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Shell & Nigeria: Ökozid weltweit strafbar machen! „Profitgier raubt Heimat!“

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Ökozid zerstört die Lebensgrundlagen der Menschen. Wo viele nur eine Shell Tankstelle sehen, sieht Peter Emorinken-Donatus die Ursache für den Niedergang seiner Heimat Nigeria. “Jeden Tag, wenn ich mich wasche, begrüßen mich meine Narben. Wer bei Shell kauft, kauft Ogoni-Blut!”, sagt er. Peter musste aus Nigeria fliehen und kämpft seit mehr als 30 Jahren gegen Shell. Seit 2020 ist Peter  Vorstandsvorsitzender des neu gegründeten Vereins Pay Day Africa International, der diese Petition gestartet hat.

Umweltexperten schätzen die Zahl der Ölunfälle seit 1958 auf mehrere Zehntausende, mit mehreren Milliarden Litern ausgelaufenes Rohöl - das einstige Naturparadies Nigerias wurde in eine Hölle auf Erden verwandelt. Das Grundwasser ist so massiv verseucht, dass die konventionelle Wasserversorgung nicht mehr gewährleistet werden kann. Im Jahr 2011 stellte die WHO eine extrem hohe Konzentration von C02 und Benzol im Grundwasser fest, mehr als 900 Mal höher als die international erlaubten Grenzwerte, und 1.000 Mal mehr als die vom Staat selbst festgelegten Grenzwerte. Mehrere Millionen Tonnen CO2 werden jährlich durch das offene Abfackeln von Gas in die Atmosphäre freigesetzt, während die globale Erderwärmung den Menschen weltweit existentielle Sorgen bereitet. Ökozid ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wenn gleich es derzeit noch nicht als Verstoß im römischen Statut aufgenommen wurde! Jährlich müssen Hunderte Menschen aus dieser Hölle fliehen, setzen Leben aufs Spiel dabei, zahlen Unmengen an Summen und werden dann als Wirtschaftsflüchtling reduziert.

Umweltschützer und Aktivisten die versuchen vor Ort dagegen anzukämpfen, werden hingerichtet oder verhaftet. Einer der bekanntesten unter ihnen war Ken Saro-Wiwa. Peter Emorinken Donatus konnte aus Nigeria fliehen. Er erklärt, warum nicht nur Kriege und Konflikte, sondern auch die Gier der westlichen Wirtschaft nach Rohstoffen das Leben in den Herkunftsländern unmöglich machen: “Wer flieht, flüchtet vor einem Täter. Im Krieg ist das offensichtlich, Kriegsgeflüchtete können meist einen oder mehrere Aggressoren benennen, die ihnen das Leben in der Heimat unmöglich gemacht haben. Anders ist es bei sogenannten Wirtschaftsgeflüchteten, die nach hiesiger Gesetzeslage kein Recht auf Asyl haben: Ihr Problem ist eine gesichtslose Wirtschaft, ihr Leiden eine Nebenwirkung des globalen Marktes und deshalb scheinbar niemandes Schuld.

Mit dieser Petition klagen wir – vom Verein Pay Day Africa International – an und fordern:

  • Einsatz der gleichen operativen Standards der Ölmultis im Westen und in ölreichen Regionen in Afrika
  • Sofortige und konsequente Sanierung der Umweltschäden
  • Ökozid zum Völkerrechtsverbrechen erklären, also als fünftes Verbrechen gegen den Frieden anerkennen
  • CEOs haftbar machen!
    Genfer Flüchtlingskonventionen reformieren: Klima & Umweltflucht als Fluchtgrund
  • Angemessene Entschädigung für betroffene Personen und Regionen – jetzt!

Helfen Sie uns – Pay Day Africa International und Peter Emorinken-Donatus – diese Forderungen öffentlich zu machen! Wir wollen Gerechtigkeit für die Menschen in Nigeria und unser aller Zukunft und die unserer Kinder sichern! 

Hier  findet Ihr weitere Informationen:

  • Artikel “Nigerias Militärregime tötet weiter” Taz, 1996
  • Artikel “Profit raubt Heimat”, Greenpeace Magazin)
  • Artikel: Ökozid im Nigerdelta – Westliche Rohstoffpolitik ist in Nigeria eine Ursache für Flucht und Migration, inkota.de
  • Artikel: Der Shell-Konzern ist schuldig, neues-deutschland.de
  • Video-Konferenz: “Nigeria und Shell: Die Macht, das Öl und der Tod. Ein Fall kolonialer Kontinuität”, youtube.com
  • Video-Konferenz: Ökozid in Nigeria - Flucht & Migration als Folge westlicher Rohstoffpolitik, youtube.com 

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