In diesem Jahr hat Friedrichshain-Kreuzberg gemeinsam mit anderen Bezirken und dem Berliner Mieterverein das Bündnis „Wohnungsnot stoppen“ (https://www.wohnungsnot-stoppen.de) gegründet. Das Bündnis setzt sich dafür ein, politischen Druck aufzubauen, damit Kommunen endlich wirksame Mittel gegen die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen und die daraus resultierenden Eigenbedarfskündigungen erhalten. Der Milieuschutz allein reicht dafür bislang nicht aus.
Jetzt kommt es auf uns an.
Als betroffene Hausgemeinschaft sollten wir uns – gemeinsam mit anderen Häusern – dem Bündnis anschließen und so unsere Stimme verstärken. Je mehr Hausgemeinschaften sich beteiligen, desto größer wird der Druck auf Politik und Verwaltung.
Es gibt konkrete Möglichkeiten, aktiv zu werden:
durch Mitarbeit in Arbeitsgruppen, durch Vernetzung mit anderen Nachbarschaften oder durch gemeinsame öffentliche Aktionen.
Anfang nächsten Jahres findet eine Follow-up-Veranstaltung zur großen Konferenz im vergangenen November statt, die sich gezielt an betroffene Hausgemeinschaften richtet. An der letzten Konferenz nahmen sehr viele Menschen teil. Dort wurden nicht nur Beratungsangebote genutzt, sondern auch klare politische Forderungen formuliert – unter anderem nach einem neuen Ankaufsprogramm der öffentlichen Hand. Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke wollen einen entsprechenden Entwurf bis zur Wahl 2026 vorantreiben.
Darüber hinaus können wir als Hausgemeinschaft einen persönlichen Termin mit dem Stadtrat für Bauen, Planen und Kooperative Stadtentwicklung, Florian Schmidt, vereinbaren und unsere Situation direkt deutlich machen.
Wir sind nicht machtlos.
Wenn wir uns zusammenschließen, können wir Druck aufbauen, Öffentlichkeit herstellen und uns gemeinsam gegen Verdrängung wehren.
Lasst uns jetzt aktiv werden.