Actualización de la peticiónSCHUFA-Score Offener Brief an die Bundesministerin der Justiz und für VerbraucherschutzBGH Verhandlung 18.06.2026 Warum Transparenz beim neuen Score — aber Schweigen bei den alten Scores
Patrick R.Alemania
30 mar 2026

Die SCHUFA stellt ihren neuen Score seit dem 17.03.2026 öffentlich als große „Transparenzoffensive“ dar.

Gleichzeitig bleibt weitgehend verborgen, dass die alten Banken- und Branchenscores weiterhin bis Ende 2028 an Banken und andere Vertragspartner ausgeliefert werden.

Genau hier wird das Problem besonders deutlich:
Die Transparenzoffensive scheint nur für den neuen Score zu gelten. Dort, wo die alten Scores weiterhin in der Praxis verwendet werden, schweigt die SCHUFA.

Dabei ist die rechtliche Lage längst in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat für den 18. Juni 2026, 9:00 Uhr gleich fünf Verfahren in einem Termin angesetzt, in denen es um den Auskunftsanspruch gegen eine Wirtschaftsauskunftei geht. Die Aktenzeichen beim BGH lauten:

  • I ZR 226/25
  • I ZR 227/25
  •  I ZR 228/25
  •  I ZR 229/25
  •  I ZR 230/25 

Quelle: Der Bundesgerichtshof - Presse : Terminhinweise - Verhandlungstermin am 18. Juni 2026 um 9:00 Uhr in Sachen I ZR 226/25 bis I ZR 230/25 (Auskunftsanspruch gegen Wirtschaftsauskunftei)

Diesen Verfahren liegen unter anderem Entscheidungen des OLG Dresden vom 07.10.2025 zugrunde. Die dort genannten Aktenzeichen sind:

 

Besonders wichtig: Aus der Pressemitteilung des BGH geht hervor, dass das Berufungsgericht die bisher erteilten Auskünfte nicht für ausreichend gehalten hat. Verlangt wurde insbesondere Auskunft über die Gewichtung der die Scorewerte am stärksten beeinflussenden Kriterien, über die Aussagekraft des konkret ermittelten Scorewerts sowie über die für die Erstellung des Basisscorewerts genutzten personenbezogenen Daten und Kriterien. Zudem müsse die Information nach der DSGVO präzise, transparent, verständlich und leicht zugänglich sein, sodass Betroffene ihren Score zumindest auf Fehler und mangelnde Plausibilität überprüfen können.

Und genau deshalb stellt sich die Frage umso dringender:
Warum gilt die angebliche Transparenzoffensive der SCHUFA nur für den neuen Score, nicht aber für die alten Banken- und Branchenscores, die weiterhin bis Ende 2028 ausgeliefert werden?

Nach den Entscheidungen des OLG Dresden und auch vor dem Hintergrund des EuGH-Urteils C-203/22 – Dun & Bradstreet Austria bleibt die entscheidende Blackbox weiterhin geschlossen. Warum werden Betroffenen bis heute keine klaren und verständlichen Auskünfte zu den alten Scores erteilt?

Warum wird nicht offengelegt, welche Kriterien in welchem Maß tatsächlich verwendet werden?

Wenn die SCHUFA mit rund 250 Kriterien arbeitet, dann ist die Frage berechtigt:
Befinden sich darunter womöglich Merkmale oder Daten, deren Verwendung rechtlich problematisch oder sogar unzulässig ist?

Transparenz darf kein PR-Begriff sein.
Wer Transparenz verspricht, muss sie auch dort leben, wo es unbequem wird — gerade bei den Scores, die weiterhin an Banken übermittelt werden und für Verbraucherinnen und Verbraucher reale Folgen haben.

Genau deshalb ist es wichtig diese Petition/den offenen Brief weiterhin zu unterstützen, Transparenz sollte, wenn dann immer gelten und nicht nur dann wann die Schufa Holding AG es bevorzugt.

https://www.change.org/Schufa-Score

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