Petition updateSchutz für alle: Gewalthilfegesetz für ALLE Kinder und alle Geschlechter – JETZT!#GewaltKenntKeinGeschlecht: Männerministerin Prien?
Väteraufbruch für Kinder e​.​V.Germany
Mar 15, 2026

Liebe Unterstützer*innen,

zum Weltfrauentag sorgte Bundesministerin Karin Prien (CDU) für Aufsehen. Sie hätte »nichts dagegen, auch Männerministerin zu sein.«

Prien steht an der Spitze des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Einige nennen es auch das „Ministerium mit den vielen Buchstaben“. Andere sprechen ketzerisch vom „Bundesministerium für alle, außer für Männer zwischen 18 und 65“.

Das Interview mit Bundesministerin Prien (»Gleichberechtigung ist Verfassungsauftrag«) ist durchaus lesenswert. Sie sagt darin unter anderem:

»Vor 40 Jahren war es ein absoluter Meilenstein, der Rita Süssmuth zu verdanken ist, dass wir Frauen in den Namen des Ministeriums aufgenommen haben. Heute geht es auch um die Sichtbarkeit von Männern in ihren besonderen Bedarfslagen. Vielleicht gehören sie daher in den Namen dieses Ministeriums - in jedem Fall will ich mich ihren Belangen auch widmen, da gelingende Gleichstellungspolitik Frauen und Männer adressiert. [..] Für mich ist klar, dass wir mehr den Blick auf Männer legen müssen.«

Ihr Gedanke, sich auch für die Belange aller Männer zuständig zu fühlen, ist absolut begrüßenswert.

Allerdings gäbe es eine einfachere Lösung: Statt von »Frauen« und gegebenenfalls »Männern« zu sprechen, könnte man von »Menschen« sprechen – dies nicht nur, um die Buchstabeninflation aufzuhalten.

Vielmehr dürfte es gesellschaftlicher Konsens sein, dass alle »Frauen« und alle »Männer« eins gemeinsam haben: Sie sind alle »Menschen« – mit für alle gültigen Grund- und Menschenrechten. Die Inklusion aller Geschlechter kommt hinzu.

Der blinde Fleck bei KI, Gesetzgebung und Förderung

Im selben Interview äußerte sich Prien auch zu Künstlicher Intelligenz (KI). Kritiker unterstellen, KI würde Frauen diskriminieren, weil diese in der KI-Entwicklung unterrepräsentiert seien.

Dass daran erhebliche Zweifel bestehen, zeigt folgendes Beispiel:

Bei einer Großdemonstration zum Weltfrauentag wurde ein Schild mit der Aufschrift »Sperrt die Männer weg« hochgehalten. Die KI Google Gemini bewertet dies als höchstwahrscheinlich nicht strafbar, sondern vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. Der umgekehrte Fall (»Sperrt die Frauen weg«) wird von der gleichen KI dagegen sehr wahrscheinlich als Volksverhetzung eingestuft. (Quelle: Screenshots vom 10.03.2026 auf X)

Solche asymmetrischen Bewertungen spiegeln sich leider auch in der Politik wider. Zum diskriminierenden Gewalthilfegesetz hat sich Prien in dem Interview leider nicht geäußert.

Genau hier muss die Debatte aber weitergehen. Das Forum Soziale Inklusion (FSI) hat sich intensiv mit der Zuwendungspraxis des BMBFSFJ beschäftigt und der Frage, ob eine geschlechtsabhängig ungleiche Verteilung von Fördermitteln eine Modernisierung des Familienrechts blockiert.

Auch beim Thema psychische Gewalt braucht es einen geschlechtsneutralen Blick. Der Deutsche Juristinnenbund (djb) hat kürzlich eine umfangreiche Stellungnahme zu psychischer Gewalt veröffentlicht. Dies ist im Grunde zu begrüßen, da psychische Gewalt insbesondere im Recht mehr Beachtung benötigt.

Der Väteraufbruch für Kinder (VAfK) hatte sich längst klar positioniert: »Gewalt hat viele Gesichter und kann sich reziprok verhalten. Insbesondere psychische Gewalt wirkt verdeckt und subtil; dabei aber keineswegs weniger traumatisierend als körperliche Gewalt. Psychische Gewalt zeigt sich innerfamiliär durch Liebesentzug, Falschbeschuldigungen, ständige Delegitimierung und Demütigung, sowie weitere Spielarten des Mobbings bis hin zur totalen Ausgrenzung; häufig mit den „Kindern als Waffe“.« (Stellungnahme vom 06.09.2024)

Herzliche Grüße
Christoph Köpernick
Mitglied des Bundesvorstandes des Väteraufbruch für Kinder e.V.

58 people signed this week
Sign this petition
Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X