Rot-Grüner Senat plant Bebauung im Landschaftsschutzgebiet – Rettet die Brünschenwiesen!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 7.500.


Umwelt- und Klimaschutz sind zentrale Aufgaben für uns und die nachfolgenden Generationen. 

Auch die Rot-Grüne Hamburger Landesregierung erkennt das an und widmet dem Umwelt- und Klimaschutz 21 Seiten im aktuellen Koalitionsvertrag.

Gleichzeitig hindert es die Hamburger Schulbehörde aber nicht daran, in das Landschaftsschutzgebiet Brünschenwiesen einen weitläufigen Schulgeländekomplex bauen zu wollen.

Dabei gibt es dazu alternative Standortvorschläge, die es erlauben, das Landschaftsschutzgebiet vollständig zu erhalten und gleichzeitig den geplanten Schulbau an einem anderen Standort mit zusätzlichen Vorteilen umzusetzen.

Wenn wir jetzt nicht handeln, wird das Landschaftsschutzgebiet, das einen schmalen grünen Korridor zwischen den Naturschutzgebieten Wittenbergen an der Elbe im Süden und dem Schnaakenmoor im Klövensteen im Norden bildet, für immer zerstört.

Das Gebiet erfüllt eine wichtige Trittstein-Funktion im Biotopverbund des Hamburger Westens und bildet einen grünen Puffer gegenüber dem wachsenden Industrie- und Gewerbegebiet in Wedel.

Die Fläche hat darüber hinaus eine nachgewiesene klimatologische Bedeutung für das Stadtklima, eine wichtige Funktion für das Regenwasser-Management und ist Teil des Regionalparks Wedeler Au.

Fast 400.000 m² der Brünschenwiesen sind als Biotope kartiert und weisen eine hohe Naturwertigkeit auf. Sie bieten Lebensraum für eine große Anzahl von Arten, davon zahlreiche der „Roten Liste“. Es gedeihen hier seltene Pflanzenarten der Feuchtwiesen wie Moor- und Sumpf-Labkraut, sowie zehn verschiedene Arten von Sauergräsern und Binsen.

Amphibienarten wie z.B. Gras- und Wasserfrosch, Erdkröte sowie Teich- und Bergmolch haben hier ihre Laichplätze. Am späten Abend können zahlreiche Fledermäuse auf der Jagd beobachtet werden.

Die Brünschenwiesen und ihre Knicks geben einer reichen Vogelwelt eine Heimat. Besonders eindrucksvoll sind die regelmäßigen Sichtungen von Eisvogel, Grünspecht, Uhu und verschiedenen Greifvögeln. Diese weisen sogar einen besonderen Schutzstatus auf.

Und genau in diesem Naturparadies soll ein großes Schulgelände auf 10.000 m² Fläche mit Schulgebäuden, Sporthallen, Sportplatz und Frei- und Parkflächen entstehen. Dies führt zu einer großflächigen Versiegelung dieses wertvollen Naturraums und würde den grünen Korridor an der sowieso schon schmalsten Stelle auf die Hälfte reduzieren. Spätere weitere Bebauung auf dem insgesamt 30.000 m² großen Areal ist bereits abzusehen.

Wir fordern eine Alternativplanung, die Natur- und Landschaftsschutz mit der notwendigen Schulerweiterung vereint und das Landschaftsschutzgebiet in voller Größe erhält.

Eine Lösung, bei der es nur Gewinner und keine Verlierer gibt.

Darum haben wir in einer detaillierten Stellungnahme verschiedene Alternativen aufgezeigt, wie dies realisiert werden kann. Es muss nur von der Schulbehörde politisch gewollt werden!

In einer öffentlichen Anhörung hat die Schulbehörde am 4. November erstmalig offiziell über die Pläne informiert. Das enttäuschende Ergebnis war jedoch, dass sich die Schulbehörde intern offensichtlich bereits ohne ernsthafte Prüfung von Alternativen auf die Fläche im Landschaftsschutzgebiet festgelegt hat. Sie will mit einer schnellen Entscheidung Fakten schaffen.

Darum müssen wir jetzt handeln!

Wir fordern von Schulsenator Ties Rabe

  • Uneingeschränkter Erhalt der Brünschenwiesen als bedeutsames Landschaftsschutzgebiet mit bundesländerübergreifender Bedeutung.
  • Umsetzung einer alternativen Standortplanung und Bau des geplanten Oberstufenzentrums mit Sporthalle, z.B. auf einer kleinen Teilfläche des geplanten Neubaugebietes Suurheid anstatt mitten im Landschaftsschutzgebiet der Brünschenwiesen.

Für den Erhalt der Brünschenwiesen haben sich bereits verschiedene Initiativen und Organisation zusammengeschlossen:  

  • Bürgerinitiative Rettet die Brünschenwiesen
  • Bürgerinitiative Klövensteensollleben
  • NABU Gruppe West
  • Gesellschaft für ökologische Planung e.V. (GOEP)
  • IG Hartkrögen e.V.
  • Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Hamburg Gruppe West

 

Weitere Informationen gibt es hier:

http://www.rettet-die-bruenschen.de