

Setzen Sie die Vorführung des Films The Pool im Kino ab!
Das Problem
Sehr geehrte Damen und Herren des Cinedom Köln, UCI Düsseldorf und KINOPOLIS Hamburg,
mit großer Sorge haben wir erfahren, dass in Ihrem Haus am 06.09.2026 in CINEDOM Köln, am 06.09.2026 in KINOPOLIS Hafencity Hamburg und am 04.10.2026 im UCI Düsseldorf eine Vorführung des iranischen Films „The Pool“ geplant ist.
Wir wenden uns als Iranerinnen und Iraner, Angehörige, Unterstützerinnen und Unterstützer der iranischen Freiheits- und Menschenrechtsbewegung sowie als Menschen, die sich den universellen Werten von Freiheit und Menschenwürde verpflichtet fühlen, mit einem dringenden Anliegen an Sie.
Seit Jahren kämpfen Menschen im Iran unter enormen persönlichen Risiken für Freiheit, Demokratie, Gleichberechtigung und grundlegende Menschenrechte. Menschen werden wegen friedlichen Protests verfolgt, verhaftet und zu schweren Strafen bis hin zur Todesstrafe verurteilt. Gleichzeitig demonstrieren auch in Deutschland immer wieder zahlreiche Iranerinnen und Iraner gegen staatliche Repression, Hinrichtungen und die systematische Unterdrückung der iranischen Bevölkerung.
Vor diesem Hintergrund betrachten wir kulturelle Veranstaltungen, bei denen mögliche Verbindungen zu staatlichen oder regierungsnahen iranischen Institutionen, Förderstrukturen oder Akteuren bestehen, mit großer Sorge.
Kultur und Film dürfen nicht dazu dienen, einem autoritären System im Ausland Normalität, gesellschaftliche Akzeptanz oder kulturelle Legitimität zu verschaffen.
Gerade dort, wo Kunst und Film im Iran unter Zensur, Genehmigungspflichten und erheblichen staatlichen Einschränkungen entstehen, muss bei internationalen Vorführungen transparent nachvollziehbar sein, wer Produktionen ermöglicht, finanziert, genehmigt, organisiert und international bewirbt.
Deshalb fordern wir den Cinedom Köln, KINOPOLIS Hamburg und UCI Düsseldorf auf, die geplante Vorführungen von „The Pool“ zunächst auszusetzen und die politischen, institutionellen und finanziellen Hintergründe der Veranstaltung umfassend und transparent zu überprüfen.
Unser Anliegen richtet sich ausdrücklich nicht gegen iranische Kunst, Kultur oder Filmschaffende. Im Gegenteil:
Wir stehen für eine freie iranische Kunst- und Kulturszene, die unabhängig von staatlicher Zensur, politischer Instrumentalisierung und Propaganda arbeiten kann.
Gerade deshalb lehnen wir es ab, wenn westliche Kultur- undVeranstaltungsorte - bewusst oder unbeabsichtigt - Strukturen eine Bühne bieten, die mit den Institutionen eines repressiven Staates verbunden sind oder zu dessen kultureller Außendarstellung beitragen.
Wir fordern euch daher auf:
• die geplante Vorführungen von „The Pool“ bis zur vollständigen Klärung der Hintergründe auszusetzen;
• offenzulegen, wer die Vorführung organisiert, finanziert, vermittelt und bewirbt;
• zu prüfen und transparent darzulegen, ob Produzenten, Veranstalter, Vertriebspartner, Sponsoren oder sonstige Beteiligte Verbindungen zu staatlichen oder regierungsnahen Institutionen der Islamischen Republik Iran unterhalten;
• offenzulegen, über welche Institutionen und Genehmigungsstrukturen die Produktion und internationale Verwertung des Films ermöglicht wurden;
• vor einer endgültigen Entscheidung das Gespräch mit unabhängigen iranischen Menschenrechtsorganisationen, Kulturschaffenden im Exil und Betroffenen staatlicher Repression zu suchen.
Sollten diese Bedenken nicht nachvollziehbar und transparent ausgeräumt werden können, fordern wir den Cinedom Köln, UCI Düsseldorf und den KINOPOLIS Hamburg auf, die geplante Vorführungen abzusagen.
Ein Kino in Deutschland trägt selbstverständlich keine Verantwortung für die Politik eines anderen Staates. Es trägt jedoch Verantwortung dafür, wem es seine Bühne und seine Reichweite zur Verfügung stellt.
Während Menschen im Iran für Freiheit, Selbstbestimmung und Menschenrechte einen hohen Preis zahlen, darf Deutschland kein unkritischer Raum für die kulturelle Normalisierung oder politische Imagepflege eines repressiven Systems werden.
Sollte die Veranstaltung trotz ungeklärter Verbindungen stattfinden, werden wir von unserem demokratischen Recht Gebrauch machen, öffentlich und friedlich zum Boykott der Veranstaltung aufzurufen, über unsere Bedenken zu informieren und die Öffentlichkeit sowie Medien und Menschenrechtsorganisationen auf den Vorgang aufmerksam zu machen.
Wir bitten die Verantwortlichen des Cinedom Köln, UCI Düsseldorf und KINOPOLIS Hamburg daher um eine schriftliche Stellungnahme und um die transparente Beantwortung der genannten Fragen.
Wir erwarten, dass ein bedeutender Kultur- und Veranstaltungsort in Deutschland die vorgebrachten Bedenken ernst nimmt und seiner gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber Menschenrechten, Freiheit und unabhängiger Kunst gerecht wird.
Kunst verdient Freiheit.
Propaganda verdient keine Bühne.
