Schule mit Augenmaß für Veedel und Finanzen!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Sabrina Strähle und 15 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Am Standort Lindweiler Hof / Rochusstraße 80 in Köln‑Bickendorf plant die Stadt den Neubau einer weiterführenden Schule für rund 1.000 Schüler*innen plus Kita – mit bis zu fünf Geschossen, massiv versiegelten Flächen und ohne eigene Sporthalle.

Wir sind nicht gegen einen Schulneubau. Wir begrüßen die notwendige Investition in Bildung. Unser Protest richtet sich jedoch vehement gegen die Größe, Dichte und Ausgestaltung dieses Projekts, da es städtebauliche, denkmalpflegerische, pädagogische, ökologische und verkehrstechnische Anforderungen missachtet.

 
Warum dieses Vorhaben so nicht umgesetzt werden darf 

1. Pädagogisch nicht zukunftsfähig

Der vorliegende Entwurf bleibt in wesentlichen pädagogischen und inklusiven Zielsetzungen deutlich hinter der Kölner Schulbaurichtlinie zurück. Es fehlen zentrale räumliche Voraussetzungen für lerngruppennahe Unterstützung, Rückzug, Beratung, Bewegung und soziale Teilhabe im Schulalltag:

  • Förder-, Beratungs- und Pflegeangebote sind stark unterdimensioniert: Beratungs- oder Sozialarbeitsräume sowie reizarme Rückzugs- oder Auszeiträume für Schüler:innen mit erhöhtem Ruhe- oder Schutzbedarf fehlen vollständig.
  • Geeignete Innenflächen für Bewegung oder Sport sind nicht vorhanden; eine Sporthalle ist nicht vorgesehen.
  • Die Außenflächen sind zu knapp bemessen und unterschreiten die Mindestwerte, ohne ausreichende Aufenthalts- und Entlastungsqualität.

2. Deutlich überdimensioniert für Standort und Veedel

Ein Schulkomplex dieser Größe passt nicht in den kleinteiligen, dörflichen Ortskern Bickendorfs.

  • Verlust des Veedels-Charakters: Der riesige Gebäudekomplex droht, die historisch gewachsene Maßstäblichkeit und kleinteiligen, dörflichen Strukturen des Ortbildes an zentraler Stelle unwiederbringlich zu zerstören.
  • Denkmalschutz: Der Neubau erdrückt das denkmalgeschützte Herrenhaus des Lindweiler Hofes und zerstört historische Sichtbeziehungen, etwa zur Rochuskirche. Darüber hinaus ignoriert es die Erhaltungssatzung, die genau diese Maßstäblichkeit schützen soll.

3. Verkehrschaos vorprogrammiert

Die Verkehrssituation im Veedel ist schon heute zu Stoßzeiten äußerst angespannt. Die geplante Schule wird die Situation drastisch verschärfen. 

  • Fehlendes Konzept: Ein belastbares, transparentes und schlüssiges Verkehrs- und Parkraumkonzept für Elterntaxis, Lehrkräfte, Schüler und Lieferverkehr existiert nicht.
  • Überlastung: Der zusätzliche Verkehr wird zum Verkehrskollaps an den Zufahrts- und Stichstraßen führen und zu einer Gefährdung der Schüler führen.
  • Parkdruck: Der Wegfall von Parkflächen und der zusätzliche Bedarf von Lehrkräften werden den Parkdruck im gesamten Wohnumfeld unerträglich machen.

4. Laut Schulentwicklungsplan überflüssig und zu groß


Die immense Größe des Komplexes steht im Widerspruch zur Faktenlage der Stadtverwaltung und es droht die Verschwendung öffentlicher Mittel.

  • Sinkende Schülerzahlen: Der Kölner Schulentwicklungsplan (SEP 2020) prognostiziert, dass die Schülerzahlen bereits ab 2029 wieder sinken werden. Ein heute in dieser Größe gebautes Gebäude wird demnach schon in wenigen Jahren überdimensioniert sein.
  • Falscher Standort: Zusätzlicher Schulbedarf besteht laut Schulentwicklungsplan primär in anderen Stadtteilen. In Ehrenfeld entstünde eine 6. Gesamtschule zu den bereits bestehenden 5 - in Lindenthal und Nippes gibt es je 2 Gesamtschulen. Ein Bau dieses Umfangs entstünde am falschen Ort und zwingt Schülerinnen und Schüler über Jahrzehnte zu unnötig langen Schulwegen. 

