

Von Galtaikhuu Galsan erreicht mich am 27.04.2025 ein Brief mit neuen Informationen zum Stand des Protests gegen die Eröffnung des Grenzübergangs Naransevstei:
"Liebe Christine, ich möchte euch über die aktuelle Lage des Protests gegen den Regierungsplan informieren.
Der parlamentarische Ausschuss hat sich nicht mehr gemeldet, obwohl wir nach dem ersten Treffen Anfang des Jahres wieder einen Termin mehrmals erbeten haben, um die fünf Abgeordneten noch mehr durch unsere wissenschaftliche Daten zu überzeugen. Inzwischen ist die Frist für ein Treffen mit dem Ausschusses am 15.April. verstrichen.
Wir haben aber durch die Medien weiter unsere Arbeit durchgeführt, obwohl unsere Mitglieder des Protestteams durch die Behörden eingeschüchtert worden sind.
Auch eine Umweltstudentin, die uns aktiv uns an der Uni unterstützt, wurde durch andere Studenten stark unterdrückt, bemängelt und es wurden sogar im Uni-Portal Unterschriften gegen sie gesammelt, um sie aus der Uni zu verweisen.
Am 24. April haben wir Herrn Jaap Van Hierden, den neuen residierenden Koordinator der Vereinten Nation in der Mongolei besucht und über unsere Arbeit zum Schutz der Naturreservats in der Gobi ausführlich gesprochen. Er will uns dabei unterstützen und auf unseren Wunsch hin will er Ende Mai dieses Gebiet sich mit einigen ausländischen Botschaften wie Deutschland und Tschechei, die seit Jahrzehnten für die Tiere und Pflanzen dieser Region Projekte durchführen, anschauen. Dazu sollen wir durch die Medien es in die Öffentlichkeit bringen und den Druck gegen die Regierung erhöhen.
Heute haben wir wieder durch eine Vortragsversammlung unsere Protestarbeit mit den Einheimischen erfrischt und neue Informationen ausgetauscht.
Dazu haben wir alle Abgeordneten des Ausschusses eingeladen und zwei Abgeordneten, die auf unserer Seite sind, sind gekommen.
Der residierende Koordinator der UN Herr Jaap Van Hierden hat heute uns eine Videobotschaft geschickt, dass sie für die Natur und für die Tiere stehen und darum die Politiker nicht so eilig ohne die Zustimmung der Einheimischen eine Entscheidung treffen sollten.
Ich habe über meine Reise nach Xinjian erzählt, wo ich gesehen habe, dass keine chinesische Touristen über den geplanten Naransevstei in die Mongolei kommen werden. Dafür wären die anderen Grenzübergänge viel versprechend, auch für den Handel.
Fünf Doktoren für Biologie und Wirtschaft haben auch einen Vortrag über die Lage gehalten und die zwei Abgeordneten waren am Ende interessiert an unseren Präsentationen, also es geht weiter.
Demnächst planen die 5 Abgeordneten in das Naturschutzgebiet zu fahren, um sich selbst ein Bild zu machen und mit Einheimischen zu sprechen. Danach werden sie einen Abschlussbericht dem Parlament vorlegen. Bilder von heute im Anhang.
Herzliche Grüße
Galtai"