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Das Problem
Sehr geehrte Damen und Herren des Cinedom Köln, UCI Düsseldorf und KINOPOLIS Hamburg,
mit großer Sorge haben wir erfahren, dass in Ihrem Haus am 06.09.2026 in CINEDOM Köln, am 06.09.2026 in KINOPOLIS Hafencity Hamburg und am 04.10.2026 im UCI Düsseldorf eine Vorführung des iranischen Films „The Pool“ geplant ist.
Wir wenden uns als Iranerinnen und Iraner, Angehörige, Unterstützerinnen und Unterstützer der iranischen Freiheits- und Menschenrechtsbewegung sowie als Menschen, die sich den universellen Werten von Freiheit und Menschenwürde verpflichtet fühlen, mit einem dringenden Anliegen an Sie.
Seit Jahren kämpfen Menschen im Iran unter enormen persönlichen Risiken für Freiheit, Demokratie, Gleichberechtigung und grundlegende Menschenrechte. Menschen werden wegen friedlichen Protests verfolgt, verhaftet und zu schweren Strafen bis hin zur Todesstrafe verurteilt. Gleichzeitig demonstrieren auch in Deutschland immer wieder zahlreiche Iranerinnen und Iraner gegen staatliche Repression, Hinrichtungen und die systematische Unterdrückung der iranischen Bevölkerung.
Vor diesem Hintergrund betrachten wir kulturelle Veranstaltungen, bei denen mögliche Verbindungen zu staatlichen oder regierungsnahen iranischen Institutionen, Förderstrukturen oder Akteuren bestehen, mit großer Sorge.
Kultur und Film dürfen nicht dazu dienen, einem autoritären System im Ausland Normalität, gesellschaftliche Akzeptanz oder kulturelle Legitimität zu verschaffen.
Gerade dort, wo Kunst und Film im Iran unter Zensur, Genehmigungspflichten und erheblichen staatlichen Einschränkungen entstehen, muss bei internationalen Vorführungen transparent nachvollziehbar sein, wer Produktionen ermöglicht, finanziert, genehmigt, organisiert und international bewirbt.
Deshalb fordern wir den Cinedom Köln, KINOPOLIS Hamburg und UCI Düsseldorf auf, die geplante Vorführungen von „The Pool“ zunächst auszusetzen und die politischen, institutionellen und finanziellen Hintergründe der Veranstaltung umfassend und transparent zu überprüfen.
Unser Anliegen richtet sich ausdrücklich nicht gegen iranische Kunst, Kultur oder Filmschaffende. Im Gegenteil:
Wir stehen für eine freie iranische Kunst- und Kulturszene, die unabhängig von staatlicher Zensur, politischer Instrumentalisierung und Propaganda arbeiten kann.
Gerade deshalb lehnen wir es ab, wenn westliche Kultur- undVeranstaltungsorte - bewusst oder unbeabsichtigt - Strukturen eine Bühne bieten, die mit den Institutionen eines repressiven Staates verbunden sind oder zu dessen kultureller Außendarstellung beitragen.
Wir fordern euch daher auf:
• die geplante Vorführungen von „The Pool“ bis zur vollständigen Klärung der Hintergründe auszusetzen;
• offenzulegen, wer die Vorführung organisiert, finanziert, vermittelt und bewirbt;
• zu prüfen und transparent darzulegen, ob Produzenten, Veranstalter, Vertriebspartner, Sponsoren oder sonstige Beteiligte Verbindungen zu staatlichen oder regierungsnahen Institutionen der Islamischen Republik Iran unterhalten;
• offenzulegen, über welche Institutionen und Genehmigungsstrukturen die Produktion und internationale Verwertung des Films ermöglicht wurden;
• vor einer endgültigen Entscheidung das Gespräch mit unabhängigen iranischen Menschenrechtsorganisationen, Kulturschaffenden im Exil und Betroffenen staatlicher Repression zu suchen.
Sollten diese Bedenken nicht nachvollziehbar und transparent ausgeräumt werden können, fordern wir den Cinedom Köln, UCI Düsseldorf und den KINOPOLIS Hamburg auf, die geplante Vorführungen abzusagen.
Ein Kino in Deutschland trägt selbstverständlich keine Verantwortung für die Politik eines anderen Staates. Es trägt jedoch Verantwortung dafür, wem es seine Bühne und seine Reichweite zur Verfügung stellt.
Während Menschen im Iran für Freiheit, Selbstbestimmung und Menschenrechte einen hohen Preis zahlen, darf Deutschland kein unkritischer Raum für die kulturelle Normalisierung oder politische Imagepflege eines repressiven Systems werden.
Sollte die Veranstaltung trotz ungeklärter Verbindungen stattfinden, werden wir von unserem demokratischen Recht Gebrauch machen, öffentlich und friedlich zum Boykott der Veranstaltung aufzurufen, über unsere Bedenken zu informieren und die Öffentlichkeit sowie Medien und Menschenrechtsorganisationen auf den Vorgang aufmerksam zu machen.
Wir bitten die Verantwortlichen des Cinedom Köln, UCI Düsseldorf und KINOPOLIS Hamburg daher um eine schriftliche Stellungnahme und um die transparente Beantwortung der genannten Fragen.
Wir erwarten, dass ein bedeutender Kultur- und Veranstaltungsort in Deutschland die vorgebrachten Bedenken ernst nimmt und seiner gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber Menschenrechten, Freiheit und unabhängiger Kunst gerecht wird.
Kunst verdient Freiheit.
Propaganda verdient keine Bühne.
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Petition am 25. August 2026 erstellt