5. Risiko für Hochwasser und Klima

Der Standort liegt in einer historischen Senke, die 2017 & 2021 von massiven Überflutungen betroffen war.

  • Unzureichendes Rückhaltebecken: Statt Entsiegelung und offener Retentionsflächen ist ein technisch abhängiges, zu klein dimensioniertes Rückhaltebecken geplant. Die Schutzwirkung für die angrenzenden Wohngebiete ist unterdimensioniert!
  • Chance auf Schwammstadt nutzen: Die massive Flächenversiegelung widerspricht dem propagierten Ziel der „Schwammstadt Köln“: Anstatt die Chance auf Realisierung offener und klimaresilienter Freiflächen neben der Bebauung zu nutzen, wird Baumbestand gerodet und Fläche versiegelt.
  • Umwelt: Die massive Verdichtung, Versiegelung und Fällung von Bäumen werden zur gesundheitsgefährdenden Aufheizung der umliegenden Häuserblöcke führen.
  • Hochwasserschutz: dringend benötigte Retentionsflächen, die das Prinzip der “Schwammstadt” erfüllen würden, können aufgrund der Größe nicht bereitgestellt werden 

6. Keine echte Bürgerbeteiligung

Die Kommunikation der Stadt ist von Intransparenz und Missachtung des Bürgerwillens geprägt.

  • Fehlender Dialog: Anwohner*innen und Eltern wurden erst informiert, als Entscheidungen faktisch gefallen waren. Konstruktive Vorschläge wurden im Vorfeld ignoriert und lächerlich gemacht.
  • Verlust des Vertrauens: Die Vorgehensweise hat das Vertrauen der engagierten Bürgerschaft in die Stadtverwaltung und die Politik massiv erschüttert.
      

Wir fordern: Sofortiger Planungsstopp und Neukonzeption 

Angesichts dieser gravierenden Mängel fordern wir die Stadt Köln und alle verantwortlichen Stellen eindringlich auf:

  • Stoppen Sie das Projekt in der aktuellen Dimensionierung und nehmen Sie eine kritische Neubewertung der Größe und Kapazität vor.
  • Konzipieren Sie eine deutlich kleinere, dem Veedels-Maßstab und dem tatsächlichen künftigen Schülerbedarf (ab 2029) angepasste Schule.
  • Entwickeln Sie ein zukunftsfähiges, flexibles und pädagogisch fortschrittliches Raumkonzept für die neue Schule, das modernen Anforderungen gerecht wird.
  • Legen Sie ein schlüssiges, transparentes und belastbares Verkehrs- und Parkraumkonzept vor, das den Schutz der Anwohner und die Schulwegsicherheit gewährleistet.
  • Stellen Sie einen umfassenden und nachvollziehbaren Hochwasserschutz sicher durch die konsequente Prüfung und Umsetzung einer deutlich größeren, offenen Retentionsfläche als Teil des „Schwammstadt“-Konzepts.
  • Suchen Sie den ernsthaften Dialog mit den unmittelbar betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Initiativen, indem Sie eine Anhörung mit Präsentation der konkreten Pläne und offenen Fragen durchführen. 

 
Warum jetzt unterschreiben? 

Diese Schule wird Kosten im dreistelligen Millionenbereich aus Steuermitteln verschlingen und für Jahrzehnte das Ortsbild und das Klima Bickendorf dominieren. Was jetzt beschlossen wird, lässt sich später nicht mehr korrigieren.


Wir wollen:

  • eine gute Schule für Kinder
  • ein lebenswertes Veedel
  • verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern
  • eine Stadtplanung die den Herausforderungen des Klimawandels gerecht wird
  • und eine Stadtverwaltung, die zuhört statt übergeht

Unterstützen Sie diese Petition – für Bildung mit Qualität und Maß und echte Bürgerbeteiligung.

