Sichere Wege für Schul- und Kita-Kinder auf der Invalidenstraße

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Ich bin Julian, Vater von drei Kindern und lebe in Berlin Mitte. Seit 5 Jahren führt unser täglicher Weg zur Kita und mittlerweile auch zur Schule entlang der Invalidenstraße. Die schlechte Luft, die uns morgens husten lässt, der Lärmpegel, der unsere Unterhaltungen oft in ein Schreikonzert verwandelt, und die ständigen Gefahren durch den Straßenverkehr - mit all dem habe ich mich über die Zeit abgefunden und mich meiner Verantwortung als Vater, Mitmensch und Bürger mit der Ausrede entzogen, dass meine Stimme nicht ins Gewicht fällt oder Experten an den entscheidenden Stellen es besser wissen müssen. 

Der tragische Unfall in der vergangenen Woche muss nicht mit der allgemeinen Verkehrssituation in der Invalidenstraße in Zusammenhang stehen. Dennoch war er für viele Menschen in meinem Umfeld und auch für mich ein Weckruf. Ich möchte nicht mehr tatenlos zusehen, sondern gemeinsam mit allen Betroffenen an einer Verbesserung der Lage arbeiten. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen die folgende Petition zu starten:

Der Verkehr auf der Invalidenstraße zwischen Chaussee- und Brunnenstraße hat sich zu einer Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer entwickelt: Drei Tramlinien, zwei U-Bahnstationen und ein S-Bahnhof treffen auf einen zunehmenden Durchgangsverkehr aus dem Berliner Nordosten Richtung Hauptbahnhof und Tiergartentunnel. 

In der direkten Umgebung müssen jeden Tag weit über 1000 Kinder ihren Weg zur Schule oder Kita bewältigen und täglich erleben wir, welcher Gefahr sie dadurch ausgesetzt sind. Meistens sind es nur "Schreckmomente" oder Blechschäden, leider kommt es aber auch zu oft zu Verletzungen oder schrecklichen Katastrophen.

Diese Petition zielt darauf, die Situation für die schwächsten und kleinsten Verkehrsteilnehmer zu verbessern und somit hoffentlich zukünftigen Katastrophen vorzubeugen. 

Unsere Forderung ist es, die bestehende Tempo 30 Zone unverzüglich auf die Invalidenstraße zwischen Brunnenstraße und Nordbahnhof auszuweiten und somit das gesamte Gebiet zwischen Bernauer und Torstraße abzudecken und zeitnah durch weitere Maßnahmen den Verkehr auf der Invalidenstraße zu beruhigen. 

Diese weiteren Maßnahmen sollen folgende Punkte beinhalten:

  • Kurzfristig (< 3 Monate):  Zebrastreifen an von Kindern hoch frequentierten Wegen. Zudem die Einrichtung und Durchsetzung  großzügiger Parkverbotszonen an den Kreuzungen und Einmündungen der Invalidenstraße und den Tramhaltestellen.
  • Mittelfristig (<6 Monate): Eine "vollwertige" Ampelanlage an der Kreuzung Ackerstraße/Invalidenstraße und bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung (bspw. Blitzer, Fahrgassenversätze und Bremsschwellen)
  • Langfristig (6-18 Monate): Überarbeitung des Verkehrskonzeptes in dem Gebiet und Entlastung der Invalidenstraße sowie die Einrichtung von Fahrradwegen zu Lasten des ruhenden Autoverkehrs.

Der schreckliche Unfall am 6. September hat die Aufmerksamkeit und den Handlungsdruck selbstverständlich massiv erhöht. Doch diese Petition soll weder mit der Schuldfrage noch mit dem Leid der Angehörigen der Opfer in direktem Zusammenhang gesehen werden!

Diese Petition richtet sich ausdrücklich nicht gegen Autofahren im Allgemeinen, Fahrer großer Autos im Speziellen oder gegen irgendeine andere Gruppe von Verkehrsteilnehmern!