1-how-effective-wastewater-surveillance-bird-flu
Here, for example, all sub-events of the Wastewater Disease Surveillance Summit of the international organization WEF (Water Environment Organization) from August 2024 can be accessed: https://www.youtube.com/playlist?list=PLmdHPUHnMj83MDSuvRxQJCymhr5_cd_J3
Grassly et al., "Global wastewater surveillance for pathogens with pandemic potential: opportunities and challenges", The Lancet, 30 August 2024, link: https://www.thelancet.com/journals/lanmic/article/PIIS2666-5247(24)00192-7/fulltext
Xiu et al., "Wastewater surveillance to track influenza viruses", 1 September 2024, Bull World Health Organ., link: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11362693/
CDC, "Wastewater Surveillance for Influenza A Virus and H5 Subtype Concurrent with the Highly Pathogenic Avian Influenza A(H5N1) Virus Outbreak in Cattle and Poultry and Associated Human Cases — United States, May 12–July 13, 2024", 19 September 2024, CDC-Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR), link: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/73/wr/mm7337a1.htm
World Health Network, Open Letter for the continuation of AMELAG dated 4 November 2024, link: https://whn.global/offener-brief-fur-die-fortfuhrung-von-amelag/

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Petition am 6. November 2024 erstellt