 

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Marian BossePetitionsstarter*in

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Sabrina Strähle und 15 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Am Standort Lindweiler Hof / Rochusstraße 80 in Köln‑Bickendorf plant die Stadt den Neubau einer weiterführenden Schule für rund 1.000 Schüler*innen plus Kita – mit bis zu fünf Geschossen, massiv versiegelten Flächen und ohne eigene Sporthalle.

Wir sind nicht gegen einen Schulneubau. Wir begrüßen die notwendige Investition in Bildung. Unser Protest richtet sich jedoch vehement gegen die Größe, Dichte und Ausgestaltung dieses Projekts, da es städtebauliche, denkmalpflegerische, pädagogische, ökologische und verkehrstechnische Anforderungen missachtet.

 
Warum dieses Vorhaben so nicht umgesetzt werden darf 

1. Pädagogisch nicht zukunftsfähig

Der vorliegende Entwurf bleibt in wesentlichen pädagogischen und inklusiven Zielsetzungen deutlich hinter der Kölner Schulbaurichtlinie zurück. Es fehlen zentrale räumliche Voraussetzungen für lerngruppennahe Unterstützung, Rückzug, Beratung, Bewegung und soziale Teilhabe im Schulalltag:

  • Förder-, Beratungs- und Pflegeangebote sind stark unterdimensioniert: Beratungs- oder Sozialarbeitsräume sowie reizarme Rückzugs- oder Auszeiträume für Schüler:innen mit erhöhtem Ruhe- oder Schutzbedarf fehlen vollständig.
  • Geeignete Innenflächen für Bewegung oder Sport sind nicht vorhanden; eine Sporthalle ist nicht vorgesehen.
  • Die Außenflächen sind zu knapp bemessen und unterschreiten die Mindestwerte, ohne ausreichende Aufenthalts- und Entlastungsqualität.

2. Deutlich überdimensioniert für Standort und Veedel

Ein Schulkomplex dieser Größe passt nicht in den kleinteiligen, dörflichen Ortskern Bickendorfs.

  • Verlust des Veedels-Charakters: Der riesige Gebäudekomplex droht, die historisch gewachsene Maßstäblichkeit und kleinteiligen, dörflichen Strukturen des Ortbildes an zentraler Stelle unwiederbringlich zu zerstören.
  • Denkmalschutz: Der Neubau erdrückt das denkmalgeschützte Herrenhaus des Lindweiler Hofes und zerstört historische Sichtbeziehungen, etwa zur Rochuskirche. Darüber hinaus ignoriert es die Erhaltungssatzung, die genau diese Maßstäblichkeit schützen soll.

3. Verkehrschaos vorprogrammiert

Die Verkehrssituation im Veedel ist schon heute zu Stoßzeiten äußerst angespannt. Die geplante Schule wird die Situation drastisch verschärfen. 

  • Fehlendes Konzept: Ein belastbares, transparentes und schlüssiges Verkehrs- und Parkraumkonzept für Elterntaxis, Lehrkräfte, Schüler und Lieferverkehr existiert nicht.
  • Überlastung: Der zusätzliche Verkehr wird zum Verkehrskollaps an den Zufahrts- und Stichstraßen führen und zu einer Gefährdung der Schüler führen.
  • Parkdruck: Der Wegfall von Parkflächen und der zusätzliche Bedarf von Lehrkräften werden den Parkdruck im gesamten Wohnumfeld unerträglich machen.

4. Laut Schulentwicklungsplan überflüssig und zu groß


Die immense Größe des Komplexes steht im Widerspruch zur Faktenlage der Stadtverwaltung und es droht die Verschwendung öffentlicher Mittel.

  • Sinkende Schülerzahlen: Der Kölner Schulentwicklungsplan (SEP 2020) prognostiziert, dass die Schülerzahlen bereits ab 2029 wieder sinken werden. Ein heute in dieser Größe gebautes Gebäude wird demnach schon in wenigen Jahren überdimensioniert sein.
  • Falscher Standort: Zusätzlicher Schulbedarf besteht laut Schulentwicklungsplan primär in anderen Stadtteilen. In Ehrenfeld entstünde eine 6. Gesamtschule zu den bereits bestehenden 5 - in Lindenthal und Nippes gibt es je 2 Gesamtschulen. Ein Bau dieses Umfangs entstünde am falschen Ort und zwingt Schülerinnen und Schüler über Jahrzehnte zu unnötig langen Schulwegen. 

5. Risiko für Hochwasser und Klima

Der Standort liegt in einer historischen Senke, die 2017 & 2021 von massiven Überflutungen betroffen war.

  • Unzureichendes Rückhaltebecken: Statt Entsiegelung und offener Retentionsflächen ist ein technisch abhängiges, zu klein dimensioniertes Rückhaltebecken geplant. Die Schutzwirkung für die angrenzenden Wohngebiete ist unterdimensioniert!
  • Chance auf Schwammstadt nutzen: Die massive Flächenversiegelung widerspricht dem propagierten Ziel der „Schwammstadt Köln“: Anstatt die Chance auf Realisierung offener und klimaresilienter Freiflächen neben der Bebauung zu nutzen, wird Baumbestand gerodet und Fläche versiegelt.
  • Umwelt: Die massive Verdichtung, Versiegelung und Fällung von Bäumen werden zur gesundheitsgefährdenden Aufheizung der umliegenden Häuserblöcke führen.
  • Hochwasserschutz: dringend benötigte Retentionsflächen, die das Prinzip der “Schwammstadt” erfüllen würden, können aufgrund der Größe nicht bereitgestellt werden 

6. Keine echte Bürgerbeteiligung

Die Kommunikation der Stadt ist von Intransparenz und Missachtung des Bürgerwillens geprägt.

  • Fehlender Dialog: Anwohner*innen und Eltern wurden erst informiert, als Entscheidungen faktisch gefallen waren. Konstruktive Vorschläge wurden im Vorfeld ignoriert und lächerlich gemacht.
  • Verlust des Vertrauens: Die Vorgehensweise hat das Vertrauen der engagierten Bürgerschaft in die Stadtverwaltung und die Politik massiv erschüttert.
      

Wir fordern: Sofortiger Planungsstopp und Neukonzeption 

Angesichts dieser gravierenden Mängel fordern wir die Stadt Köln und alle verantwortlichen Stellen eindringlich auf:

  • Stoppen Sie das Projekt in der aktuellen Dimensionierung und nehmen Sie eine kritische Neubewertung der Größe und Kapazität vor.
  • Konzipieren Sie eine deutlich kleinere, dem Veedels-Maßstab und dem tatsächlichen künftigen Schülerbedarf (ab 2029) angepasste Schule.
  • Entwickeln Sie ein zukunftsfähiges, flexibles und pädagogisch fortschrittliches Raumkonzept für die neue Schule, das modernen Anforderungen gerecht wird.
  • Legen Sie ein schlüssiges, transparentes und belastbares Verkehrs- und Parkraumkonzept vor, das den Schutz der Anwohner und die Schulwegsicherheit gewährleistet.
  • Stellen Sie einen umfassenden und nachvollziehbaren Hochwasserschutz sicher durch die konsequente Prüfung und Umsetzung einer deutlich größeren, offenen Retentionsfläche als Teil des „Schwammstadt“-Konzepts.
  • Suchen Sie den ernsthaften Dialog mit den unmittelbar betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Initiativen, indem Sie eine Anhörung mit Präsentation der konkreten Pläne und offenen Fragen durchführen. 

 
Warum jetzt unterschreiben? 

Diese Schule wird Kosten im dreistelligen Millionenbereich aus Steuermitteln verschlingen und für Jahrzehnte das Ortsbild und das Klima Bickendorf dominieren. Was jetzt beschlossen wird, lässt sich später nicht mehr korrigieren.


Wir wollen:

  • eine gute Schule für Kinder
  • ein lebenswertes Veedel
  • verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern
  • eine Stadtplanung die den Herausforderungen des Klimawandels gerecht wird
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Amt für Gebäudewirtschaft Köln
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Bezirksvertretung Bickendorf
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Rat der Stadt Köln
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Petition am 26. Januar 2026 erstellt